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Deutsch-Indisches Kinderhilfswerk e.V.
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Archivierte Projektinformationen

 30.11.2014, Auroville

Liebe Freunde und Spender,

Bei Deepam geht zu wie in einem Bienenstock – verschiedenste Aktivitäten finden gleichzeitig statt. Zwei Sets großer Holzbausteine, insgesamt etwa 1800 Blöcke von hervorragender Qualität, in unterschiedlichen Größen und Formen sind mittlerweile im “lila Zimmer” ordentlich in Regalen aufgeschichtet. Unsere Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben diese Bausteine im Laufe dieses Jahres mit Hilfe eines Schreiners angefertigt und sind “superstolz”. Die kleineren Kinder kreieren damit beeindruckende Bauwerke.

Kryolan, eine deutsche Firma mit einer Zweigstelle in Indien, hat uns eine Tretlaubsäge gespendet, inklusive des Transportes nach Indien. Diese Säge ist aus hochwertigem Material und speziell für Menschen mit Behinderung entworfen. Sie wird mit den Füßen bedient, sowohl die Arbeitshöhe, als auch die Geschwindigkeit können reguliert werden. Unsere Kinder und Jugendlichen sitzen stolz an dieser Maschine und sägen aus Sperrholz wunderschöne Tiere, Weihnachtssterne, Engel, Puzzle-Teile und Aufhänger aus, die kunterbunt bemalt werden.

Hannah und Malina, sind im September mit Weltwärts, einem Freiwilligenprogramm der deutschen Bundesregierung, gekommen. Dank der Hilfe von Mareike, die ihr freiwilliges Jahr um weitere drei Monate verlängert hatte, bekamen sie einen sanften Einstieg in den Arbeitsalltag bei Deepam. Unsere engagierten Volontärinnen bringen ihre kreativen Ideen ein. Einige unserer Mädchen fertigen nun feine Stickereien und Webarbeiten mit kleinen Perlen an. Auch haben unsere freiwilligen Helferinnen die Initiative ergriffen, mehrere der älteren Kinder mit dem Computer vertraut zu machen. Sie lernen derzeit, Fotos zu bearbeiten, die sie selbst mit der Kamera geknipst haben.

Im Mai wurde Navena, die süße Tochter unseres Mitarbeiterpaares Kayal und Kalaimani, geboren. Kayal kam bis eine Woche vor der Geburt noch zur Arbeit. Ihren Mutterschutz hat sie um drei Monate verlängert und ist seit November wieder bei Deepam. Zum Glück wohnt die Familie in der Nähe und wir können Kayal darin unterstützen, ihre Tochter so lange wie möglich zu stillen.

Dieses Mal haben wir alle Mitarbeiter gebeten, zu diesem Brief beizutragen.
Selvi schreibt: Seit knapp zwei Jahren biete ich für unsere älteren Mädchen und die jungen Frauen eine Gruppe an, in der wir mit Hilfe von Anschauungsmaterial über Gesundheit, Ernährung und die Funktionen des menschlichen Körpers sprechen, speziell auch über die Sexualorgane. Nachdem ich ihnen den Menstruationszyklus erklärt habe, führen sie jetzt ihren eigenen Kalender – einige der Mädchen konnten so feststellen, dass ihr Zyklus unregelmäßig war und sind jetzt bei einer Gynäkologin in Behandlung. Wir haben auch eine Fraueninitiative besucht, die umweltfreundliche Binden herstellt, die wir seither auch bei Deepam benutzen. Zu Beginn war es schwierig, über derartige Dinge offen zu sprechen, da sie in unserer Gesellschaft tabuisiert sind. Doch es hat nicht lange gedauert, bis ich das Vertrauen der Mädchen gewonnen habe und sie anfingen, mir von ihren Gefühlen und Sorgen zu erzählen. Sie leben alle in schwierigen Familiensituationen und bekommen zu Hause wenig Aufmerksamkeit. In diesem Kurs lachen wir viel zusammen, und die Mädchen sind darauf bedacht, keine dieser wertvollen Stunden zu versäumen. Ich selbst empfinde es als eine Bereicherung, diese Momente mit den heranwachsenden Frauen zu teilen.

Palani schreibt: Auch unsere männlichen Teenager sind während der Pubertät von den körperlichen und emotionalen Veränderungen verunsichert. Ich habe es übernommen, ihnen einen wöchentlichen Kurs zu geben. Es ist wichtig, ihnen die Vorgänge in ihrem Körper zu erklären, damit sie ihr Verhalten besser steuern können. Ein weiteres Thema ist Körperhygiene: Warum ist es wichtig Nägel zu schneiden und Zähne zu putzen? Welche Krankheiten werden von Moskitos und Fliegen übertragen und wie kann man sich schützen? Ich nutze das Rollenspiel als Medium Lehrinhalte zu vermitteln und es hilft den jungen Männern auch ihre Gefühle auszudrücken. Derzeit bereiten wir eine Aufführung zum Thema Umweltschutz vor: Der Onkel kommt zu Besuch und ist entsetzt, dass die Familie den Garten statt der Toilette benutzt. Als der Vater im Begriff ist, den Abfallhaufen mit Plastiktüten, Batterien und Fahrradreifen vor der Haustüre anzuzünden, wird er vom Nachbarn aufgehalten. Der erklärt ihm, wie gesundheitsschädlich der Rauch ist, der beim Verbrennen von Müll entsteht.

Unsere Mitarbeiter Joyce, Babu, Gopal und Kalaimani freuen sich vor allem über die Fortschritte beim handwerklichen Training. Insbesondere das Sticken, das Kerzengießen und die Holzarbeiten konnten wir in den letzten Monaten wesentlich ausbauen und verfeinern. Sie ergänzen:

  • Chandru, ein 6-jähriger Junge mit Down-Syndrom, der seit mehreren Jahren mit seiner Mutter regelmäßig zur Therapie kam, wird schrittweise in unser Ganztagesprogramm eingegliedert. Chandru ist hyperaktiv und recht ungezogen. Er benötigt derzeit strikte Beaufsichtigung, damit er sich in den Tagesablauf eingliedert, keinen Unfug macht oder die anderen Kinder stört. Selbstständiges Essen und die Benutzung der Toilette üben wir auch mit ihm. Chandru hat die Angewohnheit in die Hose zu machen, wenn ihm etwas nicht passt. Unsere Mitarbeiter sind dabei, ihm andere Ausdrucksmöglichkeiten beizubringen.
  • Einmal wöchentlich leitet Bhuvana, eine charmante indische Dame, eine Gruppe unserer Kinder und Jugendlichen zu klassischen indischen Gesängen an. So haben unsere Schützlinge, einige von ihnen tragen Hörgeräte, zum ersten Mal beim „Singingfestival“ in Auroville teilgenommen. Für ihren Enthusiasmus und ihren Mut, auf der Bühne zu stehen, ernteten sie viel Applaus und Anerkennung. THE HINDU, die verbreitete Lokal-Zeitung, hat die Aufführung unser Kinder als den Höhepunkt des Abends bezeichnet.
  • Dr. Peter Prashant, ein Kinderarzt, der uns bedingungslos unterstützt, hat ein weiteres Gesundheitscamp bei Deepam organisiert. Diejenigen, die bei der Untersuchung aufgefallen sind, wurden mit einem Elternteil zu weiteren Tests und zur Behandlung stationär im PIMS-Krankenhaus aufgenommen. Die engagierten Ärzte des Aravind Eye Hospitals waren mit ihren netten Assistentinnen zum ersten Mal bei Deepam. Seither tragen auffallend mehr unserer Kinder und Mitarbeiter eine Brille.
  • Einige unserer Kinder profitieren von der homöopathischen Behandlung von Sigrid Lindemann. Sie macht eine ausführliche Anamnese und verfolgt die Entwicklung ihrer Patienten gründlich. Es zeigen sich erstaunliche Reaktionen und Verbesserungen, besonders im Verhalten und Ausdruck mancher Kinder.

Zur Zeit bereiten unsere Kinder wieder eine Tanz- und Gesangsaufführung für das jährliche Deepam Fest vor. Traditionell wird dieses Lichterfest in der Vollmondnacht gefeiert, in diesem Jahr am 5. Dezember. Über tausend kleine Öllämpchen werden mit Einbruch der Dunkelheit im Garten ihr warmes Licht verbreiten. Wie faszinierend der Anblick ist, hat sich herumgesprochen – wir erwarten mehrere hundert Gäste, Freunde und viele Kinder aus dem naheliegenden Dorf. Wir feiern dieses Fest bei Deepam seit 2003 – da es mitten in der Regenzeit stattfindet, ist es jedes Jahr aufs Neue aufregend, die vielen Ölleuchten zu füllen und zu platzieren sowie die Dekoration fertig zu stellen. Wir hatten bisher noch nie Regen während dieses Abends – im letzten Jahr stand morgens allerdings unser Garten noch unter Wasser.

Unsere Kinder und alle unsere Mitarbeiter wollen sich bei Ihnen für Ihre kontinuierliche Hilfe bedanken und senden Ihnen allerbeste Wünsche zu Weihnachten und zum Neuen Jahr.

Angelika Ehrle & Lawrence Selvi

 
 

 30.08.2014, Indien



Liebe Spenderin, liebe Spender,

kein Tag vergeht, an dem nicht unerfreuliche Dinge auf unserer Erde geschehen. Wir können nicht überall helfen; aber aktuell ist nun unser Projekt in Odisha im Südosten Indiens am 08. August durch eine Flutkatastrophe verwüstet worden.
5.312 Dörfer sind betroffen. 29.842 Häuser wurden beschädigt.

163.023 Menschen wurden von der indischen Regierung evakuiert. Das Hochwasser brachte Tod und Zerstörung über das bitterarme Land und stürzte hunderttausende Menschen ins Elend. Die Ernten wurden vernichtet. Auch die Menschen in unserem Projektgebiet sind betroffen.

In zehn Dörfern des Bundesstaates Odisha hatten wir Schulen aufgebaut, die jetzt zum großen Teil auch beschädigt wurden. Hunderte Kinder erhielten dadurch endlich die Chance, am Unterricht teilnehmen zu können und eine Mahlzeit zu bekommen.

  • 365 Boote für Rettungsaktionen von der indischen Regierung eingesetzt. Doch oftmals gelingt es den Alten und den Kindern nicht, wegen der starken Strömungen in diese Boote zu gelangen.
  • 168 kostenlose Küchen laufen, um Mahlzeiten zu bieten für die von der Flut betroffenen Menschen.
  • 11 National Disaster Response Force (NDRF) Teams und 30 Odisha Disaster Rapid Action Force (ODRAF) Teams wurden eingesetzt, um die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen zu unterstützen.
  • Die Menschen hausen in Notunterkünften mit Hilfe von breiten Planen und wohnen darin zusammen mit ihren Haustieren! Wegen Mangels an Kerosin können sie jedoch nachts nicht schlafen vor Angst vor Schlangen und giftigen Insekten. Sie haben alles verloren, bis auf die Kleidung, die sie beim Einsetzen der Flut am 08. August 2014 trugen!

Die Betroffenen brauchen jetzt vor allem Nahrung, sauberes Trinkwasser und Medikamente. Um in der Not zu helfen, sind wir auf Spenden angewiesen.


Bitte unterstützen Sie uns, damit wir unser Projekt wieder aufbauen und den Betroffenen direkt helfen können!

 
 

 03.08.2014, Indien

Das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk und die Projektpartner in Indien bedanken sich bei allen Förderern

Unser Kinderhilfswerk kann seit über 40 Jahren kontinuierliche Unterstützung unserer Projekte in Indien zurückblicken. Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir mittels Spenden tausenden Kindern eine gute Schulbildung ermöglichen konnten – eine gutes Fundament für ein Leben ohne fremde Hilfe. Außerdem konnten wir unzähligen Kranken helfen.
Danke an alle Förderer, die uns zur Seite standen und stehen. Nur mit Spenden können wir armen Kindern den Weg in ein besseres Leben ebnen. Aus Indien erhielten wir zahlreiche Briefe, in denen unsere Projektpartner und Kinder, denen unsere Hilfe zu Gute kam, ihren Dank an die Förderer in Deutschland ausdrücken.

Dankbare Worte z.B. aus Indien von der JyothiSeva Blindenschule

Die finanzielle Unterstützung von DIK ist ein Segen für alle Sehbehinderten Kinder der JyothiSeva School. Insgesamt wurden für 20 Schüler Braillers von DIK und Braille-Schreibmaschinen gesponsert; sie sind eine große Hilfe für die Kinder. Die Schüler finden es einfach und schneller, Notizen zu machen und sie sind glücklich, die Braillers zu empfangen.

Mit der Unterstützung des DIK werden auch medizinische und Lebensmittelkosten teilweise bezahlt! Wir sind sehr dankbar für diese tolle Unterstützung.

Kind von der JyothiSeva Blindenschule
 
 

 03.08.2014, Auroville

Unterstützung Auroville Health Centre

Stationäre und ambulante medizinische Versorgung der Ärmsten

Das vom DIK geförderte Gesundheitszentrum im südindischen Auroville ist das Herzstück der medizinischen Versorgung in der gesamten Region.

Jedes Jahr erhalten hier und in den dazugehörigen sieben Außenstationen rund 15.000 Menschen eine ambulante Behandlung, Erste Hilfe und Krankenpflege. Jährlich werden auch viele Kinder aus den umliegenden Dörfern geimpft.

Nicht zuletzt dank der Unterstützung durch das DIK konnte das Gesundheitszentrum Jahr für Jahr erweitert und die Ausstattung modernisiert werden.

Heute hat das Gesundheitszentrum seinen Dienst auf sieben „Minikliniken“ in den umliegenden Dörfern ausgeweitet. Dort werden täglich Wundversorgung durch medizinische Fachkräfte und zusätzlich einmal in der Woche eine Sprechstunde von einer Ärztin des Gesundheitszentrums angeboten.

Weitere Aktivitäten sind:

  • Bereitstellung kostenloser Medikamente;
  • Durchführen von Labortests und Schwangerschaftsvorsorge-Untersuchungen;
  • Ausbildung von Dorf-Frauen zu medizinischem Fachpersonal sowie auch Überwachung ihrer Arbeit;
  • Monatliche Kontrolle des Wachstums von Kindern unter fünf Jahren, einschließlich Ernährungsberatung;
  • Zusammenarbeit mit den Dorfschulen im Bereich Gesundheitserziehung und Durchführen von Untersuchungen für Schulkinder;
  • Klassen für heranwachsende Mädchen über allgemeine und frauenspezifische Gesundheit;
  • Informationsveranstaltungen für Frauen über Hygiene und gesunde Ernährung.

Überhaupt ist die Gesundheitsaufklärung eines der wichtigsten Ziele des DIK. Das Team des Gesundheitszentrums arbeitet daher ständig an einer Verbesserung dieser Aufklärung zum Thema gesunde Ernährung, Hygiene und Früherkennung von Krankheitssymptomen auf vielfältige Weise - sei es durch neue Klassen oder Beratungen, oder auch auf spielerische Art und Weise über Video- oder Puppenaufführungen. So profitieren viele Kinder und Heranwachsende von der Hilfe des DIK.

Um die laufenden Kosten für die Klinik auch in Zukunft decken zu können, brauchen wir Ihre Unterstützung!

 
 

 31.05.2014, Auroville

Liebe Freunde und Spender,

derzeit sehen wir uns bei Deepam verstärkt damit konfrontiert, dass viele kleine Kinder von ihren Eltern gebracht werden, die zu Beginn der Therapie besonders viel Anleitung benötigen. Am Schönsten ist es natürlich, wenn Kinder nur eine Weile zu uns kommen und nach einiger Zeit unabhängig von unserer Hilfe werden. Diejenigen mit starken Auffälligkeiten gilt es allerdings schrittweise in unsere Ganztagsgruppe zu integrieren. So sind wir parallel mit den ganz unterschiedlichen Bedürfnissen konfrontiert, die die verschiedenen Behinderungen und das unterschiedliche Alter - von Babys bis zu Erwachsenen - mit sich bringen. Das heißt für uns, gleichzeitig individuell abgestimmte Therapien, Schulbildung und handwerkliches Training anzubieten. Einige von denen, die 1992 Kinder waren, als wir unter den Bäumen begonnen haben, sind mittlerweile um die dreißig Jahre alt und immer noch bei uns. Deshalb haben wir in den letzten Jahren begonnen, mehr Training anzubieten. Dazu gehören Kerzen gießen, Grußkarten anfertigen, Sticken und Nähen lernen oder Haus- und Gartenarbeit. Während einige von den Älteren in Zukunft außerhalb Deepams nie einer Arbeit werden nachgehen können, haben wir für andere durchaus das Ziel, ihnen früh die nötigen handwerklichen Fertigkeiten beizubringen, um ein unabhängiges Leben führen zu können.

Im Januar haben wir begonnen, einen Satz von 800 Bausteinen zu produzieren. Diese wunderschönen Bauelemente haben unterschiedliche Größen und Formen. Unsere Kinder bei Deepam werden sie über viele Jahre hinweg benutzen können. Vorübergehend haben wir einen Schreiner angestellt, um das Holz vorab zusägen und hobeln zu lassen. Unsere „Lehrlinge“ sind in kleine Gruppen eingeteilt und sind voller Stolz am Schmirgeln und Lackieren. Für unser Team bedeutet die Umsetzung dieses Projektes mehr Arbeit, aber es ist schon jetzt ein Erfolg.

Im Februar konnten wir uns an den strahlenden Gesichtern unserer Kinder erfreuen, als wir mit ihnen zum ersten Mal Zug gefahren sind - von Pondicherry bis zum nächst-gelegenen Fernbahnhof, wo sie die Langstreckenzüge bestaunen konnten. Danach haben wir unter einem Banyanbaum ein leckeres Picknick eingenommen und zum Abschluss gab es eine Bootsfahrt auf einem See. Es war ein runder, gelungener Tag.
Der fünfjährige Vinoth, der gehörlos ist, war zum ersten Mal alleine mit uns weg und hat den ganzen Tag freudig durchgehalten. Akash, der autistische Züge hat und in seinem Verhalten und in seiner geistigen Entwicklung sehr beeinträchtigt ist, war im Vergleich zum Vorjahr sichtlich entspannt, hat viel gelacht und regen Anteil genommen.

Eine Premiere war im März ein dreitägiger Ausflug nach Yercaud, in die nächstgelegene Bergkette. Auf die achtstündige Reise haben wir nur die Älteren mit genommen. Die letzte Stunde Fahrt, auf beeindruckenden Serpentinen, brachte uns vom Flachland auf 1500 Meter Höhe und aus der tropischen Sommerhitze in ein angenehmeres Klima. Die leuchtend blau blühenden Jacaranda-Bäume waren ein besonderer Blickfang, und wir konnten sehen, wie Kaffee und Pfeffer angebaut wird. Unsere “Großen” waren zum ersten Mal über Nacht weg und vorher noch nie in den Bergen. Alle haben die Tage des Zusammenseins genossen und wären gerne noch länger geblieben. Die Heimfahrt mit unseren Kindern und dem Team war ein unbeschreibliches Erlebnis. Es galt, alle deutschen Sicherheitsmaßnahmen auszublenden - der Bus hatte keine Gurte, der Fahrer benutzte kaum die Bremse, dafür umso mehr die ohrenbetäubende Hupe, mit der er seine Vorrechte geltend machte. Das wichtigste Zubehör eines solchen Busses sind die Lautsprecher, die bis zum Anschlag aufgedreht wurden - unsere Jugendlichen und Mitarbeiter haben getrommelt und gesungen und manche haben im Mittelgang bis zum Umfallen getanzt.

An die Grenzen unser Arbeit stoßen wir oft, wenn es um die Kooperation der Eltern geht und wenn Werte, die wir den Kindern bei Deepam vermitteln, zu Hause nicht unterstützt werden. Zum Beispiel haben wir bei Deepam die Regel, dass nicht geschlagen wird. Doch wir können nicht immer verhindern, dass Kinder, die zu Hause Gewalt erfahren, Schläge an andere Kinder weiter geben. Viele Eltern haben auch Erwartungen, die wir nicht erfüllen können. Zum Beispiel können wir zwar bei mehrfach behinderten Kinder durch gezielte Therapie Verbesserungen erreichen, aber ist es uns nicht immer möglich, sie zum Laufen und Sprechen zu bringen. Leider kommt es öfter vor, dass wir mit Kindern intensivst und mit gutem Erfolg arbeiten und die Eltern dann, von heute auf morgen aufhören, ihre Kinder zu bringen. Das ist manchmal traurig für uns, aber wir hoffen trotzdem, dass wir diesen Kindern etwas für ihr weiteres Leben mitgeben konnten. Freude macht es mit Eltern zusammen zu arbeiten, die zu Hause auch Übungen machen - unsere Erfahrung zeigt, dass wir dann mit den Kindern viel mehr erreichen können.

Unsere Kinder und Mitarbeiter senden Ihnen „heiße“ Grüße aus dem tropischen Sommer in Südindien.

Angelika Ehrle & Lawrence Selvi

Mehr Information und Fotos finden Sie auf unserer Homepage:
www.deepam-auroville.de oder www.deepam-auroville.in

Der Link zu unserem schönen Film:
www.youtube.com/watch?v=jWRnJGyq_tY

 
 

 27.03.2014, Auroville

Kinder im Good Life Centre-Kinderheim

 
Das DIK gibt benachteiligten Mädchen und Jungen eine Chance

Um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen und in der Hoffnung, dass sie gut versorgt werden, setzen bitterarme Eltern ihre Töchter und Söhne aus. Sie hoffen, dass ihre Kinder in einem Heim bessere Zukunftschancen haben, die sie ihnen selbst nicht geben können.

Das DIK unterstützt ein Kinderheim, in dem diese schutzlosen Mädchen und Jungen ein Zuhause finden. Das „Good Life Centre“ im südindischen Tambaram ist eine ganz besondere Einrichtung, denn dort geben wir ausgesetzten, verwaisten und benachteiligten Kindern eine Zukunftsperspektive.

Viele kommen schon als Babys in das Kinderheim. Einige von ihnen sind in erbärmlichem Zustand – krank und abgemagert. Sie werden als einsame Findelkinder auf der Straße oder in Bahnstationen aufgefunden. Wir nehmen uns ihrer an.

Derzeit erfahren 153 Mädchen und Jungen in der Einrichtung, was Liebe, Zuwendung und Sicherheit bedeuten. Sie werden auf ihr späteres Leben vorbereitet und erlernen Fähigkeiten wie kochen oder sich anzukleiden.

Um sicherzustellen, dass diese Kinder ihren Lebensunterhalt später selbst bestreiten können, bieten wir ihnen die bestmögliche Schulausbildung. Doch trotz Unterstützung aus der Nachbarschaft mit Nahrung und Kleidung, ist das Heim auf Spenden angewiesen, um die Mahlzeiten zu finanzieren.

Kinder des Good Life Centre-Kinderheims

Das „Good Life Centre"-Kinderheim

Das vom DIK geförderte Kinderheim ist ein Zuhause für neugeborene, hilflose, verlassene Heranwachsende oder Waisen, die sonst keine Chance hätten. Einige unserer kleinen Bewohner sind geistig oder körperlich beeinträchtigt. In der 1996 gegründeten Einrichtung finden Jahr für Jahr mehr Mädchen und Jungen Schutz und Sicherheit.

Hier erhalten sie ein sicheres und geborgenes Zuhause, regelmäßige Mahlzeiten, Kleidung und medizinische Versorgung. In unserem Heim erlernen sie auch Fähigkeiten, die ihnen später in ein selbstbestimmtes Leben helfen und sie in die Gesellschaft integrieren. Die Schulkinder erhalten täglich ein vom Bundesstaat Tamil Nadu finanziertes Mittagessen.

Bildung für eine Zukunft mit Perspektive

Derzeit besuchen 90 von 153 Schützlingen eine staatliche Schule. Dort erhalten sie ihren Bedürfnissen entsprechenden Unterricht und werden optimal gefördert.

Das Kinderheim wird von einem Heimleiter und größtenteils ehrenamtlichen Mitarbeitern geführt.

 
 

 17.01.2014, Auroville

Danke an alle Unterstützer

 
Danke an alle Unterstützer

Im Jahr 2013 konnten wir dank der Unterstützung unserer Förderer wieder viel erreichen und unsere Projekte in Indien weiter unterstützen. Zu erwähnen sind vor allem die Leprakranken, die jetzt geheilt werden und mit kleinen Starthilfen ihren Unterhalt für ihre Familien verdienen können.

Es gibt nach wie vor viele extrem arme Menschen in Indien, denen wir helfen können nicht nur zu überleben, sondern auch hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen. Das gilt vor allem für hunderte Kinder, denen wir eine Schulbildung ermöglichen. Denn eine gute Ausbildung ist immer die Voraussetzung für ein besseres, selbstbestimmtes Leben. Leider ist der Schulbesuch für viele Kinder aus armen Familien immer noch keine Selbstverständlichkeit.

Sicher interessieren Sie auch einige Zahlen aus dem neuesten landesweiten Zensus, einer Volksbefragung: Obwohl Indien eine aufsteigende Wirtschaftsmacht ist, gibt es scharfe Kontraste. Noch leben 65 Prozent aller Inder unterhalb der Armutsgrenze. 40 Prozent der Kinder unter fünf Jahren haben Untergewicht – eine immer noch alarmierend hohe Hungerrate.

Die Hälfte der indischen Bevölkerung hat keine eigene Toilette. Nur 67 Prozent aller Inder haben einen Stromanschluss. Millionen Frauen kochen mit gesundheitsschädlichen Brennstoffen. Ein Drittel der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

So hoffen wir, dass wir auch im Jahr 2014 ein wenig dazu beitragen können, vielen armen und kranken Menschen zu helfen. Nochmals herzlichen Dank an all unsere Freunde und Förderer!

 
 

 10.12.2013, Indien

Das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk und die Projektpartner in Indien bedanken sich bei allen Förderern

Unser Kinderhilfswerk kann auf 40 Jahre kontinuierliche Unterstützung unserer Projekte in Indien zurückblicken. Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir mittels Spenden tausenden Kindern eine gute Schulbildung ermöglichen konnten – eine gutes Fundament für ein Leben ohne fremde Hilfe. Außerdem konnten wir unzähligen Kranken helfen.

Danke an alle Förderer, die uns zur Seite standen und stehen. Nur mit Spenden können wir armen Kindern den Weg in ein besseres Leben ebnen. Aus Indien erhielten wir zahlreiche Briefe, in denen unsere Projektpartner und Kinder, denen unsere Hilfe zugute kam, ihren Dank an die Förderer in Deutschland ausdrücken.

 

Dankbare Worte aus Indien

 

Jyothi Seva Society-Blindenschule, Bangalore

„Liebe Freunde und Förderer in Deutschland, wir, die blinden Kinder in Bangalore, wünschen Ihnen freudige und gesegnete Weihnachten. Danke, dass Sie Licht in unser Leben bringen. Möge Gott Sie alle segnen. Wir werden Sie in unsere Gebete einschließen.
 
Die Kinder von Jyothi Seva“

 
 

Kinderheim Unity Home, Tirunelveli

„Wir, die Bewohner des DIK-Jungen- und Mädchenheimes in Tirunelveli im Süden Indiens sind froh, Ihnen unsere Weihnachts- und Neujahrswünsche übermitteln zu können. Alle unsere Förderer zeigen uns immer große Zuwendung und kümmern sich um uns. Mögen dieses Weihnachten und das neue Jahr 2014 großes Glück und Erfolg für Sie alle bringen, liebe Spender und DIK-Mitglieder.
 
Es ist nur Ihrer gütigen Unterstützung zu verdanken, dass wir Kinder ein anständiges Leben, gutes Essen, Kleidung und Bildung haben. Unsere Herzen werden Ihnen immer dankbar sein.
 
In Liebe, die Kinder des DIK-Kinderheims“
 
 
 

Aikiyam Schule, Auroville

„Liebes DIK, liebe Spender des DIK,
bitte nehmen Sie den aufrichtigen Dank der Aikiyam Schule an. Ihre Großzügigkeit lässt uns wachsen.“

 
 

Dorfentwicklung Auroville, Auroville

„Wir, die Kinder der KST Schule und alle Begünstigten der Palmyra-Projekte wollen unseren Freunden vom DIK ‚Danke‘ sagen und Ihnen allen frohe Weihnachten und das Beste für das neue Jahr 2014 wünschen.“
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Hilfe für Hilflose, Chennai

Weihnachtsgrüße
 
„Hilfe für Hilflose sendet Weihnachtsgrüße im Namen der armen und hilflosen Kinder und ihrer Familien aus Chennai, Indien, an unsere Freunde und Förderer in Deutschland, die unsere Arbeit durch das DIK in Köln unterstützen.
 
Hilfe für Hilflose war dank Ihrer Unterstützung dazu in der Lage, neben Unterkünften und medizinischer Hilfe für die Armen in diesem Jahr mehr als 300 Kindern Schulbildung zu ermöglichen. Das war nur mit Ihrer großzügigen Hilfe möglich. Danke.“

 
 

Dr. SC Karat, Mysore

„Liebe Spender,
 
wir danken Ihnen, dass Sie uns als Partner beistehen und es ermöglichen, viele arme Patienten zu erreichen. Ihre großzügige Gabe macht es möglich, unsere Arbeit aufrechtzuerhalten und arme Patienten weiterhin zu behandeln.
 
Wir schätzen Ihre fortwährende Hilfe sehr und danken Ihnen noch einmal, dass Sie in ein besseres Leben (der Kinder) investieren.
 
Segensreiche Wünsche zu Weihnachten und für ein gesundes und glückliches neues Jahr.“
 

Gesundheitszentrum, Auroville

„Liebe Spender,
 
im Namen aller im Gesundheitszentrum Auroville und den umliegenden Dörfern senden wir herzliche Wünsche und Grüße für die kommende festliche Zeit. Wir hoffen, dass das kommende Jahr für Sie erfolgreich und friedlich sein wird.
 
Mit den besten Grüßen und Wünschen, das Team des Gesundheitszentrums Auroville“
 
 

Augenklinik und NYSASDRI, Odisha

Danke! Danke! Danke!
 
Für alles, was Sie für Kinder und Ältere tun. Ihre großzügigen Spenden brachten 1.500 älteren Menschen und 90 Kindern aus armen Familien in Odisha ihr Augenlicht zurück. Noch einmal: Danke für alles.“
 
 

 25.10.2013, Auroville

Wirbelsturm in Indien: Hunderttausende obdachlos, ohne Essen und Wasser

 
Der verheerende Wirbelsturm „Phailin“ hat Anfang Oktober große Teile vom Südosten Indiens verwüstet. Der Zyklon brachte Tod und Zerstörung über das bitterarme Land und stürzte hunderttausende Menschen ins Elend. Auch die Menschen in unserem Projektgebiet sind betroffen.

Obwohl die indische Regierung rechtzeitig reagierte und 800.000 Menschen evakuierte herrscht Notstand. Derzeit leben noch immer 50.000 Familien in Notunterkünften. Ihre Häuser wurden zerstört, viele Angehörige wurden vermisst.

Innerhalb weniger Minuten wurde die Lebensgrundlage hunderttausender Inder zerstört. Wirbelsturm und Wassermassen vernichteten einen Großteil der Ernte. Das bedeutet Hunger für Menschen, die ohnehin nicht genug zum Essen haben. Insgesamt leiden zwölf Millionen Menschen unter den Folgen des Wirbelsturms. Die Betroffenen brauchen jetzt vor allem Nahrung, sauberes Trinkwasser und Medikamente. Um in der Not zu helfen, sind wir auf Spenden angewiesen.

 
 

 24.10.2013, Auroville

 
Lepra noch nicht besiegt, tausende Neuerkrankungen in Indien

In 91 Ländern leiden noch immer Menschen an der „Geißel der Armen“. Im Juli 2013 schlug die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Alarm, da die Zahl der Neuerkrankten steigt. Jedes Jahr infizieren sich weltweit über 200.000 Menschen.

Auch in unserem Projektgebiet im Süden Indiens erkranken weiterhin unzählige Menschen an dieser fürchterlichen Krankheit. Lepra führt zu schrecklichen Entstellungen und Behinderungen, wenn sie nicht rechtzeitig mit Medikamenten behandelt wird. Daher muss unser Einsatz weitergehen.

Das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk (DIK) fördert drei Einrichtungen, in denen Lepra-Kranke kostenlos behandelt und langfristig betreut werden. Denn Betroffene leiden nicht nur an der Krankheit, sie werden sozial ausgegrenzt – teilweise sogar von der eigenen Familie verstoßen. Viele Erkrankte verlieren ihre Arbeit und müssen in bitterer Armut leben.

Das DIK hilft geheilten Lepra-Patienten und ihren Familien in ein neues Leben und betreuen sie oftmals noch Jahre nach ihrer Behandlung.

Bei unserem Kampf gegen Lepra und der Hilfe für Erkrankte sind wir auf Spenden angewiesen.

 
 

 24.09.2013, Auroville

Krankes Kind mit Mutter

 
Die Ärmsten können sich ärztliche Hilfe nicht leisten

Hunderttausende arme Inder haben keinerlei Zugang zu medizinischer Versorgung. Sie können keinen Arzt und keine Klinik aufsuchen, geschweige denn einen Notarzt rufen.

Vielen Kranken am unteren Rand der Gesellschaft bleibt nur die Hoffnung auf ein Wunder. Leider endet das Warten oftmals mit schweren Folgeerkrankungen, lebenslangen Behinderungen oder sogar mit dem Tod.

In dem von uns seit 23 Jahren unterstützten Gesundheitszentrum in Auroville werden arme Patienten mit akuten und chronischen Krankheiten kostenlos behandelt. In sieben dazugehörigen Außenkliniken in abgelegenen Dörfern kümmern sich Gesundheitshelferinnen täglich um das Wohl der Kranken.

Diese vom Gesundheitszentrum ausgebildeten Frauen sind ein wichtiges Bindeglied in der medizinischen Versorgung und werden regelmäßig von Ärzten geschult. Die Gesundheitshelferinnen sind es, die sich um die Schwächsten kümmern – um Frauen, Kinder und alte Menschen.

Oft sind die Gesundheitshelferinnen die Ersten, die bei Hausbesuchen auf Kranke aufmerksam werden und diese, wenn nötig, in das Gesundheitszentrum zur Behandlung überweisen können. Patienten mit Verletzungen werden von ihnen sofort versorgt. Sie retten Leben!

Sitzkreis

Die Mitarbeiter des Gesundheitszentrums kümmern sich nicht nur um Kranke, sondern auch um die Prävention: Regelmäßig untersuchen sie Schulkinder, klären diese über häufige Krankheiten auf und kümmern sich beispielsweise mit Impfungen um die Gesundheitsvorsorge. Wöchentlich halten Ärzte ihre Sprechstunde in sieben Dörfern ab. Simple medizinische Tests sind dann auch möglich.

Schulkinder

Im Gesundheitszentrum gibt es ein Labor, ein Röntgengerät und eine Apotheke. Auch kleine, unkomplizierte Operationen können dort durchgeführt werden.

Unsere medizinische Hilfe für die Ärmsten ist sehr umfassend.

Frau Dr. Shano, eine Ärztin des Zentrums, bat mich vor wenigen Monaten dringend um Hilfe bei der Anschaffung eines neuen EKG- und eines Blut-Analyse-Gerätes. Beide vorhandenen Geräte waren veraltet und zeigten nur noch ungenaue Werte an, was die Diagnose und Behandlung erschwerte. Außerdem wurde für die Fahrten in abgelegene Dörfer dringend ein neuer Kleinwagen benötigt.

Einsatzfahrzeug

Diese Anschaffungen waren notwendig, sie haben aber ein großes Loch in unsere Kasse gerissen. Unsere Mittel sind nun ausgeschöpft. Um unseren Einsatz für die Gesundheit der Ärmsten fortführen zu können, sind wir auf die Unterstützung von Freunden und Förderern angewiesen.

 
 

 20.08.2013, Auroville

 
Eine Zukunft für blinde Kinder

Über zwölf Millionen Menschen in Indien sind blind! Darunter hunderttausende Kinder, die kaum Zukunftschancen haben! Nicht sehen zu können ist besonders für Heranwachsende ein schweres Los. Sie haben in Indien kaum die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen.

Um blinden Kindern eine Perspektive zu ermöglichen, unterstützt das DIK die Blindenschule „Jyothi Seva Society“ in Bangalore. Damit die Kinder lesen und schreiben lernen können, haben wir sogenannte Braille-Maschinen angeschafft. Diese Schreibmaschinen für Blinde prägen ein Punktmuster auf Papier, das mit Hilfe der Finger ertastet und so gelesen werden kann.

Leider reichten unsere Mittel bisher nur zur Anschaffung von 15 Braille-Maschinen, die bei Weitem nicht für alle Kinder ausreichen. Mit der Hilfe unserer Freunde und Förderer wollen wir gern 15 weitere dringend benötigte Schreibgeräte zur Verfügung stellen. Eine Braille-Maschine kostet umgerechnet rund 600 Euro.

Kind mit Braille-Maschine
Die Blindenschule „Jyothi Seva Society“

70 blinde Mädchen und Jungen besuchen zurzeit die „Jyothi Seva Society“-Grund- schule in Bangalore. Diese christliche Einrichtung wird seit 1996 von Ordens- schwestern geführt, die sich liebevoll um die Kinder kümmern.

Schülergruppe

In der Blindenschule lernen die Kinder lesen, schreiben und rechnen, aber auch Fähigkeiten, die ihnen das Leben mit der Behinderung erleichtern. Beispielsweise werden sie in Orientierung, dem Umgang mit Computern, Mobilität oder dem Verhalten im Alltag unterrichtet. Die Lehrer tun alles Erdenkliche, um sie bestmöglich auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten. In der „Jyothi Seva Society“-Grundschule werden die Kinder bis zur siebten Klasse begleitet, anschließend wechseln sie auf die benachbarte Highschool.

 
 

 26.06.2013, Auroville

Hütte

 
Hilfe für obdachlose Familien

In Indiens Städten leben hunderttausende Menschen in unmenschlichen Verhältnissen. Diese Familien am Rande der Gesellschaft samt ihrer Kinder führen einen täglichen Kampf ums Überleben, der ohne fremde Hilfe nicht gewonnen werden kann.

Viele besitzen nur eine einfache Hütte, gebaut aus Lumpen und Müll. Und doch geht es diesen besser als den Abertausenden, die auf der Straße schlafen müssen, ganz ohne ein Dach über dem Kopf. Niemand kümmert sich um sie!

Die meisten von ihnen kamen voller Hoffnung vom Land in die Stadt. Sie gaben ihr Leben dort auf, um mit ihren Kindern das Glück zu suchen. Sie wünschten sich eine sichere Arbeit, eine bessere Zukunft für ihre Kinder und ein Leben abseits der Armut. Doch leider fanden sie genau das Gegenteil.

Neue Hütte

Vor wenigen Tagen bat mich unser Projektpartner Cherian Kurian um schnelle Hilfe: In Tambaram, einer Stadt im Süden Indiens, wurden unzählige dieser bitterarmen Menschen aus ihren Hütten vertrieben, weil dort Brücken gebaut wurden. Die Stadt wollte sie loswerden, ließ die Fläche räumen und zerstörte die Hütten der Bewohner ohne Rücksicht.

Brückenbau
Wo heute die Brücke steht, lebten bis vor Kurzem dutzende Familien

Die verzweifelten Menschen wussten nicht wohin, sie waren obdachlos und standen vor dem Nichts! Cherian Kurian, der Projektleiter von „Help for the Helpless“ („Hilfe für Hilflose“), sprach mit den Vertriebenen und zögerte nicht, zu helfen.

Angesichts der aktuellen Notsituation half er einigen der betroffenen Familien sofort: Er ließ ihnen neue Hütten in den kleinen Dörfern Vengambakkam und Sarpanancherry nahe Tambaram bauen, wo sie ein neues Leben beginnen können. Doch die Mittel reichten nicht aus, um allen Vertriebenen zu einem neuen Zuhause zu verhelfen. Mehr noch: Alle Rücklagen wurden verschlungen, sodass er nun auf Hilfe angewiesen ist.

Zwangsobdachlose

Eine Hütte kostet gerade einmal 120 Euro. Für die bitterarmen Betroffenen sehr viel Geld. Doch wenn wir alle zusammenlegen, können wir weitere Hütten errichten. Jede Unterstützung ist eine große Hilfe.

Cherian Kurian

Cherian Kurian, Leiter des Projektes „Help for the Helpless“:

„Jeden Tag ziehen etwa 100.000 Menschen in ganz Indien vom Land in die Stadt. Dort verlieren sie schrittweise ihre Menschenwürde und ihr Selbstwertgefühl. Viele dieser Menschen enden als Müllsammler oder ungelernte Bauarbeiter.

Die meisten von ihnen sind obdachlos oder leben in Slums in verfallenen Hütten neben Bürgersteigen und Bahngleisen, unter Brücken und an anderen Plätzen, die ihnen zugänglich sind. Sie haben keinen Zugang zu Toiletten, sauberem Wasser, Sanitäranlagen, Gesundheitsversorgung, ausreichend Nahrungsmitteln oder Bildung für ihre Kinder.“

 
 

 22.05.2013, Auroville

Vier Jahrzehnte Hilfe in Indien Wir danken allen Unterstützern

 

Im Mai 2013 feiert das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk sein 40-jähriges Bestehen.
Damals hatte der gemeinnützige Verein, der im Jahr 1973 ins Leben gerufen wurde, das gleiche Ziel wie heute: Den Ärmsten – vor allem Kindern – aus dem Elend zu helfen.

Seit vier Jahrzehnten engagiert sich das DIK im Süden Indiens mit vielfältigen Projekten, die alle eines gemeinsam haben: Sie sollen Schwachen den Weg aus der Armut ebnen und ihnen eine bessere Zukunft ermöglichen.

Vor vier Jahrzehnten begann die Hilfe des DIK mit zwei Projekten in Chennai, der Children‘s Garden School und der YWCA Boy‘s Town. Mittlerweile fördern wir 16 Projekte – mit ebenso viel Einsatz wie einst. Dies alles ist nur dank unserer Freunde und Förderer möglich, denen wir herzlich danken.

Auch wenn Indien sich mehr und mehr vom Entwicklungsland zur Industrienation entwickelt und die Wirtschaft stetig wächst, leben noch immer 40 Prozent der Inder von weniger als 75 Cent am Tag.

Daher wird Hilfe nach wie vor dringend benötigt!

 
 

 20.03.2013, Auroville

Indien: Jede Minute sterben vier Kinder unter fünf Jahren!

 
Indien: Jede Minute sterben vier Kinder unter fünf Jahren!

Kinder sind der Reichtum der Inder. Über 30 Prozent der indischen Bevölkerung ist jünger als 14 Jahre. Bis zu ihrem fünften Lebensjahr werden Kinder dort als rein angesehen. Ihnen haftet nichts Böses an, man sagt sogar, in ihnen wohnen die Götter.

Umso erschreckender sind die Fakten: Laut einem Bericht der UN sterben in Indien pro Minute vier Kinder unter fünf Jahren – das sind 2,1 Millionen Kinder jährlich! Diese erschreckende Zahl verdeutlicht, warum unser gemeinsamer Einsatz in Indien so wichtig ist.

In den vergangenen 20 Jahren entwickelte sich die größte Demokratie der Welt von einem Agrarland zu einer der schnellst wachsenden Industrienationen weltweit. Doch diese Entwicklung hat ihre Schattenseiten – vor allem für die Schwächsten, die Kinder.

Seit Jahren steigen in Indien die Preise für Nahrungsmittel und den Lebensunterhalt. Menschen, deren Einkommen früher noch für das Lebenswichtigste ausreichte, müssen heute hungern und haben kein Dach über dem Kopf. Die Verteilung der Nahrung ist ungerecht – die Reichen haben mehr als genug, die Ärmsten zu wenig zum Überleben.

Fast jedes zweite indische Kind ist untergewichtig. Der ständige Hunger schwächt die kleinen Körper und macht sie anfällig für Krankheiten wie vermeintlich harmlose Durchfallerkrankungen, die für Kinder in Indien jedoch oftmals tödlich enden.

In der Hoffnung, ihren Kindern mehr bieten zu können, zieht es täglich schätzungsweise 100.000 Inder in die Städte. Sie hoffen auf ein besseres Leben. Es erwarten sie: Armut, Arbeitslosigkeit, Hunger und Obdachlosigkeit. Diese verzweifelten Menschen landen mit ihren Kindern auf der Straße – ihre Hoffnung auf ein besseres Leben schwindet von Tag zu Tag.

Sagar
Dass die Situation auch auf dem Land nicht besser ist, zeigt das traurige Schicksal des kleinen Sagar: Was Armut bedeutet, spürte der Fünfjährige schon sehr früh. Hunger war sein ständiger Begleiter, das Gefühl, satt zu sein, kannte er nicht. Sagars Leben hing am seidenen Faden.

Sagar wächst in einem kleinen Dorf bei Auroville auf. Seine Eltern sind einfache Tagelöhner, die auf dem Feld für wenige Rupien am Tag von morgens bis abends schuften. Trotzdem reichte das Geld nicht, um ihre drei Kinder zu ernähren.

Sagar war schwer untergewichtig, als er an Durchfall erkrankte. Bei uns kein Problem, doch für geschwächte Kinder in Indien leider allzu oft ein Todesurteil. Da seine Eltern nicht krankenversichert sind und einen Arzt nicht bezahlen konnten, blieb ihnen nichts übrig als zu hoffen und zu beten.

Doch Sagar überlebte, denn seine Eltern brachten ihn ins von uns geförderte Gesundheitszentrum in Auroville, wo er kostenlos behandelt wurde. Heute ist der Junge wieder gesund und hat Normalgewicht. Wie Sagar ergeht es hunderttausenden Kindern in Indien: Die Armut ihrer Eltern gefährdet ihr Leben und ihre Zukunft.

Um die Kinder aus diesem Teufelskreis von Armut, Hunger und Krankheit zu befreien, engagieren wir uns mit Hilfe unserer Freunde und Förderer seit 40 Jahren.

 

Unsere Projekte gegen Kinderarmut:

 

Ein sicheres Zuhause

60 Kinder aus sehr armen Familien haben in den beiden von uns geförderten Kinderheimen in Tirunelveli ein Zuhause gefunden. Dort erhalten sie alles, was Kinder für ihre Entwicklung benötigen: gesundes Essen, Kleidung, Schutz, Fürsorge und Bildung.
 

Gesundes und ausreichendes Essen für Kinder

In Indien sind 47 Prozent aller Kinder unterernährt. Vielen Familien fehlt das Geld, um ihre Kinder ausreichend zu ernähren. Das hat fatale Folgen für die körperliche und geistige Entwicklung Heranwachsender. In der von uns geförderten Essensausgabe in Tambaram erhalten Kinder täglich ein kostenloses Essen. Für viele Mädchen und Jungen ist diese Mahlzeit die einzige am Tag.
 

Gesundheit für die Ärmsten

Nicht jeder, der in Indien erkrankt, geht zum Arzt. Denn dort gibt es keine gesetzliche Krankenversicherung wie in Deutschland. Oftmals ist eine medizinische Versorgung für die Ärmsten unerschwinglich.
 
Das DIK fördert mehrere gesundheitliche Einrichtungen, in denen die Ärmsten eine kostenlose Behandlung erhalten. Wir unterstützen unter anderem ein Gesundheitszentrum mit mehreren Außenstationen und eine Augenklinik.
 

Bildung für ein besseres Leben

Bildung ist die wichtigste Grundvoraussetzung für eine bessere Zukunft. Das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk fördert die Schul- und Berufsausbildung von Heranwachsenden. Wir ermöglichen Kindern aus armen Familien den kostenlosen Schulbesuch, finanzieren Lernmaterialien und Schuluniformen und ebnen so den Weg in ein besseres Leben.
 
 
 

 30.01.2013, Auroville

Wir danken allen Unterstützern

 
40 Jahre DIK: Wir danken allen Unterstützern

Gemeinsam mit unseren Freunden und Förderern haben wir in den vergangenen vier Jahrzehnten in Indien viel erreicht: Wir konnten die Lebensverhältnisse vieler Menschen verbessern, ihnen eine hoffnungsvollere Zukunft ermöglichen, Gesundheit schenken und Kindern die Chance auf Schulbildung geben.

Dies wäre ohne treue Unterstützer niemals möglich gewesen. Dafür danken wir allen Förderern — auch im Namen der Menschen, denen unsere Hilfe zugute kommen konnte — sehr herzlich.

Mit Hilfe der Spenden aus Deutschland konnten in den vergangenen Jahren beispielsweise in der von uns geförderten Kalinga Augenklinik 126.317 Erkrankte versorgt werden.

Supriya
Noch vor Kurzem wurde die elfjährige Supriya wegen ihrer schielenden Augen gehänselt. Dank einer kostenlosen Behandlung hat sich ihr Leben verändert.

Weitere 13.000 Patienten erhielten dank der für sie kostenlosen Behandlung nicht nur ihr Augenlicht zurück, sondern auch ihre Würde, ein neues Selbstwertgefühl, eine Lebensgrundlage und die Chance auf Bildung.

Unsere Hilfe ist auch weiterhin für viele mittellose Patienten sehr wichtig. Weltweit sind etwa 285 Millionen Menschen sehbehindert, 80 Prozent der Erkrankten könnten mit einfachen Mitteln geheilt werden. Doch die meisten von ihnen haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, da es in vielen Ländern — wie auch in Indien — für arme Menschen keine Krankenversicherung gibt.

Zu erblinden ist ein Schicksalsschlag, der das Leben für immer verändert: Betroffene sind ein Leben lang auf Hilfe angewiesen, von Bildung ausgeschlossen und können ihren Lebensunterhalt nie eigenständig bestreiten. Sie müssen bis an ihr Lebensende in bitterer Armut leben.

Krushna
Krushna kann nach der Behandlung des Grauen Stars, der ihn jahrelang quälte, endlich wieder lachen.

Die häufigste Ursache für Blindheit weltweit ist der Graue Star, eine Augenkrankheit, die ohne Behandlung zur Erblindung führt. Dabei ist sie mit einer einfachen, nur 15 Minuten dauernden Operation für immer heilbar. Jedoch fehlen den Armen die finanziellen Mittel für diese Behandlung.

In der von uns unterstützten Kalinga Augenklinik werden arme Patienten kostenlos behandelt. In den vergangenen Jahren konnten so unzählige Menschen vor der ewigen Dunkelheit bewahrt werden.

Und es warten noch viele weitere kleine und große Patienten auf eine Behandlung, die ihr Leben nachhaltig zum Guten wendet.

Wir brauchen Menschen an unserer Seite, die unseren Einsatz fördern und so helfen, Augenlicht zu retten und arme Menschen vor Blindheit zu bewahren.

 
 

 28.11.2012, Indien

Das DIK und seine Projektpartner bedanken sich bei allen Unterstützern

In der Vorweihnachtszeit erhielten wir von unseren Projektpartnern aus Indien zahlreiche Grüße und Danksagungen. Sie enthalten dankbare Worte, die den Freunden und Förderern des Deutsch-Indischen Kinderhilfswerks gebühren.

Ohne die Hilfe unserer Unterstützer wäre unser erfolgreicher Einsatz nicht möglich. Unser Engagement bewegt viel bei den Menschen und in unseren Projekten, das verdeutlichen auch die unten abgebildeten Briefe.

Um im Süden Indiens weiterhin Not zu lindern und Zukunft zu schenken, ist das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk auf Unterstützung angewiesen.

 

Dankbare Worte aus Indien

 

Bildungszusammenschluss, Bangalore

„Ein Jahrzehnt der erfolgreichen Hilfe durch das DIK hat unseren Bildungszusammenschluss in Bangalore mit einem stabilen Schulgebäude und 500 Schüler sowie 14 Lehrer mit Material ausgestattet. Die Unterstützungsleistungen dieser kostenfreien Schule richten sich an Lumpensammler, Tagelöhner, Hausmädchen und andere unter der Armutsgrenze lebende Mütter und Väter sowie ihre Kinder.
 
Viele unserer Schüler wurden Ingenieure, Wirtschaftsprüfer, Manager — auch wenn ihre Anzahl gering ist, haben wir den Grundstein gelegt. Auf soziologischer Seite verhindern wir die Heirat von Kindern, das heißt Hochzeiten unter 18 Jahren, dem legalen Alter zum Heiraten. Wir ermuntern sie, eine Fachoberschule oder Diplom-Studiengänge zu besuchen.
 
Unsere Schule ist eine geschlechtsgemischte Einrichtung, Mädchen sind gegenüber Jungen in der Mehrzahl. Wir unterrichten Mädchen, die ihren Lebensunterhalt nicht verdienen können und verhelfen ihnen zu Bildung und einem Arbeitsplatz. Wir stellen ihnen Schuluniformen, Bücher, Fachbücher und Ausweise zur Verfügung.
 
Bevollmächtigte, Lehrer, Eltern und die örtlichen Einwohner danken von Herzen für die fortlaufende Unterstützung des DIK.”
 

Kinderheim Unity Home, Tirunelveli

Pattammal, Schülerin der siebten Klasse, schrieb:
„Ich komme aus einer sehr armen Familie. Mein Vater starb, als ich ein Baby war. Meine Mutter ist eine Hilfsarbeiterin. Als ich in das vom DIK geförderte Kinderheim Unity Home aufgenommen wurde, reduzierten sich die finanziellen Schwierigkeiten in unserer Familie deutlich. Nun muss sich meine arme Mutter keine Sorgen mehr um meine Bildung machen. Seitdem ich im Heim bin, bekomme ich gutes Essen und ich bin viel gesünder als früher. Später möchte ich Lehrerin werden. Meine Mutter, unsere Angehörigen und ich selbst drücken unseren herzlichen Dank für alle Unterstützer aus, die mir die Möglichkeit gaben, im vom DIK geförderten Kinderheim Unity Home zu leben.”
 

DEEPAM, Auroville

„DEEPAM — Licht für behinderte Kinder in Südindien!
 
Deepam bedeutet Licht. Wir haben diesen Namen für unser Projekt gewählt, weil wir mit unser Arbeit Licht in den Alltag von behinderten Kindern und ihren Familien bringen wollen.
 
Das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk unterstützt Deepam seit vielen Jahren und hat durch regelmäßige Spenden erheblich zum Aufbau unserer Arbeit beigetragen.
 
Die Deepam Kinder und Mitarbeiter wollen sich bei allen Spender/innen des DIK herzlichst bedanken und senden Ihnen aus Indien beste Wünsche zu Weihnachten und zum Neuen Jahr!
 
Ihre Angelika Ehrle”
 

Dorfentwicklung Auroville, Auroville

„Wir — die Kinder der KST Schule (Kuyilappalayam School Trust) und alle anderen Unterstützten des Palmyra-Projektes — wollen allen Freunden des DIK Danke sagen und wünschen frohe Weihnachten und das Beste für das neue Jahr 2013.”
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Sahodari Frauenhaus, Chennai

„Liebe Frau Tucker,
Grüße aus dem YWCA Sahodari-Projekt. Die Unterstützung des DIK wird genutzt, um unser Projekt fortzuführen. Wir danken allen Spendern des Deutsch-Indischen Kinderhilfswerks. Möge Gott Sie segnen, wir wünschen Ihnen allen frohe Weihnachten.”

 
 
 

PECUC (People's Cultural Centre), Odisha

„Liebe Frau Tucker,
wir — die Führung, Mitarbeiter, Freiwillige und Gemeinschaft von 20 Dörfern um unser Kulturzentrum (PECUC) — danken von Herzen jedem einzelnen Spender, der sich mit dem DIK für unser Programm in Odisha einsetzt. Wir danken dem DIK und seinen Unterstützern dafür
 
- dass es in diesem Jahr 577 Kindern aus 20 Dörfern ermöglicht hat, die Vor- und Grundschule im Kinderbildungszentrum (Shradha Bhavan) zu besuchen. Mehr als 5.000 Kinder konnten dies tun, seit das DIK uns unterstützt. Einige dieser Kinder haben mittlerweile die Highschool (Abschluss: gleichgestellt mit unserem Abitur) beendet.
 
- dass es in 20 Dörfern eine grundlegende Gesundheitsversorgung ermöglicht hat. Ein Projektarzt, der in Verbindung mit dem lokalen staatlichen Gesundheitssystem steht, sichert die Gesundheit von Kindern und Müttern und rechtzeitige Impfungen.
 
Ihnen allen vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Wir wünschen frohe Weihnachten!”
 

DSM Foundation Trust/Essensausgabe, Chennai

„Liebe Frau Tucker,
wir sind Ihnen sehr dankbar für die Unterstützung, die Sie für unsere Organisation geleistet haben, um die Schulbildung armer Kinder in der St. Joseph Schule und Gnanodaya Schule sehr hilfreich bei der Durchführung der Projekte. Wir möchten den Förderern des DIK für die Hilfe danken, die das Fundament legt, um diese Kinder zu mitwirkenden Bürgern der Zukunft zu machen.”

 
 

Dasen-Solomon-Lepra-Projekt, Bellary

„Liebe Unterstützer des DIK,
wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und ein fröhliches und erfolgreiches neues Jahr. Mit dem Geld, das die Förderer des DIK spenden, sind wir in der Lage, die folgenden Projekte erfolgreich durchzuführen.
 
Wir führen ein Wohnheim für 36 verarmte Kinder und kümmern uns um all ihre Bedürfnisse. Im vergangenen Jahr konnten wir in unserem medizinischen Bereich 2.712 Leprakranke sowie 10.392 Erwachsene und 3.450 Kinder mit anderen Beschwerden behandeln.
 
Von unserem Mutter-und-Kind-Ernährungsprogramm haben etwa 110 Säuglinge sowie 122 unterernährte, stillende Mütter profitiert.
 
Monatlich unterstützen wir etwa 163 Arme, Notleidende, Behinderte, verwitwete Leprakranke und finanziell benachteiligte Menschen im Rahmen unseres Ernährungsprogrammes. Außerdem verteilten wir Dhotis (traditionelles indisches Beinkleid für Männer), Hemden, Handtücher und Saris (traditionelle Bekleidung der indischen Frauen) an 400 arme Menschen.
 
Gesundheits- und Aufklärungsprogramm: Zweimal pro Monat klären wir über die Gefahren von Aids, die Wichtigkeit von Hygiene und Missverständnisse in Bezug auf Leprakranke auf.”
 

Dr. Jaipal Christian Lepra-Hilfe, Hyderabad

„Liebe Unterstützer des DIK,
wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und alles Gute im neuen Jahr. Ein großes Dankeschön dafür, dass die Förderer des DIK unsere Projekte seit mehr als 30 Jahren unterstützen.”

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Dr. SC Karat, Mysore

„Liebe Frau Tucker,
es ist mir eine große Freude und eine Ehre, Ihnen allen frohe Weihnachten und ein glückliches und gesegnetes neues Jahr zu wünschen. Wir möchten unseren Dank und unsere Würdigung für all die Unterstützung, die wir für unser Krankenhaus erhalten haben, zum Ausdruck bringen. Grüße an alle und möge Gott Sie segnen.”

 
 
 
 

NYSASDRI/Projektpartner der vom DIK geförderten Augenklinik, Odisha

„Unmittelbar vor Weihnachten und dem neuen Jahr danken wir dem DIK und seinen Spendern von Herzen für die selbstlose, fortlaufende Unterstützung, mit der in diesem Jahr mehr als 1.560 Säuglinge, Kinder und Erwachsene ihr Augenlicht wiedererlangt haben. Diese Menschen sind sehr arm. Ohne Hilfe hätten sie alle nicht die Möglichkeit, die Welt wieder zu sehen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ihre Spenden gaben ihnen Sehkraft und ermöglichten ihnen, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, den Zugang zu Bildung und Lebenswürde.
 
Noch immer warten viele arme Menschen darauf, von der Blindheit befreit zu werden. Wir, die Kalinga Augenklinik und NYSASDRI, danken Ihnen im Namen all der Menschen und deren Familien, denen Sie geholfen haben. Wir wünschen frohe Weihnachten und ein freudiges und zufriedenes Jahr 2013.”
 
 

 29.10.2012, Auroville

Unser Projekt „Hilfe für Hilflose“: Mit geringen Mitteln viel erreichen

Wer einmal die Armutsviertel von Chennai kennengelernt hat, den lassen diese Eindrücke nicht mehr los. Allein in dieser südindischen Großstadt leben 750.000 Menschen in menschenunwürdigen Verhältnissen. Eine zerfallene Hütte reiht sich an die nächste, Abfallberge türmen sich auf. Armut macht dort krank und die Ärmsten der Armen sind auf fremde Hilfe angewiesen, um überleben zu können.

Das DIK unterstützt das von unserem Partner Cherian Kurian ins Leben gerufene Projekt „Help for the Helpless“ (Hilfe für Hilflose) für Menschen in tiefster Not. Zusammen mit freiwilligen Helfern, von denen viele Studenten sind, kümmern sich die Projektmitarbeiter um Mittellose, Alleinstehende und Menschen, die kein Zuhause haben.

Sie leisten ganz pragmatische, individuelle Hilfe — bauen beispielsweise einfache, saubere Häuser für Obdachlose, ermöglichen Kranken oder Unfallopfern die ärztliche Betreuung oder sorgen dafür, dass Waisen oder Kinder aus sehr armen Familien zur Schule gehen können. Manchmal geben sie auch eine kleine finanzielle Starthilfe, zum Beispiel für ein Handwerksgerät, womit die Betroffenen zukünftig durch eigener Hände Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen können.

Um mit wenig viel erreichen zu können und Menschen den Weg in eine bessere Zukunft abseits der Armut zu ebnen, sind wir auf Unterstützung angewiesen.

 

Wie hilft „Help for the Helpless“?

 

Einige Beispiele für die Arbeit von Cherian Kurian und seinem Team

 

Fahrrad hilft bei der Arbeit

Satish und Reykha wachsen in sehr ärmlichen Verhältnissen auf. Ihr Vater leidet an Tuberkulose, ihm wurde eine ärztliche Behandlung ermöglicht. Die Mutter sammelt mit Hilfe ihres neuen Fahrrades wiederverwertbare Stoffe aus dem Abfall und verkauft sie. Außerdem wird die Schulbildung der Kinder gefördert.
 

Verdienst durch Essen

Der Vater der 14-jährigen Tulasi ist körperlich behindert. Bis vor Kurzem hatte seine Familie kein Einkommen. Dank eines mobilen Schiebewagens ist er jetzt in der Lage, Essen zu verkaufen. So trägt er zum Unterhalt der Familie bei. Wir sorgen auch dafür, dass Tulasi die 10. Klasse besuchen und einen Schulabschluss machen kann, der ihr das Tor in eine bessere Zukunft öffnet.
 

Hütte und Schule bedeuten das größte Glück

Die Zwillinge Naresh und Sanjay wachsen bei ihrer mittellosen 60-jährigen Großmutter auf. Ihre Eltern haben sie zurückgelassen. Zum Glück kann sich die Großmutter durch die Unterstützung von „Help for the Helpless“ eine einfache Strohhütte leisten, in der die drei wenigstens ein wenig Schutz vor Wind und Wetter haben. Durch unsere gemeinsame Hilfe können die beiden Kinder auch zur Schule gehen.
 
 

 28.09.2012, Auroville

Gemeinsam mit unseren Förderer bewahren wir Kinder vor lebenslanger Blindheit

Zu erblinden ist für jeden Menschen, egal welchen Alters, ein schwerer Schicksalsschlag. Doch wenn Kinder ihr Augenlicht verlieren, ist dies besonders dramatisch, denn sie haben noch ihr ganzes Leben vor sich.

Allein in dem vom DIK geförderten Projektgebiet im indischen Bundesstaat Odisha erblinden jährlich etwa 102.800 Menschen, 60 Prozent davon am leicht zu behandelnden Grauen Star — der häufigsten Ursache für Blindheit.

Zwar sind nur drei Prozent der Blinden weltweit Kinder, aber eine Sehbehinderung in früher Kindheit wirkt sich negativ auf das ganze Leben aus. Blinde Mädchen und Jungen in Indien lernen nie lesen und schreiben. Vielen bleibt der Schulbesuch verwehrt und somit auch der Zugang zu Bildung.

Dhobani — Eine dunkle Zukunft

Eine dunkle Zukunft…Dhobani erkrankte an Grauem Star. Ohne Hilfe hätte sie ihr Augen­licht verloren.

Auch der 12-jährigen Dhobani drohte ein Leben in ewiger Dunkelheit. Bereits als kleines Kind spürte sie, wie schwer es ihren Eltern fiel, die Mittel aufzubringen, um ihre Töchter mit Essen zu versorgen. Die Familie musste mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen. Es blieb kein Geld für Kleidung oder den Arztbesuch.

Entsprechend ärmlich waren die Verhältnisse, in denen Dhobani aufwuchs. Schon früh hatte sie ein großes Ziel: Sie wollte Lehrerin werden und ihre Familie finanziell unterstützen.
In der Schule war sie fleißig, sie arbeitete hart für ihren großen Traum. Dhobanis Noten waren gut, sehr gut. Doch dann traf das Mädchen ein schwerer Schicksalsschlag.

Nach und nach schwand ihre Sehkraft. Zunächst dachte sie, sie sei nur müde vom Lernen. Aber der Schleier vor ihren Augen wurde immer dichter. Bald sah sie die Buchstaben an der Tafel kaum noch.

Dhobani erkrankte wie viele tausend Kinder und Heranwachsende in Indien an Grauem Star, der unbehandelt zur Blindheit führt. Zum Glück kam ein Untersuchungsteam der Kalinga Augenklinik in Dhobanis Heimatdorf. Dr. Garnayak diagnostizierte Grauen Star an beiden Augen und überwies das Mädchen gerade noch rechtzeitig in die vom DIK geförderte Kalinga Augenklinik.

Eine gesetzliche Krankenkasse wie bei uns in Deutschland gibt es in Indien nicht. Für die Ärmsten sind eine augenärztliche Behandlung, eine Operation und sogar eine Brille unerschwinglich. Dabei kostet eine Sehhilfe nur umgerechnet acht Euro und eine Operation am Grauen Star nur 30 Euro.

Die Kalinga Augenklinik ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Ort des Lichtes. Hier wird das Augenlicht von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gerettet, unzählige arme Patienten erhalten eine kostenlose Sehhilfe. Auch Dhobani kann wieder sehen und weiter zur Schule gehen. Dies ist alles nur dank Spenden finanzierbar.

 

So hilft das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk:

 

Vorbeugung: Reihenuntersuchungen

Reihenuntersuchungen
In abgelegenen Dörfern führen ausgebildete Fachkräfte regel­mäßig Augen­unter­suchungen durch, um Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen.
 

Vorbeugung: Sehhilfen

Sehhilfen
Eingeschränktes Sehvermögen korrigiert die Kalinga Augenklinik mit Brillen, die kosten­los an Bedürftige ausgegeben werden.
 

Im Krankheitsfall: Kostenlose Behandlung der Ärmsten

Kostenlose Behandlung der Ärmsten
Mittellose Menschen werden in der Kalinga Augenklinik kostenlos behandelt.
 

Im Krankheitsfall: Operation

Operation
Bei schweren Augenerkrankungen wie dem Grauen Star werden die Ärmsten kosten­los operiert und nachbehandelt.
 

Was ist Grauer Star?

Was ist Grauer Star?
Die Krankheit, die auch Katarakt genannt wird, ist die häufigste Ursache von Blind­heit. Mehr als 19 Millionen Menschen weltweit sind durch die gefährliche Linsen­trübung erblindet. Betroffene sehen wie durch ein Milchglas, vor ihren Augen entsteht ein Schleier, der immer dichter wird. Irgendwann erlischt das Augenlicht ganz. Grauer Star ist mit einer einfachen Operation heilbar.
 
 

 24.08.2012, Auroville

Leprakranker

 
Lepra in Indien noch lange nicht besiegt: Jährlich 120.000 neue Lepra-Infizierte

In Deutschland gilt Lepra seit den 1920er Jahren als besiegt. Vor einiger Zeit erklärten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die indische Regierung Lepra auch in Indien als ausgerottet. Doch die „Krankheit der Armen“ stellt nach wie vor ein sehr großes Problem in Indien dar. Dort leben die meisten Neuerkrankten weltweit.

Obwohl die Ursache der Krankheit, der Erreger Mycobacterium leprae, seit 140 Jahren bekannt und Lepra seit 30 Jahren mit einer Kombination verschiedener Antibiotika heilbar ist, erkranken in Indien immer noch jährlich rund 120.000 Menschen. Jeder zehnte Betroffene ist ein Kind!

Vor Kurzem erhielt das DIK einen Bericht des leitenden Arztes unseres größten Lepra-Projektes in Indien. Projektleiter Jaipal F. Christian betonte, dass entgegen der Behauptung der WHO, Lepra in zehn Bezirken im Bundesstaat Andhra Pradesh zugenommen habe. Diese Neuerkrankungen treten leider auch in den 375 kleinen, abgelegenen Dörfern auf, die vom Lepra-Zentrum betreut werden.

Diese Entwicklung beunruhigt uns sehr, denn die Krankheit fügt den Menschen nicht nur körperliche Qualen, sondern auch seelisches Leid zu. Erkrankte und sogar bereits Geheilte werden ausgeschlossen, verachtet und diskriminiert.

Ein fürchterliches Schicksal erlebte auch die heute 14-jährige Sakku aus einem kleinen südindischen Dorf bei Hyderabad. Als ihre Eltern an Lepra erkrankten, suchten sie keinen Arzt auf. Sie glaubten aus Unwissenheit, dass die Flecken auf ihrer Haut und die Taubheit in ihren Gliedmaßen ohne Medikamente abklingen würden.

Sakku

Für das damals elfjährige Mädchen brach eine Welt zusammen, als ein Lehrer bei ihr die ersten äußeren Anzeichen der Lepra — Rötungen der Haut, Flecken im Gesicht und geschwollene, entzündete Ohrläppchen — entdeckte. Sakku musste die Schule sofort verlassen. Und dies obwohl Sakku an der nicht-ansteckenden Form der Lepra erkrankt war.

Sakku stand das Schicksal tausender Lepra-Kranker in Indien bevor: ohne Aussicht auf Arbeit auf der Straße betteln, sich für ihre Krankheit schämend, beschimpft und ausgeschlossen werden.

Doch dann erfuhren Sakkus Eltern vom Lepra-Zentrum bei Hyderabad. In dieser vom DIK geförderten Einrichtung werden arme Menschen kostenlos behandelt. Neben der ärztlichen Betreuung begleiten wir die Patienten und ihre Familien auf ihrem Weg zurück ins Leben.

Sakku ist mittlerweile geheilt und besucht die achte Klasse. Sie hat gute Aussichten, ihren Traum von einem besseren Leben zu verwirklichen. Für Sakku und ihre Eltern kam die Hilfe noch rechtzeitig, doch viele Betroffene erkennen die ersten Anzeichen der Krankheit nicht und suchen erst bei bleibenden Schäden oder schweren Behinderungen einen Arzt auf.

Schicksale wie das von Sakku und ihren Eltern verdeutlichen, wie wichtig Aufklärung, Früherkennung und die rechtzeitige Behandlung der entstellenden Krankheit sind.

Um unseren Einsatz für Lepra-Kranke auszuweiten und den zunehmenden Neuerkrankungen entgegenzuwirken, sind wir auch auf Unterstützung angewiesen.

 

Die Stadien der Lepra

 

Erste körperliche Anzeichen

Rücken eines an Lepra erkrankten Jungen
Im Frühstadium ist Lepra, die vermutlich durch Tröpfcheninfektion übertragen wird, an hellen oder dunklen Flecken auf der Haut zu erkennen. Neben der Haut befällt der Lepra-Erreger, das Mycobacterium leprae, die Nerven und in seltenen Fällen die Organe.
 

Ohne medizinische Behandlung lebenslange Schäden

Fuß eines an Lepra erkrankten Mann
Greift die Infektion die Nerven an, entsteht ein Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen. Erkrankte haben kein richtiges Gefühl mehr in Händen und Füßen. Diese Gefühllosigkeit ist das Fatale, denn Erkrankte spüren keine Schmerzen mehr und verletzen sich leicht. Diese Verletzungen können sich wegen der Schmerzunempfindlichkeit unbemerkt entzünden und führen zu irreparablen Verstümmelungen mit lebenslangen Behinderungen.
 

Ist Lepra heilbar?

Hände einer an Lepra erkrankten Frau
Im frühen Stadium ist Lepra mit einer Kombination dreier Antibiotika leicht zu therapieren. Kommt die Hilfe für Infizierte zu spät, müssen sie ein Leben lang mit den schrecklichen Entstellungen leben, die sie in Indien zu Aussätzigen machen.
 

Was bedeutet es in Indien an Lepra zu erkranken?

An Lepra erkrankter Mann hält Hände entgegen
Lepra bereitet nicht nur körperliche, sondern auch seelische Qualen: Infizierte werden gemieden, ausgegrenzt und verachtet. Aber auch geheilte Lepra-Kranke mit sichtbaren Verstümmelungen leiden ihr Leben lang an den Folgen der nichtbehandelten Krankheit. Die meisten sind arbeitslos, müssen betteln um zu überleben und fristen ein Dasein in bitterer Armut.
 
 

 27.06.2012, Auroville

 
Wurmbefall bei Dorfkindern nimmt zu und bedroht ihre Gesundheit

Dr. Shano, eine Ärztin des Gesundheitszentrums im südindischen Auroville, berichtete kürzlich von einer besorgniserregenden Entwicklung. Bei vom DIK geförderten Untersuchungen, die regelmäßig in abgelegenen Dorfschulen durchgeführt werden, entdecken die Gesundheitshelfer immer häufiger Wurmerkrankungen bei Schulkindern.

Die Ärztin bat um Hilfe, denn eine nicht behandelte Wurmerkrankung kann fatale Folgen haben: Wenn sich der Wurmbefall im Körper ausbreitet, kann es neben Fieber und Übelkeit zu schwerwiegenden Krankheiten wie Herzmuskelentzündungen sowie Wassereinlagerungen und Zystenbildung in Lunge und Leber kommen. Einige Wurmarten, beziehungsweise deren Larven können auf Dauer die Darmwand regelrecht zerstören und unbehandelt zum Tode führen.

Dabei ist die eigentlich harmlose Krankheit mit einfachen Tabletten heilbar. Eine Therapie mit Medikamenten kostet pro Kind nur 75 Cent, sie muss alle sechs Monate wiederholt werden.

Doch nicht nur das betroffene Kind, sondern auch seine gesamte Familie muss behandelt werden, damit sie sich nicht ansteckt. Eine fünfköpfige Familie ein Jahr vorbeugend zu behandeln kostet beispielsweise 3,75 Euro. Für unsere Verhältnisse eine geringe Summe, jedoch ist die arme Dorfbevölkerung meist auf kostenlose medizinische Betreuung angewiesen.

Neben den Kosten für die Medikamente finanziert das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk auch wichtige Aufklärungsveranstaltungen in Schulen und Vorsorgeuntersuchungen. Dafür sind wir auf Spenden angewiesen.

 

So hilft das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk:

 

Gesundheitsrisiko senken

Das DIK fördert den Bau von sanitären Anlagen.
 

Verbesserung der Hygiene

Die Menschen werden über wichtige hygienische Maßnahmen aufgeklärt, um Krankheiten zu vermeiden.
 

Aufklärung

Schüler lernen, wie sie sich vor Krankheiten schützen und wie wichtig Hygiene ist.
 

Vorsorge

Kinder untersuchen sich gegenseitig. Sie wissen alles über Krankheiten und ihre Symptome.
 

Reihenuntersuchungen

Bei Untersuchungen in den Schulen entdecken wir Krankheitssymptome rechtzeitig und können so schnell helfen.
 

Behandlungen

Im Gesundheitszentrum werden die Armen kostenlos behandelt.
 

Dr. Shano, Ärztin des Gesundheitszentrums in Auroville:

„Wurmbefall ist in Entwicklungsländern ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem, besonders für Kinder im Schulalter. Die Gründe für die vermehrte Ausbreitung der Erkrankung sind vielfältig: unsachgemäß entsorgter Müll, unzureichende Hygiene und zu wenige sanitäre Anlagen.“
 
 

 25.05.2012, Auroville

 
Gute Nachrichten aus unseren Schulen in Süd-Indien!

Vor über zehn Jahren bat unser deutscher Projektpartner Jürgen Pütz das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk um Unterstützung beim Bau einer Schule in Bommaiyarpalayam, einem Dorf bei Auroville. Wir beteiligten uns am Bau dieser neuen Bildungsstätte, ebenso wie bei der 1993 gegründeten Schule in Kuyilapallayam.

Gemeinsam mit unseren Freunden und Förderern legten wir den Grundstein für eine bessere Zukunft! Vielen Dank an alle, die uns dabei unterstützt haben, die Schulen zu bauen und zu unterhalten! Am 5. Juni 2012 feiert die Schule in Bommaiyarpalayam nun ihr zehnjähriges Bestehen.

Wir engagieren uns weiterhin für Bildung, denn noch immer sind fast 40 Prozent der Inder über 14 Jahren Analphabeten. Obwohl in Indien eine Schulpflicht bis zum 14. Lebensjahr gesetzlich vorgeschrieben ist, besuchen längst nicht alle Mädchen und Jungen eine Schule. Die Gründe sind vielseitig. Viele Kinder müssen schon früh arbeiten, um ihre Familien finanziell zu unterstützen. Anderen bleibt Bildung verwehrt, weil ihren Eltern das Geld für die Fahrt zur Schule oder für Schuluniform, Bücher und Schreibmaterialien fehlt.

Das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk engagiert sich seit 1973 für die Bildung der Ärmsten. Im Süden Indiens unterstützen wir Schulen in ländlichen Regionen und ermöglichen Mädchen und Jungen aus armen Verhältnissen den Schulbesuch, der ihnen sonst oft verwehrt bleibt.

Die Bildungseinrichtungen bei Auroville, die wir fördern, bieten Platz für 1.790 Mädchen und Jungen und zählen zu den fortschrittlichsten und modernsten Schulen der Region. Sie verfügen über eine Bücherei, ein Labor, sanitäre Anlagen und gut ausgestattete Klassenräume, in denen 48 qualifizierte Lehrer ihre Schützlinge auf eine Zukunft abseits der Armut vorbereiten.

Wir freuen uns mit den Schülern und ihren Lehrern über die guten Abschlüsse. Es wird weiterhin daran gearbeitet, in allen Fächern gute Ergebnisse zu erzielen. Vor Kurzem kam Malathi — eine unserer ersten Schülerinnen — als Lehrerin zurück an ihre alte Schule in Kuyilapallayam.

Bildung ist die Voraussetzung für ein besseres Leben. Um all dies zu erreichen, zu erhalten und weiterentwickeln zu können, brauchen wir Hilfe. Ohne Unterstützung von Förderern wäre der Schulbesuch für Kinder aus armen Dorffamilien nicht möglich.

 

Das macht unsere Schulen bei Auroville besonders:

 
Die Kuyilapallayam-Schule wurde um einen Anbau mit acht Klassenräumen erweitert. Unsere Schulen verfügen über sanitäre Anlagen, was in Indien nicht überall der Fall ist.
 
Die Klassenräume wurden in den vergangenen Jahren saniert und erhielten neues Mobiliar.
 
Um auch Kindern aus entlegenen Dörfern um Auroville die Chance auf Bildung zu geben, haben wir Schulbusse angeschafft, die die Mädchen und Jungen abholen.
 
Kinder, die tagsüber den Unterricht nicht besuchen können, werden in Abendkursen unterrichtet.
 
48 qualifizierte Lehrer bringen unseren Schülern mit Geduld und Liebe Lesen, Schreiben und Rechnen bei.
 
 

 30.03.2012, Auroville

Wohlstand wächst, Armut bleibt

 
Noch immer lebt ein Drittel aller Inder unterhalb der Armutsgrenze

Seit fast 40 Jahren ist das DIK in Indien im Einsatz. Im Laufe dieser Zeit hat sich das einstmalige Entwicklungs- zu einem Schwellenland mit enormem wirtschaftlichen Wachstum gewandelt. Trotzdem lebt noch immer jeder dritte Inder unterhalb der Armutsgrenze, das heißt von weniger als einem Euro am Tag.

Die Schere zwischen Arm und Reich klafft in Indien weit auseinander. Zwei Drittel der Inder leben auf dem Land nach wie vor in einfachsten Verhältnissen – oft ohne fließendes Wasser, Sanitäranlagen oder Elektrizität. Viele haben nicht einmal Geld für Essen oder den Besuch beim Arzt. Etwa 230 Millionen Inder müssen hungern.

Die Verlierer des wirtschaftlichen Aufschwungs sind die Ärmsten, darunter viele Bauern. Sinkende Abnahmepreise, Ernteausfälle und hohe Schulden treiben immer mehr Männer zu Verzweiflungstaten. Alle acht Stunden beendet ein indischer Landwirt sein Leben. Allein im Jahr 2009 begingen mehr als 17.000 Bauern in Indien Selbstmord.

Armut in Indien: Zahlen und Fakten
im Vergleich zu Deutschland

Indien
 
Deutschland
 
Bruttonationaleinkommen
pro Einwohner (2009)
 
813 Euro 33.165 Euro
Tägliche Nahrungsaufnahme
(kcal) je Einwohner
 
2.550 3.620
Säuglingssterblichkeit
je 1000 Neugeborene
 
54,63 4,12
Ärzte
je 1000 Einwohner
 
0,51 3,73
Analphabeten (%)
(Bevölkerung über 14 Jahre) 
38,80 0,70

Weltkugel © fotolia|juan

Auch der 34-jährige Baumwollfarmer Ajit aus einem kleinen Dorf bei Auroville wusste nicht mehr weiter. In der Hoffnung auf höhere Ernteerträge hatte er genverändertes anstelle des konventionellen Saatguts für den dreifachen Preis gekauft.

Um Saatgut, Pestizide und Düngemittel zu kaufen, nahm Ajit einen Kredit über 300 Euro bei einem Geldverleiher auf – zu einem Wucherzins von 20 Prozent monatlich. Doch dann blieb der Regen aus und Ajit hatte keine Ernteerträge, die er verkaufen konnte, um seine vierköpfige Familie zu ernähren. Als Ajit die monatliche Rate von 60 Euro nicht zurückzahlen konnte und ihn der Geldverleiher bedrängte, sah der verzweifelte Familienvater keinen anderen Ausweg mehr, als sich selbst mit Pestiziden zu vergiften. Zum Glück fand ihn sein Nachbar und brachte ihn sofort ins nächste Krankenhaus.

Ajit überlebte und fand dank seiner Familie neuen Lebensmut. Mittlerweile hat er sein Land verkauft und arbeitet als landwirtschaftlicher Hilfsarbeiter. Er verdient genug, um seine Familie zu ernähren. Das Schicksal von Ajit steht stellvertretend für Not-leidende, denen das DIK bereits geholfen hat.

Das DIK setzt sich für Betroffene und ihre Angehörigen ein und unterstützt sie mit Gesundheits-, Bildungs- und Nothilfeprojekten. Unzählige arme Menschen wie Ajit und ihre Familien benötigen Hilfe.

 
 

 07.02.2012, Indien

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2011: Erfolgreiche Hilfsaktionen für Menschen in Not

Dank unserer Freunde und Förderer konnten wir im Jahr 2011 in Indien viel für arme, kranke, benachteiligte und notleidende Menschen tun. Besonders erfolgreich war unsere Aktion zu Weihnachten.

Mit Hilfe unserer Unterstützer konnten wir unverschuldet in Not Geratenen existenzielle Wünsche nach Gesundheit oder einer neuen Hütte erfüllen. Mit kleinen Dingen wie einem Paar Ziegen oder einer Nähmaschine haben wir gemeinsam Starthilfen in ein neues Leben und einen Weg aus der Armut geschenkt.

Wir konnten vielen Familien aus dem Elend helfen, die durch schwere Schicksalsschläge wie Krankheit, Arbeitslosigkeit oder den Tod eines Angehörigen in tiefe Not geraten waren. Dank unserer Freunde und Förderer konnten wir beispielsweise diese Wünsche der Ärmsten erfüllen.

Janaki kann wieder laufen
Schutz für Andals Familie

Endlich wieder laufen

Nach einem schweren Unfall kam Janaki ins Krankenhaus. Die 43-Jährige konnte die Rechnung nicht zahlen. Dank Spenden konnte das DIK die Kosten für die medizinische Versorgung übernehmen. Mittlerweile ist Janakis Bein geheilt und sie kann wieder laufen.

Ausreichend Essen dank Ziegen

Die schwerbehinderte Gunasundari wächst bei ihren bitterarmen Großeltern auf. Mit Spenden konnten wir ihnen aus der Armut helfen. Das DIK schenkte ihnen zwei Ziegen, die sie nun züchten, um sie auf dem Markt zu verkaufen. Endlich müssen sie sich nicht mehr darüber sorgen, ob das wenige Geld ausreicht, um sich und ihre zehnjährige Enkelin ausreichend zu ernähren.

Ein schützendes Dach

Ein geschütztes Zuhause für sich und ihre Kinder, das war Andals größter Wunsch. Heute lebt die fünfköpfige Familie in einer sicheren und trockenen Hütte, die wir dank Spenden sanieren konnten. Andal und ihr Mann konnten ihr Glück kaum fassen, als sie endlich in ihr neues Zuhause einziehen konnten.

Das DIK dankt allen Freunden und Förderern für die Unterstützung im Jahr 2011. Gemeinsam konnten wir Menschen in Not den Weg in ein neues Leben ebnen.

 
 

 01.12.2011, Indien

 
Spendenaktion zu Weihnachten

Den Ärmsten Wünsche erfüllen
 
Ein schwerer Schicksalsschlag kann unser aller Leben ins Wanken bringen. In Deutschland sind wir einigermaßen abgesichert. Fast alle Menschen sind kranken-, renten- und pflegeversichert.
 
Anders ist es in Indien. Dort stürzen Ereignisse wie ein Unfall, Arbeitslosigkeit oder Krankheit oft ganze Familien ins Elend. Denn es gibt keine Sozialversicherung. So müssen die Menschen beispielsweise den Besuch beim Arzt komplett allein bezahlen.
 
Auch die 22-jährige Lathika verlor den Boden unter den Füßen. Ihr geliebter Vater erkrankte schwer und musste ins Krankenhaus. Ihre Mutter sorgte sich sehr um ihn und wusste nicht, wie sie die Arztrechnung bezahlen sollte. Vor lauter Kummer erlitt Lathikas Mutter einen Schlaganfall und kam ebenfalls ins Krankenhaus – eine große emotionale und leider auch finanzielle Belastung für die arme Familie.

Tochter Lathika am Bett der Mutter.
Noch bekommt Lathikas Mutter eine Physiotherapie. Ihr gesundheitlicher Zustand verbessert sich allerdings von Tag zu Tag.

Lathika und ihre Schwester bangten um das Leben ihrer Eltern und wussten nicht, wie sie Geld aufbringen sollen, um den Aufenthalt im Krankenhaus zahlen zu können.
 
Als dann auch noch ihr geliebter Vater starb, sahen die Töchter keinen Ausweg mehr. In der größten Not wandten sie sich verzweifelt an Cherian Kurian, den Leiter des vom DIK geförderten Projektes „Hilfe für Hilflose”. Cherian Kurian stand den traurigen Mädchen mit Trost und finanzieller Unterstützung zur Seite. Denn ohne Geld hätte die Mutter nicht länger behandelt werden können.
 
Mittlerweile kann Lathikas Mutter wieder laufen und sprechen. Lathikas Wunsch – die Gesundheit ihrer Mutter – ging dank Spenden in Erfüllung.
 
Viele andere arme Menschen in Indien leiden große Nöte, die sie ohne Hilfe niemals bewältigen können. Sie wünschen sich existentielle Dinge wie ein schützendes Dach über dem Kopf, eine Arbeit, genug Essen, eine Existenzgrundlage, um ihre Familie zu versorgen, oder eine medizinische Behandlung.
 
Mit unserer diesjährigen Spendenaktion zu Weihnachten wollen wir bitterarmen Menschen mit Unterstützung unserer Freunde und Förderer einen großen Wunsch erfüllen und ihnen in der Not helfen.

 
 

 28.11.2011, Indien

 
Aktion: Lepra überwinden, Isolation verhindern

Wer in Indien an Lepra erkrankt, der leidet nicht nur unter der Krankheit. Die Betroffenen werden isoliert, gemieden und geraten ins Abseits. Sie verlieren ihren Arbeitsplatz und somit ihren Lebensunterhalt, Freunde und Bekannte wenden sich von den Erkrankten ab. Sie und ihre Kinder stehen am Rande der Gesellschaft, nur weil sie an einer Krankheit leiden, die ihnen anzusehen ist. Selbst geheilte Menschen können nicht problemlos in ihr altes Leben zurückkehren.
 
So erging es auch Kali und ihrer Familie. Als die 36-Jährige und ihre ältere Tochter Bibi an der schrecklichen Infektionskrankheit Lepra erkrankten, stand die Familie plötzlich allein da. Niemand wollte mehr etwas mit ihnen zu tun haben. Kali und ihr Mann verloren ihre Arbeit.
 
Ihre Töchter Bibi und Sony mussten die Schule verlassen, weil kein Geld für Schulgebühren, Bücher und Schuluniformen vorhanden war. Von einem auf den anderen Tag hatten die Kinder plötzlich keine Freunde mehr. Niemand wollte mit ihnen spielen. Diese Ausgrenzung schmerzte besonders die Kinder.
 
Seit Gründung des DIK setzen wir uns für Leprakranke und ihre Kinder ein. Neben medizinischer Behandlung begleiten wir die Betroffenen auch auf ihrem Weg zurück ins Leben. Wir helfen Geheilten bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz und finanzieren den Schulbesuch der Kinder. Außerdem klären wir über Lepra auf, um eine Ausgrenzung von Betroffenen zu vermeiden.
 

Früherkennung
Medizinische Behandlung
Aufklärung
Starthilfe zurück ins Leben

Auch Bibi, Sony und ihren Eltern haben wir geholfen. Im Dr. Jaipal Christian Lepra-Zentrum wurden sie kostenlos behandelt. Den Kindern finanzierte das DIK den Schulbesuch. Mittlerweile sind Kali und ihre Tochter Bibi geheilt. Die Eltern gehen wieder arbeiten und können die Familie versorgen.
 
Immer noch warten unzählige Lepra-Patienten und ihre Kinder auf Hilfe. Und die Zahl der Infizierten im indischen Bundesstaat Andra Pradesh nimmt zu. Monatlich werden 679 Lepra-Patienten im Zentrum behandelt.
 
Mit der Aktion „Lepra überwinden, Isolation verhindern“ setzt sich das DIK für Betroffene und ihre Kinder ein. Dank Spenden können wir sie auf dem Weg zurück ins Leben unterstützen.

 
 

 28.09.2011, Auroville

 

Acht Toiletten in einem Dorf bei Auroville dank Spenden errichtet
 
Alle 20 Sekunden stirbt – statistisch betrachtet – ein Kind an einer Krankheit, die durch mangelnde Hygiene und verunreinigtes Wasser verursacht wird. Bessere hygienische Bedingungen und Sanitäranlagen helfen, dies zu vermeiden.
 
Mit Hilfe unserer Freunde und Förderer konnten wir in Tindivanum, einem Dorf bei Auroville, acht Toiletten bauen. In Indien gibt es viel zu wenige Toiletten für viel zu viele Menschen. Vielerorts findet man überhaupt keine sanitären Einrichtungen. Nur etwa ein Drittel aller Inder hat Zugang zu sanitären Anlagen. Und auch in dem Dorf Tindivanum gibt es viel zu wenige Toiletten. Die Menschen müssen ihre Notdurft auf der Straße, dem Feld oder im Gebüsch verrichten.
 
Dies hat schwerwiegende gesundheitliche Folgen. Die Fäkalien fließen ungefiltert in den Boden und verschmutzen das Grundwasser, das in Indien getrunken und für die Zubereitung von Nahrung genutzt wird. Außerdem wird es zur Körperpflege und zum Waschen der Wäsche verwendet.
 
Für uns ist dies unvorstellbar, doch die Menschen um Auroville haben keine andere Möglichkeit und schweben in ständiger Gefahr, denn die Bakterien und Keime, die im Wasser enthalten sind, machen die Ärmsten der Armen krank!
 
Vor allem Säuglinge, Kinder sowie alte und geschwächte Dorfbewohner leiden häufig an hygienebedingten Krankheiten wie beispielsweise Durchfall, Fieber oder Typhus, die für Menschen mit geschwächtem Immunsystem tödlich enden können. Für eine medizinische Behandlung fehlt ihnen jedoch das Geld. Und so sterben an diesen Krankheiten weltweit mehr Kinder als an HIV/Aids.
 
Besonders Mädchen und Frauen leiden unter den fehlenden Toiletten. Sie müssen sich ihr „dringendes Bedürfnis“ oft den ganzen Tag verkneifen, zu groß ist ihre Scham, beim „Toilettengang“ auf dem Feld von einem Nachbarn gesehen zu werden.

Acht Toiletten konnten wir in Tindivanum bereits errichten. Doch fast 2.000 Menschen leben noch immer ohne sanitäre Einrichtungen.
Gesundheitshelfer klären Kinder darüber auf, wie sie sich richtig die Hände waschen und warum Körperpflege so wichtig für die Gesundheit ist.

Auch Sandhya wünscht sich eine Toilette für ihre Familie, die ihren Alltag erleichtern würde. Noch muss sie frühmorgens aufstehen, um im Dunkeln ihr Geschäft zu verrichten, damit sie niemand sieht. Solange es hell ist, geht sie nicht auf die „Toilette“. Die junge Frau leidet oft an Blasenentzündungen und starken Bauchschmerzen.
 
Viele Mädchen verlassen die Schule, weil auch dort oftmals keine sanitären Anlagen vorhanden sind und sie ihre Notdurft nicht vor ihren Klassenkameraden verrichten wollen.
 
Diesen Teufelskreis aus Krankheiten und Scham können nur hygienisch einwandfreie Toiletten durchbrechen. In Tindivanum haben wir bereits acht Toiletten in gemauerten Häuschen gebaut. Doch diese acht „stillen Örtchen“ sind viel zu wenig, denn dort leben 2.000 Menschen.
 
Eine Toilette in einem gemauerten Haus kostet 33.000 Indische Rupien, das sind umgerechnet 500 Euro. Die Dorfbewohner geben soviel dazu, wie sie erübrigen können, dennoch können sie die Summe nicht allein aufbringen.
 
Das DIK plant, mit der Hilfe von Freunden und Förderern 250 weitere Toiletten in Tindivanum zu bauen. Sie können uns dabei helfen!

 
 

 24.08.2011, Tambaram

 

Erdnüsse sind wichtiger Energielieferant für indische Schüler
 
Die Lebensmittelpreise in Indien sind in den vergangenen Monaten dramatisch gestiegen. Die Ärmsten der Armen können sich oft nicht einmal Grundnahrungsmittel wie Reis leisten.
 
Viele Schüler in Indien bekommen nicht genug zu essen, um sich auf den Unterricht zu konzentrieren. Deshalb fördert das DIK eine Essenausgabe für Schüler aus sehr armen Verhältnissen im südindischen Tambaram. Dort werden auch Gerichte mit Erdnüssen zubereitet, die den Schülern sozusagen als „Gehirnnahrung” dienen.
 
In der Essensausgabe bekommen die Schüler gesunde und nahrhafte Mahlzeiten. Auf dem Speiseplan stehen beispielsweise Bohnen und Milch.
 
Für den 16-jährigen Ganesh, der aus einer bitterarmen Familie stammt, ist es oft die einzige Mahlzeit am Tag. Sein Vater ist schwer krank und kann nicht arbeiten. Seine Mutter muss sich um seine drei jüngeren Brüder kümmern und verdient nur gelegentlich etwas Geld, das nicht einmal ausreicht, um die Familie zu ernähren.

Aus frischen Nahrungsmittel wird ein gesundes, vitaminreiches Essen für die Schüler zubereitet.
300 Kinder aus armen Familien bekommen in der Essensausgabe täglich eine gesunde Mahlzeit.

Ganesh ist ein ehrgeiziger Junge mit einem großen Ziel. Er möchte studieren, um später einmal Ingenieur zu werden. Auch seine jüngeren Brüder spornt er immer wieder zum Lernen an – denn er weiß, nur mit Bildung hat er die Chance, der Armut zu entkommen. Die kostenlosen Mahlzeiten geben Ganesh die Kraft dazu.
 
„Ich bewundere Ganesh für seinen Ehrgeiz. Die Armut, die ihm jeden Tag zusetzt, ist ihm nicht anzusehen. Ganesh gehört zu unseren besten Schülern,” berichtet der Schulleiter Herr Arulraj.
 
Jeden Tag vor dem Nachmittagsunterricht essen Ganesh und seine Mitschüler die nahrhafte Mahlzeit, die ihnen neue Energie und wichtige Vitamine gibt. Und das Wichtigste: Die Kinder werden satt. Ein Gefühl, das viele von ihnen bislang nicht kannten. Denn Mangel- und Unterernährung sind in Indien ein großes Problem.
 
Die Essensausgabe bewirkt mit kleinem Aufwand sehr viel: Die Zutaten für eine Mahlzeit kosten nur etwa 25 Cent. Soviel kostet bei uns etwa eine halbe Dose Erdnüsse, die wir zwischendurch naschen. Doch selbst dieser für uns geringe Betrag ist für viele bitterarme Familien in Indien eine Belastung.
 
Um das Essen für die Schüler zu finanzieren, sind wir auf die Hilfe von Förderern angewiesen.
 
Unsere Hilfe kommt an: Dank aus Indien
 
Einen dankbaren Brief schrieb Herr Arulraj, der Schulleiter der St. Joseph's Higher Secondary School, an das DIK. Viele seiner Schüler essen täglich in der Essensausgabe in Tambaram. Hier die Übersetzung des Briefes:

„Liebe Frau Helga Tucker,
 
ich bin sehr glücklich, Sie darüber informieren zu können, dass alle 109 Schüler der Abschlussklassen der St. Jospeh's Higher Secondary School die abschließenden Prüfungen bestanden haben. Es ist das erste Mal, dass alle Schüler dieses Ziel erreicht haben.
 
Ich bin mir sicher, dass Ihre Hilfsorganisation durch die Bereitstellung von kostenlosem, nahrhaftem Essen dabei geholfen hat. Unsere Schüler aus sehr armen Verhältnissen, die den zusätzlichen Unterricht besuchen, konnten dank des Essens die Schule erfolgreich abschließen.
 
Im Namen der St. Joseph's Schule möchte ich Ihnen für Ihre großzügige Unterstützung der armen Schüler danken.”

 
 

 17.06.2011, Chennai

 
Sahodari Frauenhaus: Hilfe bei familiärer Not
 
Wenn sich Ehepaare trennen, sind die Leidtragenden meist die Kinder. So ist es in Deutschland – und auch in Indien ist es nicht anders.
 
In dem vom Deutsch-Indischen Kinderhilfswerk geförderten Sahodari Frauenhaus werden Familien mit Problemen beraten und erhalten professionelle und psychologische Hilfe in schwierigen Lebenssituationen.

Malati stand vor einer vermeintlich ausweglosen Situation: Ihr Mann ist Alkoholiker und arbeitslos. Wenn ihn die Wut überkam, spürte dies seine Familie. Er schlug Malati und seine Kinder.
 
Der 33-Jährigen fehlte der Mut, ihren gewalttätigen Mann zu verlassen. Erst nach einem Gespräch mit einer Familienberaterin schöpfte sie neue Hoffnung und zog mit ihren Kindern aus dem gemeinsamen Haus. Im Frauenhaus erhielt Malati Zuspruch und Hilfe: Heute arbeitet sie als Näherin und kann ihre Kinder eigenständig versorgen.

Besonders Frauen und ihre Kinder, die Opfer seelischer und körperlicher Gewalt wurden, nutzen die soziale Einrichtung. Viele Frauen in Indien sind leider immer noch von ihren Männern abhängig, hilfsbedürftig und auf Unterstützung angewiesen. Die Beraterinnen stärken das Selbstvertrauen der Frauen, begleiten sie in ein neues, unabhängiges Leben und leisten, wenn nötig, Rechtsbeistand. Die Mitarbeiter unterstützen sie bei der Suche nach einem Arbeitsplatz und einer Unterkunft.
 
Das Ziel des Frauenhauses ist es, Familien zu erhalten. So werden Probleme in Beratungsgesprächen gelöst und Ehepaare wieder zusammengeführt. Kindern soll ihr Elternhaus erhalten bleiben, damit sie kindgerecht und mit beiden Elternteilen aufwachsen können.

Shakti wurde von ihrem Mann betrogen. Sie verließ mit ihren drei Kindern das gemeinsame Haus und fand Schutz im Sahodari Frauenhaus.
 
Eine Paartherapie führte Shakti und ihren Mann wieder zueinander. Sie versöhnten sich aus Liebe und zum Wohl ihrer gemeinsamen Kinder. Heute lebt die fünfköpfige Familie wieder vereint in der Nähe von Chennai. Die Kinder können nun mit beiden Elternteilen aufwachsen.

Das Frauenhaus hilft auch Kindern, die ohne finanzielle Förderung nicht zur Schule gehen könnten, weil ihre Mütter die Bücher und eine Schuluniform nicht bezahlen können.
 
Um die Familienhilfe des Frauenhauses zu unterstützen, sind wir auf Spenden angewiesen.

 
 

 27.05.2011, Odisha

 
Dank einer kostenlosen Operation kann Rabi wieder sehen

Arbeit der Außenteams: Die Außenteams untersuchen Menschen in abgelegenen Dörfern. Bei Verdacht auf eine Beeinträchtigung oder Erkrankung der Augen verweisen sie die Patienten in die Klinik.
Aufklärung: Lehrer und andere Dorfbewohner werden über Augenerkrankungen und deren Merkmale aufgeklärt. Sie sollen lernen, Beeinträchtigungen frühzeitig zu erkennen.
Transport in die Klinik: Viele Patienten können sich die Fahrt in das Krankenhaus nicht leisten. Ein Bus der Augenklinik holt die Menschen aus ihren Dörfern ab und bringt sie nach der Behandlung zurück.
Behandlung oder Operation: Jeder Patient erhält in der Kalinga Augenklinik die optimale Versorgung. Mittellose Patientenwerden dank Spenden kostenlos behandelt, operiert oder bekommen eine Brille.

Für die meisten Menschen in Deutschland ist es unvorstellbar, bei einer schweren Erkrankung oder körperlichen Einschränkung nicht zum Arzt gehen zu können. Für die Ärmsten der Armen in Indien ist dies leider traurige Realität. Denn eine medizinische Behandlung ist für sie unerschwinglich.
 
Dabei kostet beispielsweise eine Augenoperation eines Kindes, die es vor einem Leben in Dunkelheit bewahrt, nur 30 Euro. Doch diese Summe ist für die meisten Menschen im indischen Bundesstaat Odisha, in dem 80 Prozent der ländlichen Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze und von weniger als einem Euro am Tag leben, unbezahlbar.
 
Oft bleibt eine Beeinträchtigung der Augen auch lange unentdeckt, wie bei Rabi, einem Jungen aus einem Dorf in Odisha. Erst als der Achtjährige mit schweren Knieverletzungen, Prellungen und blauen Flecken am ganzen Körper von seinen Eltern ins Krankenhaus gebracht wurde, erzählte er seinem Vater, dass er kaum noch etwas sieht.
 
Er war beim Spielen gestürzt und hatte sich schwer verletzt, weil er schon fast erblindet war. Im Krankenhaus erfuhren die Eltern, warum Rabi vor wenigen Monaten die Schule abgebrochen hatte. Er sah nicht mehr, was an der Tafel stand und hatte Angst, dass seine Lehrerin ihn zum Vorlesen aufruft.
 
Dabei hatte Rabi einen großen Traum: Er wollte später einmal Mechaniker werden, um seine bitterarmen Eltern finanziell zu unterstützen. Doch als sein Augenlicht von Tag zu Tag schwand, platzte sein Zukunftswunsch.
 
Ihn plagten Kopfschmerzen und Schwindel, doch der Junge ertrug dies alles, weil er seine Eltern nicht belasten wollte. Jeden Abend hoffte er, dass er eines Tages aufwachen und wieder sehen könnte. Er wusste, dass seine Eltern die ärztliche Behandlung niemals bezahlen könnten, ohne sich zu verschulden.
 
Heute geht Rabi wieder zur Schule. Er ist überglücklich, weil er die Welt um sich herum wieder sieht. In der vom DIK geförderten Kalinga Augenklinik wurde Rabi kostenlos operiert.
 
Seit vielen Jahren fördert das DIK die Kalinga Augenklinik, die schon vielen armen Kindern und Erwachsenen ihr Augenlicht zurückgegeben hat. Ohne diese Einrichtung hätten die Menschen keinen Zugang zu einer augenärztlichen Versorgung, da es in den ländlichen Regionen kaum Ärzte und Kliniken gibt. Die Ärmsten der Armen, für die eine reguläre, kostenpflichtige Behandlung unerschwinglich ist, erhalten dort je nach Bedarf eine kostenfreie Behandlung, Operation oder Sehhilfe.
 
In Indien erkranken jedes Jahr mehr Menschen an Augenkrankheiten. Allein im Bundesstaat Odisha erblinden jährlich schätzungsweise 102.800 Menschen, über die Hälfte von ihnen durch den grauen Star. Nur ein Viertel der Erkrankten wird behandelt. Dabei könnte das Augenlicht vieler Patienten bei rechtzeitiger Behandlung gerettet werden.
 
Momentan warten 46 Kinder auf eine Operation, die sie vor der ewigen Dunkelheit bewahrt. Spenden von Freunden und Förderern helfen, das Augenlicht der Kinder zu retten.

 
 

 28.03.2011, Indien

 
Dieser Arbeiter stellt T-Shirts her. Er verdient 2 Euro am Tag!
 
Förderer des DIK fragen oft, warum die Menschen in Indien trotz des enormen wirtschaftlichen Wachstums immer noch unsere Hilfe benötigen. Wussten Sie, dass auch heute noch 300 Millionen Inder von weniger als einem Euro am Tag leben müssen? Darunter sind unzählige Kinder. Der wirtschaftliche Aufschwung hat seine Schattenseiten. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer.
 
Rahul, ein ungelernter Textilarbeiter, ist ein Opfer des indischen Wirtschaftswachstums. Vor vier Jahren kam er voller Zuversicht in die südindische Stadt Tirupur. Er hoffte, dort genug zu verdienen, um seine Kinder zur Schule schicken und ihnen ein besseres Leben ermöglichen zu können.
 
Doch es kam anders. Obwohl er täglich zwölf und mehr Stunden am Tag schuftet, kann er seine Familie nicht ausreichend versorgen. Er arbeitet in einer Textilfabrik für einen Hungerlohn, der kaum zum Überleben reicht. Von den 2 Euro, die er täglich verdient, kann er nicht einmal eine Wohnung bezahlen. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in einer aus Lumpen erbauten Hütte in der Nähe der Fabrik.
 
Trotz Arbeit völlig verarmt – Hungerlöhne reichen für den Lebensunterhalt nicht aus.
 
Zu hohe Mieten – Menschen müssen in Zelten oder Hütten aus Müll und Resten leben.
 
Oft reicht sein geringes Einkommen nicht einmal für genügend Essen. Denn Lebensmittel sind in der rasant wachsenden Stadt Tirupur sehr viel teurer als auf dem Land. So kostet beispielsweise ein Netz Zwiebeln 2 Euro. So viel wie ein ganzer Tageslohn!
 
Außerdem hat Rahul hohe Schulden. Vor zwei Jahren erkrankte seine Tochter, sie musste ins Krankenhaus. Da es in Indien keine Krankenversicherung gibt, musste Rahul einen Kredit mit sehr hohen Zinsen bei einem Geldverleiher aufnehmen. Die Schulden wird der Familienvater niemals zurückzahlen können. Rahul ist vollkommen verzweifelt.
 
Viele seiner Kollegen in der Fabrik erlitten ein ähnliches Schicksal. Einige sahen keinen Ausweg mehr – sie begingen Selbstmord. Von Januar bis Juni 2010 nahmen sich 350 Textilarbeiter in Tirupur das Leben. Die meisten waren gerade einmal zwischen 20 und 40 Jahre alt. Sie wurden zu Opfern des rasanten wirtschaftlichen Aufschwungs, von dem Menschen am Rande der Gesellschaft wie Rahul nicht profitieren.
 
Auch wenn die Medien immer wieder von indischen Computer-Spezialisten, wachsender Industrie und steigenden Exporten berichten, herrscht in weiten Teilen Indiens unvorstellbares Elend. Wir dürfen die Opfer des Wirtschaftswachstums – Menschen wie den Textilarbeiter Rahul – nicht vergessen.
 
Das DIK setzt sich seit fast 38 Jahren für die Ärmsten der Armen ein. Wir helfen in Not geratenen Menschen, ermöglichen Kindern den Schulbesuch und sichern die medizinische Versorgung mittelloser Inder. Um die Projekte gegen Armut zu unterstützen, benötigen wir finanzielle Hilfe von Förderern.

 
 

 01.03.2011, Auroville

 

Lata, fünf Jahre alt
Erfolgreiche Arbeit dank Unterstützern
 
Im Jahr 2010 konnte das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk dank der Unterstützung von Freunden und Förderern sein Engagement für arme, benachteiligte und kranke Menschen in Indien erfolgreich fortsetzen.
 
So konnte das Gesundheitszentrum in Auroville beispielsweise große Erfolge bei der Behandlung von Menschen verzeichnen, die an Anämie (Blutarmut) leiden. Dank dem Kind-zu-Kind-Programm, bei dem Kinder sich gegenseitig untersuchen und dabei lernen, Krankheitssymptome frühzeitig zu erkennen, konnte die Anzahl der an Blutarmut erkrankten Kinder gesenkt werden.
 
Dieses Programm funktioniert ganz einfach und ist sehr effektiv: Die Kinder erlangen Wissen für das ganze Leben, das sie später an ihre eigenen Kinder weitergeben. Das Kind-zu-Kind-Programm kostet sehr wenig, ist aber sehr erfolgreich. Mit einfachsten Mitteln werden so Krankheiten rechtzeitig erkannt und in einem frühen Stadium behandelt, bevor sie bleibende Schäden hinterlassen.
 
Eines der Kinder, denen die Hilfe des DIK zugute kam, ist die kleine Lata. Sie stammt aus einer sehr armen Familie, die oft nicht genug zu essen hat. Bei der Untersuchung stellte sich schnell heraus, dass Lata an Anämie leidet.
 
Bei Reihenuntersuchungen in Schulen werden die Kinder auch auf Blutarmut getestet. Diese Krankheit ist in Indien weit verbreitet und betrifft vor allem mangel- und unterernährte Menschen aus bitterarmen Verhältnissen. Sie können gesunde Lebensmittel und eine ausreichende medizinische Versorgung oftmals nicht bezahlen.
 

 
Die Gesundheitshelferinnen behandelten Lata, sie musste Eisenpräparate einnehmen. Dieses einfache, aber effektive System der Früherkennung hat geholfen, schlimmere Folgeerkrankungen zu vermeiden und Lata zu heilen. Neben der Behandlung und Diagnose der Patienten klären die Gesundheitshelferinnen die Menschen in Schulungen über die häufigsten Krankheiten und notwendige Hygiene auf, um Erkrankungen wie Blutarmut zu vermeiden.
 
Die wertvolle Hilfe der treuen Freunde und Förderer des DIK hat diese erfolgreiche Arbeit des Gesundheitszentrums erst möglich gemacht. Vielen Dank! Um Programme wie diese weiterhin zu fördern, brauchen wir Unterstützung in Form von Spenden.

 
 

 29.11.2010, Indien

 
Das DIK und die Projektpartner bedanken sich herzlich
 
Das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk hat Post von den Projektpartnern aus Indien erhalten. Sie bedanken sich herzlich für die geleistete Hilfe im vergangenen Jahr.
 
Doch der Dank gebührt vor allem den Freunden und Förderern des DIK. Ohne deren großherzige Unterstützung wäre der Einsatz für die Ärmsten der Armen in Indien nicht möglich! Sie haben dafür gesorgt, dass wir Kindern eine bessere Zukunft schenken können.

Dr. Reuben Prakash Jackayy, der leitende Arzt des Holdworth Memorial Hospitals in Mysore, schrieb uns:
„Wir danken Ihnen für all die Unterstützung in den letzten Jahren. Wir sind ein christliches Krankenhaus, das seit 104 Jahren Arme und Notleidende versorgt. Ihre großherzige Hilfe hat dies ermöglicht. Danke nochmals für Ihre Unterstützung. Wir hoffen, dass Sie uns auch in den kommenden Jahren zur Seite stehen. Gott segne Sie.”
 
Vom St. Luke's Leprosorium erhielten wir diese Zeilen:
„Liebe Freunde und Förderer des DIK, Grüße aus dem St. Luke’s Leprosorium in Peikulam in Indien. Wir sind dem DIK immer dankbar für die für unsere Lepra-Patienten und ihre Kinder geleistete Hilfe. Das DIK hat uns ein Gebäude (Mercy Home) mit sanitären Anlagen sowie Betten und Bettzeug für das Heim geschenkt. Auch der Ausbau des Jungen- und Mädchenheims und der Kauf eines Kleinbusses wurden vom DIK finanziell unterstützt. Das Dach des Jungenheims konnte erneuert werden. Das DIK zahlte den dafür benötigten Zementbeton. Diese Gaben drücken die Aufopferung des DIK für unsere Einrichtung aus.”
 

Angelika Ehrle, DEEPAM Auroville, schickte uns den Brief rechts:
„Liebe Spender des DIK, dank Ihrer Spenden konnten wir bei Deepam in diesem Jahr wieder zahlreichen Kindern und Jugendlichen helfen, die von Behinderung betroffen sind. …”

Liebe Spender des DIK, dank Ihrer Spenden konnten wir bei Deepam in diesem Jahr wieder zahlreichen Kindern und Jugendlichen helfen, die von Behinderung betroffen sind. Unsere Kinder und Mitarbeiter wollen sich für Ihre Zuwendung bedanken und möchten Ihnen von Südindien aus ein schönes Weihnachtsfest und ein Gutes Neues Jahr wünschen.

Prema Victor, Leiterin des Projekts „Essen für Schüler” in Tambaram schrieb folgende Grüße:
„Liebe Spender, im Namen der Schüler der St. Joseph’s Higher Secondary School wünsche ich Ihnen frohe Feiertage und danke Ihnen sehr für Ihre Hilfe. Wir hoffen, dass wir mit Ihrer Unterstützung auch weiterhin unseren Beitrag für benachteiligte Menschen in der Gesellschaft leisten können.”
 
Dr Jaipal F. Christian, der Leiter der Lepra-Hilfe in Hyderabad schrieb folgenden Brief:
„In tiefer Erkenntlichkeit und Würdigung danke ich unseren Freunden und Spendern für ihre freundliche Unterstützung und Spenden über all die Jahre. Ihre Spenden haben geholfen, das Leben derjenigen, denen Ihre Hilfe zugute kam, über unsere Erwartungen hinaus zu verändern. Man kann nicht darüber hinwegsehen, dass Ihre unbeschränkte, unterstützende Großzügigkeit all das erst möglich gemacht hat. Bleiben Sie wie Sie sind und kümmern Sie sich weiter mit Gottes Werten um die Unglücklichen, die Menschen am Rande der Gesellschaft und die Unterdrückten. Frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr.”

Liebe Freunde des DIK Das Palmyra Zentrum in Auroville/Südindien wird nunmehr seit 15 Jahren von dem DIK für seine Arbeit im Schul- und Sportbereich als auch im Gesundheitswesen und für die Entwicklung und Erhaltung von Frauengruppen unterstützt. Diese, Ihre Unterstützung hat einen direkten positiven und anhaltenden Einfluss auf das tägliche Leben von ca. 5000 Kindern und Frauen. An ihrer Stelle wünschen wir allen Spendern ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr 2011.Jürgen Pütz, der Projektleiter für Dorfentwicklung in Auroville, hat den Brief links verfasst:
Liebe Freunde des DIK
Das Palmyra Zentrum in Auroville/Südindien wird nunmehr seit 15 Jahren von dem DIK für seine Arbeit im Schul- und Sportbereich als auch im Gesundheitswesen und für die Entwicklung und Erhaltung von Frauengruppen unterstützt. …

 
Aus der Kalinga Augenklinik in Orissa bekamen wir dieses Schreiben:
„Wir sind dem DIK dankbar für die großzügige Unterstützung bei der Wiederherstellung der Sehfähigkeit von armen, blinden Menschen.
Danke, dass Sie mir geholfen haben, wieder zu sehen und meine Familie selbstständig versorgen zu können.
Meine Tochter wurde blind geboren. Dank Ihrer Unterstützung kann sie endlich sehen und hat ein besseres Leben.
Diese ergreifenden Worte stammen von Menschen, denen die Hilfe des DIK für die Kalinga Augenklinik 2010 zugute kam. Wir übermitteln unsere Dankbarkeit für die jahrelange Unterstützung. Sie haben dabei geholfen, den Menschen ihr Augenlicht zurückzugeben. Dank Ihrer Hilfe haben wir aber auch Licht in ihr Leben und ihre Existenz gebracht.”

 
Cherian Kurian, der Leiter des Projektes „Help for the Helpless” (Hilfe für Hilflose) sendete eine Grußkarte aus Chennai:
„Liebe Freunde, Weihnachtsgrüße aus Chennai in Indien. Hilfe für Hilflose dankt Ihnen für Ihre kontinuierliche Hilfe für die Armen und Notleidenden, vor allem Kinder und Frauen.”
 
Einen herzlichen Brief bekamen wir von Vijaya Shanthi, einem Schüler, der im „Unity Home”, einem Kinderheim in Tirunelveli, lebt:
„Als ungebildete Kinder von Müllmännern empfanden wir unser Leben als trist und wurden von der Gesellschaft wie Menschen dritter Klasse behandelt. Seit wir in dem Kinderheim (Unity Home) aufgenommen wurden, das vom DIK und gutherzigen Spendern unterstützt wird, werden wir von anderen würdevoll behandelt. Das haben wir der Bildung und Ausbildung zu verdanken, die wir dort erhalten. Wir sind glücklich, dass wir nun einer leuchtenden Zukunft entgegengehen. Danke an alle selbstlosen Gönner.”

Auch das DIK dankt allen Förderern von ganzem Herzen für die wertvolle Hilfe in der Vergangenheit. Damit wir die Projekte in Indien auch in Zukunft unterstützen können, sind wir auf Förderer angewiesen.

 
 

 04.11.2010, Chennai

 

 
Wie eine Ziege das Leben eines Menschen in Not zum Besseren wenden kann
 
In Indien kann ein Schicksalsschlag wie eine Krankheit oder ein zerstörtes Haus oft ganze Familien ins Elend stürzen. Es gibt keine staatliche Absicherung wie eine Kranken-versicherung, die den Menschen in solchen Notsituationen hilft.
 
Unser Partnerprojekt „Hilfe für Hilflose” („Help for the Helpless”) unterstützt zusammen mit dem DIK unverschuldet in Not geratene Menschen mit vermeintlich kleinen Dingen.
 
Sie erhalten beispielsweise ein paar Ziegen. Diese kleine Starthilfe ermöglicht ihnen, die Tiere zu züchten und die Nachkommen zu verkaufen. So sichert die Zucht von Ziegen das Einkommen ganzer Familien über mehrere Jahre und hilft ihnen aus der Notsituation.
 
Dorai arbeitet wieder als Schneider. Er ist stolz darauf, dass er sich und seine Frau selbst versorgen kann.
 
Clara verletzte sich beim Bau einer Hütte. Geld für einen Arzt hatte sie nicht. Ihr wurde geholfen, die Kosten für die Behandlung wurden übernommen.
 
Auch der leprakranke Dorai geriet unverschuldet in Not. Jahrelang arbeitete er trotz schwerer Krankheit und Verstümmelungen an den Füßen in seinem Heimatdorf Chenglepet als Schneider. Er verdiente gerade genug, um die Medikamente für sich und seine ebenfalls an Lepra erkrankte Frau zu bezahlen.
 
Doch dann ging die Nähmaschine, seine Existenzgrundlage, kaputt. Dorai und seiner Frau drohte bittere Armut, denn Leprakranke finden nur selten Arbeit und müssen oft betteln, um zu überleben. Dieses Schicksal wollte Dorai nicht einfach hinnehmen. Verzweifelt bat er Dr. Cherian Kurian, den Projektleiter von „Hilfe für Hilflose” um Unterstützung.
 
So bekam Dorai als Hilfe zur Selbsthilfe eine neue Nähmaschine, die er trotz seiner verstümmelten Füße bedienen kann. Er arbeitet wieder als Schneider und verdient genug, um sich und seine Frau zu versorgen.
 
Kleine Starthilfen wie Ziegen oder eine Nähmaschine sichern den Lebensunterhalt. Das Projekt „Hilfe für Hilflose” unterstützt Notleidende auch, wenn beispielsweise Kosten für eine Operation anfallen.
 
Dank Spenden konnten wir schon vielen Menschen in Not helfen. Dennoch benötigen viele weitere dringend unsere Hilfe! Um ihnen eine kleine Starthilfe zu geben, sind wir auf die Unterstützung von Freunden und Förderern angewiesen.

 
 

 05.10.2010, Hyderabad

 

 
Vorsorge: Hautveränderungen sind die ersten Anzeichen von Lepra. Je früher Lepra erkannt und behandelt wird, desto besser verläuft die Heilung!
 
Früherkennung: Selbst für Ärzte und Gesundheitshelfer ist Lepra oft nicht sofort ersichtlich, deshalb sind regelmäßige gründliche Untersuchungen nötig.
 
Behandlung: Lepra kann zu schlimmen Wunden und Entzündungen führen, die mit Salben, Verbänden und Medikamenten behandelt werden müssen.
 
Heilung: Mit nur 50 Euro können wir bereits alle wichtigen Medikamente kaufen, um Menschen wie Shanti völlig von Lepra zu heilen.
 
Lepra: Vorsorge erspart Kindern Schmerzen, Entstellungen und Isolation!
 
Ich erinnere mich noch genau an die Zeit, als unser Hilfswerk die ersten Projekte unterstützte. Fünf Jahre nach der Gründung des DIK begannen wir, ein Projekt in der Nähe von Hyderabad zu unterstützen, das den Ärmsten der Armen hilft: Die Dr. Jaipal Christian Lepra-Hilfe.
 
32 Jahre sind seitdem vergangen und schon lange ist die Lepra-Hilfe zu unserem wichtigsten und größten Projekt geworden. Dank der Unterstützung unserer Förderer konnte das DIK zur Heilung tausender erkrankter Menschen beitragen.
 
Der Einsatz gegen die Lepra trägt inzwischen Früchte. In weiten Teilen Indiens ist die Zahl der Infektionen stark rückläufig. Dennoch ist diese furchterregende Krankheit noch längst nicht besiegt. Noch immer verursacht sie nicht nur körperliche Qualen, sondern stürzt auch unzählige Menschen in die Isolation.
 
Am meisten geht es mir zu Herzen, wenn Kinder oder Jugendliche an Lepra erkranken, so wie Shanti. Die 15-jährige Shanti kam vor etwa drei Jahren in das Zentrum. Das Mädchen war verzweifelt, erschöpft, hatte kaum noch Lebensmut. Shantis Vater, ein einfacher Hilfsarbeiter, war gerade an einem Hirnschlag verstorben. Ihre Mutter wusste nicht, wie sie ihre vier Kinder versorgen sollte. Die Not war bereits groß, als sie bei Shanti weiße Flecken am Hals und am Körper entdeckte.
 
Die Flecken vermehrten sich rasch und waren bald für jeden sichtbar. Shanti wurde verspottet und von anderen Kindern gemieden. Sie fühlte sich wie eine Aussätzige. Shantis Mutter ahnte, dass sich ihre Tochter mit Lepra angesteckt hatte – und befürchtete, dass sich die Geschwister ebenfalls anstecken.
 
Zwar reichen 50 Euro aus, um alle notwendigen Arzneien zu kaufen, aber für arme indische Familien ist das eine unvorstellbar hohe Summe. Rechtzeitig, bevor die Lepra den Körper weiter zeichnete, brachte Shantis Mutter ihre Tochter in das Dr. Jaipal Christian Lepra-Zentrum.
 
Shanti hatte Glück! Sie wurde von der Lepra geheilt, nichts deutet mehr auf die Krankheit hin! Durch die schnelle Behandlung blieben ihr grausame Verstümmelungen und Entstellungen erspart, die viele Lepra-Kranke ein Leben lang zeichnen und sie zu Ausgestoßenen machen.
 
Die Ärzte und Gesundheitshelfer der Dr. Jaipal Christian Lepra-Hilfe haben dem Mädchen nicht nur ihre Gesundheit zurückgegeben, sondern auch neues Selbstvertrauen und Lebensfreude geschenkt. Sie kann wieder zur Schule gehen und träumt davon, später selbst als Ärztin oder Gesundheitshelferin Kranken zu helfen.
 
Früherkennung und eine rechtzeitige medizinische Versorgung sind bei der Behandlung von Lepra sehr wichtig und ersparen den Patienten viel Leid. Aber viele arme Menschen in Indien können sich keine medizinische Versorgung leisten.
 
Um den Lepra-Kranken zu helfen, sind wir auf die Hilfe von Förderern angewiesen.

 
 

 25.08.2010, Orissa

 
Blindheit: Das Schicksal der Armen
 
Jede Minute erblindet ein Kind auf dieser Welt. 90 Prozent aller blinden Menschen weltweit leben in unterentwickelten Ländern. Allein in Indien leben etwa 12 Millionen Blinde sowie 52 Millionen Menschen, deren Sehfähigkeit beeinträchtigt ist.
 
Blindheit trifft vor allem Menschen, die in Armut leben und sich eine medizinische Versorgung nicht leisten können. Aber auch die Bevölkerung in ländlichen Regionen, wo es keine oder nur eine unzureichende medizinische Versorgung gibt, ist betroffen.
 
Dabei sind 80 Prozent der Erblindungen durch Früherkennung, rechtzeitige Behandlung und durch operative Eingriffe vermeidbar. Krankheiten wie der Graue Star sind mit einfachen Mitteln heilbar. Mit Hilfe von kostenlosen Operationen und Behandlungen sowie dem Ausbau der gesundheitlichen Versorgung können wir das Augenlicht unzähliger Menschen in Indien retten.
 
Auch die siebenjährigen Rupali aus dem Dorf Olanda im Nordosten Indiens drohte zu erblinden. Als das Mädchen drei Jahre alt war, entdeckte ihr Vater eine Trübung in ihrem linken Auge. Verzweifelt suchte der Vater Hilfe in einem naheliegenden Krankenhaus. Die Ärzte diagnostizierten Grauen Star, doch die Klinik war für die Operation nicht ausgestattet. Für die Fahrt in eine größere Klinik hatte er jedoch kein Geld.
 
Wenige Monate später trübte sich auch Rupalis rechtes Auge. Sie arrangierte sich so gut es ging mit dem schwindenden Augenlicht und konnte vieles nur noch schemenhaft erkennen.
 
Vor der Operation untersuchten die Ärzte der Klinik Rupalis Augen.
Rupali wurde operiert und vor dem Erblinden gerettet.
 
Rupali wünschte sich nichts sehnlicher, als zur Schule zu gehen wie ihre Freunde, obwohl sie kaum noch etwas sehen konnte. Als sie endlich zur Schule kam, hatte sie große Probleme: Sie konnte die Buchstaben an der Tafel nicht erkennen – alles war verschwommen.
 
Von Tag zu Tag schwand ihre Sehkraft. Der Schleier vor ihren Augen wurde immer stärker. Eines Tages schimpfte die Lehrerin, weil Rupali nicht vorlesen konnte, was an der Tafel stand. Da bemerkte die Frau, dass Rupali dringend Hilfe braucht.
 
Rupali drohte ein Leben in Dunkelheit. Hätte sie ihr Augenlicht verloren, wäre ihr ein schreckliches Schicksal widerfahren. Blinde Menschen in Indien sind meist vollkommen auf sich allein gestellt. Sie erhalten keine staatliche Unterstützung oder Hilfe.
 
Viele Blinde leben in bitterer Armut: Sie haben oft keine Arbeit und überleben nur durch Betteln oder die Unterstützung anderer. Doch dieses Schicksal blieb Rupali erspart.
 
Ärzte der vom DIK unterstützten Kalinga Augenklinik entdeckten das Mädchen bei einer Reihenuntersuchung. Sie versprachen, Rupali kostenlos zu behandeln. Sie und ihr Vater schöpften neue Hoffnung. Wenige Tage später wurde das erblindende Mädchen operiert und ihr Augenlicht gerettet.
 
Die Ärzte der Kalinga Augenklinik behandeln die Ärmsten der Armen kostenlos. Sie erhalten Medikamente, Sehhilfen und falls nötig, werden sie operiert. Bei Informationsveranstaltungen erfahren die Menschen, was sie tun können, um eine Erkrankung der Augen zu vermeiden.
 
Augenkrankheiten wie der Graue Star sind mit einem einfachen medizinischen Eingriff heilbar. Viele Menschen können jedoch die Kosten, die je nach Aufwand zwischen 30 und 125 Euro liegen, nicht aufbringen.
 
Gern würden wir weitere Kinder wie Rupali vor dem Erblinden bewahren. Doch dafür brauchen wir Unterstützung von Freunden und Förderern.

 
 

 01.07.2010, Auroville

 
Die wertvolle Arbeit der Gesundheitshelfer in Auroville
 
Dieser Junge braucht dringend unsere Hilfe!
 
Mittlerweile kann Periyasamy nicht einmal mehr das Haus verlassen.
 
Viele Menschen in den abgelegenen Dörfern Indiens besuchen keinen Arzt, weil sie kein Geld für die Behandlung oder nicht die Kraft für den Weg zur nächsten Krankenstation haben. Sie werden von ambulanten Pflegerinnen und Pflegern aufgesucht und behandelt.
 
Die Helfer werden im Gesundheitszentrum in Auroville gezielt dafür ausgebildet, Kranke ausfindig zu machen und zu versorgen, Schwangere zu betreuen und auf die Geburt vorzubereiten sowie Schwerkranke in das Krankenhaus einzuweisen.
 
Die Gesundheitshelfer arbeiten meist in ihrem Heimatort, wo die Bewohner ihnen vertrauen. Sie machen Hausbesuche, wechseln Verbände und versorgen Wunden. Sie verteilen Medikamente sowie Vitaminpräparate und stehen den Kranken bei. Manchmal entdecken die Gesundheitshelfer einen Menschen in Not, der dringend Hilfe braucht, so wie den körperlich behinderten Periyasamy.
 
Periyasamy leidet am Arnold Chiari-Syndrom mit Meningomyelozele, einer Fehlbildung bei der Teile des Rückenmarks frei an der Körperoberfläche liegen. Der Junge hat eine große Beule am Rücken, sein Rückenmark ist stark geschädigt.
 
Jede Bewegung ist für Periyasamy eine Qual. Er spürt seine Beine nicht, da seine Nerven geschädigt sind. Nur mit Mühe kann er sich hinsetzen. Der Junge hat keine Kontrolle über seine Blase und seinen Darm, was für den 11-Jährigen besonders schlimm ist.
 
Bis vor Kurzem besuchte er noch die Dorfschule. Doch sein Zustand hat sich verschlechtert. Er kann nicht einmal mehr im Rollstuhl sitzen. Früher war Periyasamy trotz seiner Behinderung glücklich. Er lernte gerne und hatte Spaß mit seinen Mitschülern, die ihn so akzeptierten wie er ist. Nun kann er das Haus nicht mehr verlassen. Von Tag zu Tag kann er sich weniger bewegen. Wenn Periyasamy keine Hilfe bekommt, kann seine Krankheit zur Querschnittslähmung führen, die ihn ans Bett fesseln würde.
 
Eine Gesundheitshelferin fand den Jungen und schickte ihn zu Dr. Shano, einer Ärztin des Gesundheitszentrums. Sie überwies ihn zu Dr. G. Rajaraman, einem Spezialisten in Chennai. In ihn setzen Periyasamy und seine Eltern große Hoffnung. Da die Familie zu arm ist, um die etwa 8000 Euro für den chirurgischen Eingriff aufzubringen, ist der Arzt bereit, den Jungen kostenlos zu operieren.
 
Doch auch nach der Operation braucht Periyasamy Hilfe. Er benötigt eine einjährige Physiotherapie und Medikamente, um sich wieder bewegen zu können. Um dem Jungen dies zu ermöglichen, sind wir auf die Unterstützung von Förderern angewiesen.

 
 

 18.06.2010, Orissa

 


Dank des Engagements anderer Kinder besucht Sima die Schule
Kinder engagieren sich für benachteiligte Kinder
 
Die soziale Einrichtung Peoples’s Cultural Centre (PECUC) setzt sich im Bundesstaat Orissa für den Schutz von Kinderrechten, für Bildung und gegen Kinderarbeit ein. Was diese Projekte auszeichnet ist, dass hier ein besonderer Gedanke im Vordergrund steht: Kinder engagieren sich für ihre Altersgenossen und für die Umwelt.
 
So wie in den 20 Kinderzentren namens „Sisu Sabha”. Dort werden benachteiligte Kinder unterrichtet und lernen beispielsweise, wie sie ihre Umwelt aktiv schützen und erhalten können. Sie reinigen Teiche oder errichten Zäune, um Tiere vom Trinkwasser fernzuhalten. Vor allem aber setzen sich die Mädchen und Jungen für andere Kinder ein, denen es nicht so gut geht.
 
Wie beispielsweise für Sima, die bislang keine Chance auf eine bessere Zukunft hatte. Jeden Tag musste die 9-Jährige mit ihrem blinden Vater betteln, um etwas zum Essen kaufen zu können.
 
Wenn Sima sah, wie die anderen Kinder in ihrem Heimatdorf Baunsadiha zur Schule gingen, wurde sie traurig. Eines Tages wurde Sima von einem Mädchen gefragt, ob sie mit zum Kinderzentrum kommen wolle, wo sie gemeinsam schreiben üben könnten. Sima schämte sich, weil sie weder einen Stift noch Schreibpapier besaß und lehnte ab.
 
Wenige Tage später kamen freiwillige Helfer des Kinderzentrums in das Elternhaus von Sima. Sie wollten ihren Vater davon überzeugen, seine Tochter in das Zentrum für benachteiligte Kinder und zur Schule zu schicken. „Wie soll ich den Schulbesuch bezahlen, wenn ich nicht einmal genug Geld habe, um meine Familie zu ernähren”, antwortete er.
 
Im Zentrum besprechen die Kinder, was sie für ihre Umwelt tun können.
Sima fühlt sich im Kinderzentrum unter all den anderen Kindern sehr wohl.
 
Dank des Engagements der anderen Kinder kann Sima mittlerweile auch zur Schule gehen. PECUC versorgte sie mit einer Schuluniform, Lernmaterialien und Büchern. Sima besucht nun regelmäßig das Kinderzentrum, wo sie gemeinsam mit Gleichaltrigen lernt.
 
Der Verein fördert jedoch nicht nur die Bildung von benachteiligten Kindern, sondern klärt auch Erwachsene über die Rechte von Kindern und Älteren auf. PECUC schult Kinder in Fragen der Gesundheit sowie Hygiene und impft die Mädchen und Jungen.
 
Um die vielseitigen Projekte von PECUC zu fördern, sind wir auf Spenden von Freunden und Förderern angewiesen.

 
 

 05.05.2010, Indien

 
Schulprojekte des DIK:
Förderer spenden Zukunft

 
Die Schulprojekte des Deutsch-Indischen Kinderhilfswerks ermöglichen auch Kindern aus armen ländlichen Regionen lesen und schreiben zu lernen. Wir unterstützen mehrere Schulen mit vielen hundert Schülern. Der kostenlose Unterricht, das Lehrmaterial, ein tägliches Mittagessen sowie die Gehälter für die Lehrer werden durch Spenden finanziert.
 
Das ist für die Eltern der Schüler eine große Entlastung. Ihre Kinder sind oft die Ersten in der Familie, die die einmalige Chance auf eine gute Schulausbildung bekommen. Eine gute Ausbildung ist eine Grundvoraussetzung für ein besseres Leben.
 
Schon die Kleinsten in Indien lernen neben Hindi auch Englisch. So haben sie später bessere Möglichkeiten bei der Berufswahl.
Die Eltern haben die Hoffnung, dass es ihren Kindern einmal besser geht. Sie wissen aus eigener leidvoller Erfahrung, dass es mit schlecht bezahlter Kinderarbeit nicht möglich ist, aus der Not und Armut zu entfliehen. Kinderarbeit ist leider für schätzungsweise 70 Millionen Kinder in Indien immer noch die tägliche schmerzliche Erfahrung.
 
Die von uns geförderten Schulen sind Langzeitprojekte. Um den Schulbetrieb zu unterhalten ist das DIK auf Unterstützung von Förderern angewiesen.

 
 

 23.03.2010, Hyderabad

 
Das DIK hilft Lepra-Kranken zurück ins Leben
 
Die schreckliche Infektionskrankheit Lepra ist in Indien trotz großem Engagements vieler Ärzte und Forscher leider noch nicht besiegt. Doch immer wieder erhalten wir erfreuliche Nachrichten aus unseren Lepra-Zentren.
 
Jedes Jahr können dank der unermüdlichen Arbeit der Ärzte im Dr. Jaipal Christian Lepra-Zentrum und der treuen Förderer des DIK etwa 8.400 Lepra-Kranke behandelt werden.
 
Dieses Foto von Karunakar haben die Ärzte gemacht. Im Gesicht ist eine Beule markiert.
Karunakar hat in seinem Leben schon viel Leid erfahren. Er war gerade einmal zehn Jahre alt, als seine geliebte Mutter starb. Doch es kam noch schlimmer: Kurz nach dem Tod seiner Mutter spürte der Junge seine Hände und Füße nicht mehr. Es bildeten sich Beulen auf seiner Haut – ein unübersehbares Zeichen für Lepra.
 
Als das Mitschüler sahen, wurde Karunakar gehänselt und ausgegrenzt. Seine Lehrer stellten ihn vor die Wahl: Entweder er lässt sich medizinisch behandeln oder er muss die Schule verlassen. Da sein Vater kein Geld für den Arztbesuch hatte, verließ Karunakar die Schule. Er zog zu seinen Großeltern, die sofort erkannten, dass ihr Enkel an Lepra leidet. Sie brachten ihn in das Dr. Jaipal Christian Lepra-Zentrum bei Hyderabad.
 
Dort wurde Karunakar innerhalb weniger Monate mit Medikamenten, die insgesamt nur 50 Euro kosten, geheilt. Die Krankheit hat keine Spuren hinterlassen. Heute lebt er bei seinen Großeltern. Dank der finanziellen Unterstützung des Lepra-Zentrums geht Karunakar wieder zur Schule.
 
Die geheilte Patientin Ganga vor ihrem neuen Zuhause.
Ein tragisches Schicksal widerfuhr auch der 25-jährigen Ganga. Als ihr Ehemann starb, blieb sie allein mit ihrem wenige Monate alten Baby zurück. Ihre Schwiegereltern gaben Ganga die Schuld am Tod ihres Sohnes. Dann erkrankte die junge Witwe an Lepra. Ihr Körper war von Beulen entstellt. Sie hatte kein Gefühl mehr in ihren Füßen. Nachdem die Schwiegereltern die Anzeichen der Krankheit entdeckten, verstießen sie Ganga aus ihrem Haus.
 
Ganga war verzweifelt. Was sollte nur aus ihr und ihrem Kind werden? Sie wusste nicht mehr weiter und wollte ihr Leben beenden. Ihr Nachbar, ein geheilter Lepra-Patient, brachte sie in das Dr. Jaipal Christian Lepra-Zentrum. Die Ärzte dort heilten sie mit einer Kombination aus verschiedenen Medikamenten.
 
Nun steht Ganga wieder mit beiden Beinen im Leben. Das Lepra-Zentrum schenkte ihr zwei Ziegen als Starthilfe. Heute ist Ganga eine stolze Mutter, die ihr eigenes Geld verdient.
 
Seit 32 Jahren unterstützt das DIK das Dr. Jaipal Christian Lepra-Zentrum. Wir haben bereits tausenden an Lepra erkrankten Menschen zurück in ein glückliches, gesundes Leben geholfen.
 
Leider ist Lepra in Indien immer noch weit verbreitet. Lepra zerstört das Leben unzähliger Menschen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Deswegen möchten wir das Lepra-Zentrum weiterhin unterstützen. Dabei sind wir auf die Hilfe von Förderern angewiesen.
 

 

Report on Leprosy, 2010
 

 
 

 24.02.2010, Chennai

 

Bildung schenkt Kindern eine Zukunft
Start in ein neues Leben
 
Das Sahodari Frauenhaus in Chennai ist ein außergewöhnliches Projekt. In Deutschland verstehen wir unter einem Frauenhaus einen Zufluchtsort für Frauen in Notsituationen. Die Aufgaben des Sahodari Frauenhauses gehen hingegen weit darüber hinaus. Hier finden Frauen und ihre Kinder nicht nur Schutz und psychologischen Beistand, sondern werden auch beim Start in ein neues Leben begleitet.
 
Die Mitarbeiterinnen beraten die Frauen, helfen ihnen bei der Suche nach einer Arbeitsstelle und einer Unterkunft. Auch die Kinder werden nach Kräften gefördert. Viele Mädchen und Jungen kommen aus zerrütteten oder sehr armen Familien und brauchen besondere Fürsorge.
 
Shanmugapriya und Haripriya sind zwei Kinder, die das Glück haben, vom Frauenhaus und dem DIK gefördert zu werden. Shanmugapriyas Vater verdient als Hilfsarbeiter nur wenig. Ihre Mutter ist an Krebs erkrankt. Die medizinische Versorgung der Mutter ist so teuer, dass die Eltern den Schulbesuch ihrer Tochter nicht bezahlen können. Ihr Vater weiß, dass Shanmugapriya das ärmliche Leben ihrer Eltern fortführen muss, wenn sie keine Schule besucht. Deswegen bat er das Frauenhaus um Hilfe.
 
Nicht lesen und schreiben zu können bedeutet, keine Zukunft zu haben.
Die Einrichtung fördert nun die Schuluniform und Bücher für seine Tochter, ohne die sie nicht zur Schule gehen könnte. Die Elfjährige ist ehrgeizig und intelligent. Tag für Tag rückt sie ihrem Traum, einmal Lehrerin zu werden, ein Stück näher.
 
Auch die zwölfjährige Haripriya möchte es einmal besser haben als ihre armen Eltern, die gerade genug verdienen, um die vierköpfige Familie zu ernähren. Doch Haripriya hat Glück: Sie wird vom Frauenhaus und dem DIK gefördert. Dank Spenden können wir die teuren Bücher und die Schuluniform für die Siebtklässlerin finanzieren, die ihre Eltern nicht bezahlen könnten.
 
Die schulische Ausbildung von Shanmugapriya, Haripriya und 18 weiteren Kindern ist durch die Unterstützung von Förderern gesichert. Doch wir möchten auch anderen Mädchen und Jungen eine Chance auf Schulbildung geben. Damit wir den Kindern den Schulbesuch finanzieren können, sind wir auf Unterstützung von Förderern angewiesen.

 
 

 20.01.2010, Indien

 
Diese Schülerin bekommt Vitaminpräparate von einer Gesundheitshelferin.
 
Eine kleine Patientin der Kalinga Augenklinik in Orissa vor ...
 
... und nach ihrer Operation.
 
Erfolgreiche Projektarbeit im Jahr 2009
 
Das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk kann auf ein erfolgreiches Jahr 2009 zurückblicken. Mit der Hilfe von Freunden und Förderern wurden zahlreiche Projekte in Indien unterstützt.
 
So auch das Gesundheitszentrum in Auroville, wo unter anderem Gesundheitsschulungen und die Arbeit der Gesundheitshelfer finanziert wurden. Die medizinische Betreuung ist für die armen Dorfbewohner kostenlos.
 
Dr. Shano, der Leiterin des Gesundheitszentrums, liegt das Wohlergehen junger Mädchen und deren medizinische Versorgung besonders am Herzen: „Mädchen in den Dörfern haben in Indien einen niedrigen Status. Doch die Gesundheit junger Mädchen spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit der zukünftigen Bevölkerung.”
 
Viele Schülerinnen werden regelmäßig untersucht und über gesunde Ernährung und Hygiene aufgeklärt. Auch Banupriya wurde geholfen. Das Mädchen kam mit hohem Fieber und einer Infektion am Bein in eine Außenstation des Gesundheitszentrums. Die Ärzte diagnostizierten starke Blutarmut. Banupriya bekam Medikamente und Vitaminpräparate. Heute ist sie gesund und besucht die Schule.
 
Sehr erfreuliche Berichte erhielten wir auch aus der Kalinga Augenklinik in Orissa. So konnten bei Augenuntersuchungen in mehreren Schulen in nur drei Monaten 5.500 Kinder untersucht werden. Dabei sind 312 Mädchen und Jungen mit verschiedenen Augenkrankheiten entdeckt und behandelt worden.
 
Eines der Kinder, deren Augenlicht gerettet werden konnte, ist Ankita. Das Sehvermögen des Mädchens verschlechterte sich von Tag zu Tag. Sie schielte auf beiden Augen und konnte kaum noch sehen. Aus Angst, ihre Tochter könnte erblinden, brachten die Eltern Ankita aus dem etwa 280 Kilometer entfernten Sambalpur in die Augenklinik.
 
Wenige Tage später wurde Ankita operiert. Seitdem kann sich die Fünfjährige wieder an den schönen und bunten Dingen des Lebens erfreuen. Von Januar bis März 2009 wurden neben Ankita über 1.400 Menschen kostenlos operiert.
 
Natürlich haben wir auch viele andere Projekte unterstützt. Wir haben unzählig vielen Leprakranken geholfen, Schulen gefördert und Menschen in Not die Hände gereicht.
 
All die positiven Nachrichten aus Indien zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. 2010 wollen wir unsere erfolgreiche Projektarbeit fortsetzen. Doch dafür sind wir auf die Unterstützung von Förderern angewiesen.

 
 

 27.11.2009, Indien

 
Das DIK und die Projektpartner aus Indien sagen „Dankeschön”
 
Mit der Hilfe unserer Freunde und Förderer konnten wir im Jahr 2009 viel Gutes bewirken. Wir konnten Kindern Essen, Gesundheit und eine Zukunft geben. In der Vorweihnachtszeit haben sich unsere Projektpartner aus Indien für die Unterstützung des Deutsch-Indischen Kinderhilfswerks bedankt. Natürlich gebührt der Dank vor allem unseren Freunden und Förderern.


 
Sarany Samal von unserer Partnerorganisation NYSASDRI und der Kalinga Augenklinik schreibt:
 
„Ihre kontinuierliche Unterstützung brachte Sehen und Hoffnung auf ein besseres Leben für tausende Familien. Im Namen der Kalinga Augenklinik, NYSASDRI und den Gemeinden, die wir betreuen, wünschen wir Ihnen fröhliche Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr.”
 

Vom Kinderheim „Unity Home” aus Tirunelveli erhielten wir die links stehende Grußkarte mit folgenden Zeilen:
 
„Möge Ihr Heim zu Weihnachten und für das kommende Jahr vor Freude erleuchten und Ihre Herzen erfüllt sein mit Heiterkeit und Frohsinn.”
 


 
Ein weiterer Brief erreichte uns von Angelika Ehrle. Sie betreut das DEEPAM Projekt für behinderte Kinder und dankt für die Unterstützung ihrer Arbeit:
 
„Aus Südindien senden
Ihnen unsere Deepam
Kinder und Mitarbeiter beste Wünsche zu Weihnachten und für das kommende
Jahr!”

 

„Hilfe für Hilflose”-Projektleiter Cherian Kurian bedankt sich links für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen und wünscht seinen Förderern fröhliche Weihnachten und ein glückliches neues Jahr 2010.
 

Von Jürgen Pütz vom Dorfentwicklungsprojekt in Auroville bekamen wir den Brief links.
 
Außerdem sendete uns Dr. Shano, Leiterin des Gesundheitszentrums in Auroville, noch den folgenden Gruß: „Im Namen des Gesundheitszentrums Auroville möchte ich Ihnen für Ihre fortwährende Unterstützung danken. Ohne die Hilfe des DIK wäre unsere Arbeit für das Wohlergehen der Kinder nicht möglich. Wir sind Ihnen zutiefst dankbar für Ihre Hilfe.”
 
Das DIK wünscht all seinen Freunden und Förderern frohe Weihnachten und alles Gute im neuen Jahr. Damit wir die Projekte in Indien auch im kommenden Jahr unterstützen können, sind wir auf Hilfe von Spendern angewiesen.

 
 

 29.10.2009, Auroville

 
Das DIK hilft Schwangeren und ihren Babys
 
Das Gesundheitszentrum in Auroville – hier kommt auch Ihre Hilfe an.
 
In kaum einem anderen Land werden Schwangere so gut betreut wie in Deutschland. Umfassende medizinische Betreuung, regelmäßige Untersuchungen sowie Impfungen für das Neugeborene – das alles gehört bei uns zur vorbildlichen Versorgung.
 
Von einer solchen Versorgung wagen die meisten werdenden Mütter in Indien kaum zu träumen. Besonders in vielen ländlichen Gebieten ist die Schwangerschaftsbetreuung sehr schlecht. Deshalb kommen viele Neugeborene krank, behindert oder unterernährt zur Welt.
 
Das DIK unterstützt seit vielen Jahren das Gesundheitszentrum im südindischen Auroville. Wir konnten dazu beitragen, die medizinische Betreuung der Menschen zu verbessern und zahlreichen Neugeborenen einen guten Start ins Leben ermöglichen.
 
Das Gesundheitszentrum mit seinen sieben Außenstationen sichert die medizinische Versorgung der gesamten Region. Allein im vergangenen Jahr wurden dort mehr als 23.000 Patienten medizinisch betreut. Die Einrichtung behandelt die Ärmsten der Armen kostenlos und wird fast ausschließlich vom DIK unterstützt.
 
Diese junge Frau erwartet ihr erstes Kind und ist für jede Hilfe dankbar.
 
Dank der Gesundheitshelferin Maniyammal kam dieses Kind gesund zur Welt.
 
Das Wohlergehen schwangerer Frauen und ihrer Kinder liegt Dr. Shano, der leitenden Ärztin des Zentrums, besonders am Herzen. Denn nur gesunde Mütter können gesunde Kinder zur Welt bringen.
 
Im Gesundheitszentrum werden die Schwangeren regelmäßig untersucht, um eine Erkrankung der Mutter oder des Kindes rechtzeitig zu entdecken. Wenn nötig, verschreiben die Ärzte Präparate wie Eisen- oder Vitamintabletten, um die Schwangere mit allem zu versorgen, was sie und ihr Kind brauchen.
 
Zusätzlich besuchen Gesundheitshelferinnen die Schwangeren einmal wöchentlich zu Hause und informieren sie über mögliche Risiken in der Schwangerschaft. Viele Frauen wissen zum Beispiel nicht, wie schädlich schwere körperliche Arbeit für das Baby ist oder wie wichtig Impfungen und gesunde Ernährung für ihr Kind sind.
 
Das Gesundheitszentrum in Auroville kümmert sich auch nach der Geburt um die Kinder. Sie werden geimpft und in regelmäßigen Abständen gewogen. Doch um die Arbeit der Einrichtung zu unterstützen, sind wir auf Spenden angewiesen.
 

Dr. Shano
Ärztin des Gesundheitszentrums in Auroville
 
„Kinder sind der Schwerpunkt unserer Arbeit. Denn Kinder sind die Zukunft Indiens und werden unser aller Zukunft gestalten. Wir müssen alles dafür tun, um diesen Mädchen und Jungen einen glücklichen und vor allem gesunden Start ins Leben zu ermöglichen.”

 
 

 23.09.2009, Orissa

 
Grauer Star: Die Kalinga Augenklinik rettet Kinder vor dem Erblinden
 
 
In Indien sind unzählig viele Kinder vom Erblinden bedroht. Die häufigste Ursache ist der Graue Star, bei dem sich die Augenlinse zunehmend trübt. Die Krankheit beginnt mit einer Sehstörung und starken Blendungserscheinungen. Betroffene sehen wie durch einen Schleier, der langsam dichter wird. Die Umwelt erscheint ihnen unscharf, matt, verschleiert und verzerrt. Die Sehfähigkeit nimmt immer weiter ab, bis zur vollständigen Erblindung.
 
Auch die kleine Tapaswini hätte durch den Grauen Star fast ihr Augenlicht verloren. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, einmal Lehrerin zu werden. Sie will ein besseres Leben führen als ihre Eltern, die in bitterer Armut leben. Doch ob ihr dies gelingen wird, war bis vor Kurzem ungewiss.
 
Das Mädchen ist eine gute und fleißige Schülerin. Doch von Tag zu Tag schwand ihre Sehkraft. Das Lernen fiel ihr immer schwerer. Selbst Schreiben wurde für Tapaswini allmählich zur Qual. Die Buchstaben an der Tafel erkannte sie schon längst nicht mehr.
 
Vor wenigen Wochen untersuchten Ärzte aus der vom DIK unterstützten Kalinga Augenklinik das Mädchen in ihrer Heimatstadt Dhenkanal. Sie diagnostizierten Grauen Star, eine Krankheit, die Tapaswini langsam das Augenlicht nahm.
 
Tapaswini drohte zu erblinden. Doch ihr wurde rechtzeitig geholfen.
 
Auch dieser Junge muss dringend operiert werden. Ansonsten droht ihm lebenslange Blindheit.
 
Kurz darauf wurde die Achtjährige in die Kalinga Augenklinik gebracht, wo sie erfolgreich am Grauen Star operiert wurde. Tapaswinis große Hoffnung, wieder richtig sehen zu können, ging in Erfüllung. Sie hatte Glück: Der Eingriff wurde mit Hilfe des DIK finanziert, denn ihre Eltern hätten das Geld für die Operation nicht aufbringen können.
 
Die Kalinga Augenklinik liegt in einem der ärmsten Bundesstaaten Indiens, in Orissa. Dort leben mehr als 80 Prozent der ländlichen Bevölkerung unterhalb des Existenzminimums. Nach Schätzungen erblinden jährlich allein in Orissa etwa 102.000 Menschen. Bei ca. 60.000 Betroffenen ist der Graue Star die Ursache. Von ihnen können aber nur ein Viertel operiert und geheilt werden, weil oft die Mittel für Operationen fehlen.
 
Die Kalinga Augenklinik behandelt die Ärmsten der Armen kostenlos, ist dabei jedoch auf Spenden angewiesen. Die Kranken erhalten Medikamente, Sehhilfen und wenn nötig, werden sie operiert.
 
Wer in Indien erblindet, ist meist auf sich allein gestellt, völlig chancenlos und auf die Unterstützung Anderer angewiesen. Blinde haben oft keine Arbeit und führen ein Leben in bitterer Armut. Viele müssen betteln, um wenigstens genug zu essen zu haben.
 
Tapaswini ist dieses traurige Dasein erspart geblieben. Sie wurde erfolgreich operiert, kann wieder sehen und besucht die Schule. Hunderte an Grauem Star erkrankte Kinder warten jedoch noch auf eine Operation, die ihr Augenlicht und ihre Zukunft rettet.
 
Eine Augenoperation kostet in Indien je nach Aufwand zwischen 30 und 125 Euro. Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Kalinga Augenklinik mit Ihrer Spende.

 
 

 14.08.2009, Tambaram

 
Mit leerem Magen lernen ist schwer!
Das DIK schenkt Schülern täglich eine Mahlzeit

 
Ein Brötchen kostet in Deutschland etwa 25 Cent. In Indien können wir damit eine komplette Mahlzeit kochen.
 
In Indien leben unzählige Menschen in bitterer Armut. Vielen Familien fehlt sogar das Geld, um ihre Kinder ausreichend zu ernähren. Oft müssen die Mädchen und Jungen morgens hungrig zur Schule gehen.
 
Genau diesen Kindern möchte das DIK mit seinem neuen Projekt „Essen für Schüler” helfen. Der Leiter der St. Joseph's Higher Secondary Schule bat uns um Unterstützung bei der Versorgung seiner fleißigen Schützlinge. Seit Kurzem verteilen wir in der Schule täglich warme Mahlzeiten an bedürftige Kinder – damit sie besser lernen können.
 
Unsere Projektpartnerin Prema Victor und ihre Helfer kochen jeden Tag für 270 Kinder. Viele dieser Mädchen und Jungen bekommen nur unregelmäßig etwas zum Essen. Hungrig können sie sich kaum konzentrieren.
 
Auch Srinivasan kommt oft mit leerem Magen zum Unterricht. Er besucht die 10. Klasse der St. Joseph's Higher Secondary Schule in Tambaram in der Nähe von Chennai. Er ist Halbwaise. Um seine vier Geschwister und ihn täglich mit Essen zu versorgen, reicht das Geld seiner Mutter bei weitem nicht aus.
 
An der Essensausgabe: Srinivasan freut sich auf seine warme Mahlzeit.
Viele fleißige Hände helfen, damit das Essen für die Schützlinge rechtzeitig fertig wird.
 
Oft fühlt sich Srinivasan müde und kraftlos, wenn er morgens zur Schule geht. Vor lauter Hunger kann er dem Unterricht nur schwer folgen. Sein Höhepunkt des Tages: das Essen, das Prema Victor und ihre Helfer zubereitet haben. Diese Mahlzeit ist für Srinivasan und viele andere Kinder oftmals allein schon ein Ansporn zur Schule zu gehen.
 
Die Kinder der 10. und 12. Klasse, die kurz vor ihrem Schulabschluss stehen, bekommen besonderen Förderunterricht, der sie auf die bevorstehenden Prüfungen vorbereitet. An jedem Nachmittag erhalten diese Mädchen und Jungen ihre Mahlzeit, die mit einer Autorikscha zur Schule gefahren wird.
 
Jedes der Kinder hat sein eigenes Schicksal: Die meisten von ihnen leben in einfachen Hütten ohne Elektrizität. Viele Schüler haben nur noch ein Elternteil. Es liegt dem DIK am Herzen, diesen tüchtigen Kindern den Weg in ein besseres Leben zu ebnen. Das Essen macht die Schüler nicht nur satt, sondern schenkt ihnen auch eine Perspektive. Denn nur, wenn die Kinder sich auf den Unterricht konzentrieren können, erhalten sie gute Noten, die für einen guten Schulabschluss nötig sind.
 
Eine warme Mahlzeit am Tag trägt wesentlich dazu bei, dass die Kinder besser lernen können. Doch das Geld für die Lebensmittel ist immer sehr knapp. Es wäre wunderbar, wenn Sie eine Möglichkeit sähen, dieses außergewöhnliche Projekt mit Ihrer Spende zu fördern.

 
 

 25.06.2009, Chennai

 
Wie kleine Gesten das Leben zum Guten wenden können
 
Indien ist bekannt für seine Computerspezialisten und hochentwickelten Technologien, aber auch für Armut und Kinderarbeit. Doch es ist vor allem das Land der Gegensätze: Trotz wachsender Wirtschaft leben etwa 200 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Davon sind auch sehr viele Kinder betroffen. Das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk setzt sich für diese Ärmsten der Armen ein.
 
Diese arme Familie lebte in einer alten baufälligen Hütte, mit unserer Hilfe erhielt sie ein neues Haus. Viele andere sind aber noch obdachlos.
 
Immer wieder geraten Menschen unverschuldet in Not und dadurch ins gesellschaftliche Abseits. Auch viele Kinder haben in ihrem jungen Leben schon sehr viel Leid erfahren.
 
Der kleinen Sona widerfuhr ein schreckliches Schicksal. Als unser Projektpartner Dr. Cherian Kurian das kleine Mädchen am Bahnhof von Tambaram fand, war es völlig verwahrlost. Sie war von ihrer geisteskranken Mutter brutal ins Gesicht geschlagen und misshandelt worden. Sonas ganzer Körper war mit Blutergüssen übersät.
 
Cherian Kurian brachte die Fünfjährige in ein Kinderheim, ihr neues Zuhause. Ihre Mutter wurde in eine Klinik eingewiesen. Sie konnte sich nicht erinnern, wo sie zuvor gelebt hatten. Ob sie sich jemals wieder um ihre Tochter kümmern kann, ist ungewiss. Die Zukunft von Sona ist jedenfalls gesichert:
 
Der kleine Anthony war schwer krank. Seine Mutter Chinnaponu kann ihm nicht helfen, ihr fehlte das Geld, um den Sohn richtig zu ernähren. Im Krankenhaus wurde Anthony aufgepäppelt, heute ist er bei bester Gesundheit. Die Liste der Hilfesuchenden, die ärztliche Versogung brauchen, ist sehr lang.
 
Sie lebt jetzt in geordneten Verhältnissen an einem sicheren Ort, an dem die Kleine alles bekommt, was sie braucht: Nahrung, Liebe und Geborgenheit. Schon bald wird sie eine Schule besuchen.
 
Ähnlich wie Sona erging es auch den Geschwistern Nagaraj und Chitra. Ihre Eltern waren so arm, dass sie sich nicht einmal eine spärliche Hütte leisten konnten. Sie lebten auf der Straße. Für Essen und den Schulbesuch der Kinder gab es kaum Geld.
 
Aus Verweifelung und aus Angst um das Wohl ihrer Söhne wandten sich die Eltern an Dr. Kurian, der den Kindern half und sie ebenfalls im Kinderheim unterbrachte. Dort haben sie ein behütetes Heim gefunden. Sie besuchen eine Schule und haben eine Chance erhalten, ihrem Elend nun aus eigener Kraft zu entkommen.
 
Unser Projekt „Hilfe für Hilflose” (Help for the Helpless) unterstützt Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind. Zuerst befreit Dr. Kurian sie aus der akuten Not. Anschließend bekommen sie eine Perspektive für die Zukunft, um ihr Leben selbstständig zu gestalten.
 
Nachdem ihr Mann sie verlassen hatte, lebte Malika in größter Armut. Dr. Kurian, unser Projektpartner, lieh ihr Startkapital. Heute verkauft sie auf dem Markt Saris. Noch viele andere brauchen eine solche Starthilfe.
 
Wir fördern die Betroffenen langfristig und leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Ohne unsere Unterstützung würden sie dem Teufelskreis der Armut nicht entkommen.
 
Können Sie sich vorstellen, dass schon eine kleine Gabe das Leben zum Guten wenden kann? Schon eine Starthilfe wie ein Bügeleisen, eine Ziege oder eine bescheidene Hütte können einer ganzen Familie den Weg in ein besseres Leben ebnen.
 
Sona, Nagaraj und Chitra konnten wir helfen. Doch leider leben noch viele Kinder in Armut und Elend. Bitte fördern Sie unser Projekt „Hilfe für Hilflose” mit Ihrer Spende.

 
 

 26.05.2009, Auroville

 
„Filaria ist ein großes Gesundheitsproblem in Indien”
Dr. Shano, Ärztin des Gesundheitszentrums in Auroville

 
Die schreckliche Krankheit macht das Leben zur Qual.
 
Die Mücken kommen vor allem in der Nähe von Gewässern vor, aber auch dort, wo Trinkwasser gelagert wird.
 
Gesundheitshelferinnen werden mit Hilfe des DIK ausgebildet.
 
Der 40-jährige Akash kann sich fast gar nicht bewegen. Sein rechtes Bein ist so sehr geschwollen, dass er seine Hütte kaum verlassen kann. Er leidet an Filaria, auch Elephantiasis genannt – eine schreckliche Erkrankung!
 
Um den Blicken der Dorfbewohner zu entgehen, meidet er Menschenmassen. Er schämt sich für seine Missbildung, man nennt ihn abschätzig den „Elefantenmann”.
 
Vor wenigen Wochen entdeckte eine Gesundheitshelferin Akash. Sofort erkannte die junge Frau, die im Gesundheitszentrum in Auroville augebildet wurde, dass er an Filaria leidet.
 
Die furchtbare Deformation an Akashs Bein erzeugen Fadenwürmer in seinem Körper, die sich im Lymphsystem anlagern. Die Lymphflüssigkeit staut sich, das Bein schwillt übermäßig an. Das Körperteil gleicht dem Fuß eines Elefanten.
 
Allein in dem kleinen Dorf Edayanchavadi bei Auroville, in dem auch Akash lebt, sind sieben Menschen an Filaria erkrankt. Akash ist nur ein Beispiel für die etwa 90.000 Menschen, die im Gesundheitszentrum und den sieben Außenstationen jährlich untersucht und medizinisch betreut werden. Weit und breit gibt es dort keine weitere Einrichtung, die sich um die medizinische Versorgung der Ärmsten der Armen kümmert.
 
Menschen wie Akash wären ohne die Hilfe des Zentrums schutzlos ihrem Leid ausgeliefert.
 
Die Mitarbeiter der Einrichtung kümmern sich auch um die Gesundheitsvorsorge. In abgelegenen Dörfern klären sie die Menschen über Krankheiten wie Filaria auf und berichten, wie diese verhindert werden können.
 
Die Helfer spüren verschmutzte Wasserquellen auf und warnen die Bewohner vor den dort nistenden Mücken, die die Filaria übertragen. Durch Aufklärung und Vorsorge beugen die Gesundheitshelfer Krankheiten vor und verhindern so, dass sich die Menschen anstecken.
 
Dr. Shano, Ärztin des Gesundheitszentrums in Auroville:
„Filaria ist ein großes öffentliches Gesundheitsproblem in Indien. Viele Dörfer bei Auroville haben Teiche und Tümpel – eine ideale Brutstätte für Mücken, die die Infektion durch einen Stich übertragen. Der Parasit wird neben dem Einstich abgelegt und dringt selbstständig durch die Haut zu den Lymphbahnen. Dies führt zu Lymphstau, der die Proteinstruktur verdickt und die Beine anschwellen lässt.”
 
Das Wasser ist knapp, es reicht kaum zum Trinken, geschweige denn zum Kochen oder für die Wäsche. Es wird in großen offenen Behältern gespeichert, auch dies ist ein guter Brutplatz für die Mücken. Es leben viele Menschen mit Filaria, die beträchtlich unter der Missgestaltung und Körperbehinderung leiden. Dr. Shanos Kollege Dr. Uvraj sagt über Filaria: „Diese Krankheit ist zwar nicht im Wasser geboren, doch steht sie mit Wasser in Beziehung.”
 
Bitte unterstützen Sie uns im Kampf gegen Filaria.
 

 
 

 16.04.2009, Tirunelveli

 
Das DIK ist erfolgreich im Kampf gegen die Lepra
 
Es ist kaum vorstellbar, was Lepra-Kranke in Indien über sich ergehen lassen müssen. Stellen Sie sich einmal vor: Sie wollen in einen Bus einsteigen und der Fahrer schließt vor Ihrer Nase die Tür. Oder Ihr Zahnarzt lehnt es ab, Sie zu behandeln. Welch ein Gefühl muss es sein, plötzlich die Arbeit zu verlieren, nur weil Sie krank sind?
 
In Indien leben tausende Menschen, die eine solche Ausgrenzung täglich erfahren. Auch der 32-jährige Jesuraj kennt das Gefühl, wenn sich das Leben, ja der ganze Alltag verändert. Er litt an Lepra.
 
„Ich bin dankbar für den Unterricht, den ich bekommen habe. Denn nun kann ich anderen Erkrankten helfen und ihnen neue Hoffnung geben.”
Als er 22 Jahre alt war, bemerkte Jesuraj auffällige Flecken in seinem Gesicht. Er maß der Sache keine Bedeutung bei und hielt die Flecken für Insektenstiche. Nach einigen Monaten bekam sein Gesicht Beulen, die er nicht verstecken konnte. Von der Krankheit Lepra gezeichnet, trafen ihn die ersten angeekelten Blicke der Dorfbewohner.
 
Er wurde ausgegrenzt und verachtet, verlor seine Arbeit. Ein Gesundheitshelfer entdeckte ihn und brachte ihn ins vom DIK unterstützte St. Luke's Leprosorium. Dort begann für Jesuraj ein neues Leben:
 
Mit Hilfe von Medikamenten konnte er vollständig von der Lepra geheilt werden. Voller Hoffnung absolvierte er mit Hilfe des DIK eine Ausbildung zum Krankengymnasten. Jetzt arbeitet er dort, wo er einst selbst behandelt wurde und hilft anderen Leprapatienten. Heute sind ihm das Leid und die Krankheit nicht mehr anzusehen. Jesuraj ist glücklich verheiratet und freut sich über seine zwei kerngesunden Kinder. Er steht mitten im Leben und verdient sein tägliches Brot eigenständig.
 
Auch Murugan wurde im St. Luke's von der Geißel Lepra befreit und lindert nun das Leid anderer Patienten. Nach seiner erfolgreichen Behandlung folgte eine Ausbildung zum Schuhmacher. Das Foto zeigt, wie er schützende Schuhe für die geschundenen Füße von Leprakranken anfertigt.
 
Jesuraj und Murugan konnte das DIK helfen. Doch in Indien benötigen noch tausende geheilte Leprapatienten unsere Unterstützung! Ob mit einer Ausbildung oder durch eine Starthilfe in Form von einer Ziege oder einem Stück Land.
 
Unser Ziel ist es, den Betroffenen nicht nur die Heilung zu finanzieren, sondern den Leprapatienten den Weg in ein neues Leben zu ebnen. Wir möchten es ehemaligen Patienten ermöglichen, ihre eigene Familie zu ernähren und auf eigenen Beinen zu stehen. Für viele Erkrankte leisten wir dabei Hilfe zur Selbsthilfe, die weit über die medizinische Versorgung hinaus geht.
 
Neben dem St. Luke's Leprosorium fördert unser Kinderhilfswerk drei weitere Lepra-Projekte (Dasen-Solomon-Lepra-Projekt in Bellary, Dr. Jaipal Christian Lepra-Hilfe in Hyderabad, St. John's Lepra-Projekt in Chennai) in Indien. Dort werden die Patienten nicht nur versorgt, sondern auch auf ein selbstständiges Leben nach der Krankheit vorbereitet.
 
Jesuraj ist nur einer unserer erfolgreich behandelten und reintegrierten Patienten. Aber er und viele andere sind für uns die Bestätigung und Motivation für unser Engagement gegen Lepra. Für unser Projekt, das Lepra-Patienten einen Weg in eine sichere Zukunft ebnet, bitten wir Sie um eine Spende.
 

 
 

 17.03.2009, Tirunelveli

 
Im Kinderheim „Unity Home” erhalten arme Kinder eine Chance
 
Meist sind es die Kinder, die von der Armut am schlimmsten betroffen sind. Seit über 35 Jahren helfen wir daher indischen Jungen und Mädchen. In dem vom DIK geförderten Kinderheim „Unity Home” in Tirunelveli kümmert sich unser Hilfswerk um insgesamt 60 Heranwachsende zwischen neun und 16 Jahren.
 
Die Mädchen und Jungen stammen aus den untersten sozialen Gesellschaftsschichten. Nur mit niedrigeren Arbeiten wie dem Säubern von Fäkaliengruben verdienen sich ihre Eltern den Lebensunterhalt. Der Lohn für diese Arbeiten reicht kaum zur Ernährung der Familie aus. Um die Kinder in die Schule zu schicken, fehlt fast immer das Geld. Die Schulausbildung in Indien ist zwar kostenlos, aber Schuluniformen, Bücher und die tägliche Fahrt zur Bildungsstätte müssen selbst bezahlt werden.
 
Wer in Indien in arme Verhältnisse hineingeboren wird, hat kaum eine Chance, dem Elend zu entkommen. Auch die Eltern unserer Schützlinge sahen keine Möglichkeit, ihren Kindern einen Weg in eine sichere Zukunft zu ebnen. Hilflose Mütter und Väter wandten sich an unseren Projekt-Partner Joseph Johnson. Sie erhofften sich ein besseres Leben für ihre Kinder.
 
Im „Unity Home” haben 30 Mädchen und 30 Jungen aus ärmsten Familien ein neues Zuhause gefunden. Dort werden sie liebevoll umsorgt und besuchen die Schule. „Für die Zukunft lernen”, heißt die Divise. Die Kinder sind sehr fleißig und ehrgeizig. Sie wissen, was eine gute Ausbildung für ihre Zukunft bedeutet. Nur so können sie der Armut entkommen. Nur so haben sie die Chance auf ein besseres Leben. Und wie viele Kinder haben sie Träume. Die zehnjährige Amita möchte später Lehrerin werden und der dreizehnjährige Sulalit Computerfachmann. Um diese Zukunftswünsche wahr werden zu lassen, brauchen wir die Unterstützung von mitfühlenden Förderern.
 
In unseren Kinderheimen leben derzeit 30 Mädchen und 30 Jungen. Sie bekommen Essen, Kleidung und medizinische Versorgung. Und vor allem können sie in einer Schule im Nachbarort für eine bessere Zukunft lernen.
 
Die Kinder werden im „Unity Home” von Hausmüttern fürsorglich betreut. Es gibt weiteres Personal für die Küche, Gartenarbeiten und andere Tätigkeiten, die alltäglich anfallen. Eine Betreuung hilft den Schülern bei den Hausaufgaben und fördert sie zusätzlich.
 
Seit 2002 unterstützt das Deutsch-Indische Kinderhilfswerk das südindische Kinderheim. Die Heranwachsenden erhalten Kleidung, Schutz und Fürsorge und die einzigartige Chance dem Teufelskreis der Armut durch eine Schulausbildung zu entkommen. In den vergangenen Monaten sind jedoch auch in Indien die Unterhaltskosten gestiegen. Die höheren Lebensmittelpreise fallen stark ins Gewicht.
 
Die Versorgung aller 60 Kinder stellt uns zunehmend vor Probleme. Doch wir fühlen uns für die Kleinen verantwortlich. Ihr Schicksal liegt uns am Herzen und in unseren Händen. Helfen Sie mit Ihrem Beitrag das tägliche Essen der Kinder zu sichern. Bitte unterstützen Sie uns bei unserem Kinderheim-Projekt in Tirunelveli. Helfen Sie mit Ihrer Spende.
 

 
 

 09.02.2009, Auroville

 
DEEPAM-Projekt und kurzer Rückblick 2008
 

Im vergangenen Jahr haben wir in der Kalinga Augenklinik über 5.000 Menschen operiert und so viele Mädchen und Jungen vor Blindheit bewahrt.
Im vergangenen Jahr haben viele Freunde und Förderer unsere Arbeit tatkräftig unterstützt und damit zahlreichen Kindern in Indien eine bessere Zukunft ermöglicht. Das DIK bedankt sich ganz herzlich bei allen Förderern.
 
Trotz des rasanten Wirtschaftswachstums leben auf dem Subkontinent noch immer Millionen Menschen in bitterer Armut. Besonders in den ländlichen Gebieten kämpfen Familien jeden Tag ums nackte Überleben. Viele Mädchen und Jungen sind unterernährt, leiden an Krankheiten.
 
Erst allmählich wird das ganze Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Die Flut, die durch einen Dammbruch des Flusses Kosi in Nepal und anhaltenden Monsunregen ausgelöst wurde, hat insgesamt in 16 Bundesstaaten Indiens gewütet.
 
Im vergangenen Jahr haben wir unser 35-jähriges Jubiläum gefeiert. In mehr als drei Jahrzehnten konnten das DIK vor allem im Süden Indiens viel bewegen.
 

Dank Spendengeldern konnten wir Kindern in Orissa Schulbildung ermöglichen.

 

Nach der schrecklichen Flutkatastrophe läuft der Wiederaufbau auf Hochtouren.

 

Im zurückliegenden Jahr konnten wir das Leid vieler Leprakranker lindern.
 
Die Armut zwingt unzählige Kinder in Indien zur Mitarbeit, um der Familie das Überleben zu sichern. Eine Schule können sie deshalb nicht besuchen. Dabei ist Schulbildung oft der einzige Ausweg aus der Armut. Und genau dafür setzt sich das DIK ein. Deshalb wurden 2008 besonders in den ländlichen Gebieten die Schulen weiterhin weiterhin von uns gefördert.
 
Wir haben uns für Leprakranke eingesetzt und Kinder in unserer Kalinga Augenklinik in Orissa vor Blindheit bewahrt. Dank Ihren Spendengeldern konnten wir das Auroville Gesundheitszentrum aus seiner finanziellen Not helfen und den Menschen dort die medizinische Versorgung sichern.
 
Zwei Projekte haben unsere Hilfwerke in 2008 besonders gefördert: Die schreckliche Flutkatastrophe im Osten Indiens hat uns im vergangenen Jahr ganz besonders erschüttert. Viele Menschen fanden in den Fluten den Tod, Tausende wurden obdachlos. Dank Spendengeldern konnten wir die Flutopfer mit Nahrung, Trinkwasser, Kleidung und Decken versorgen.
 
In unserem DEEPAM-Projekt für behinderte Kinder in Auroville gibt es keine zentrale Wasserversorgung. Deshalb bauen wir zurzeit einen Untergrundwassertank. Doch die Preise für Steine und Zement sind auch in Indien stark gestiegen. Um den Wassertank fertigstellen und so die Trinkwasserversorgung der behinderten Kinder sicherzustellen, brauchen wir Ihre Hilfe. Wir würden uns freuen, wenn Sie unser DEEPAM-Projekt mit einer Spende unterstützen könnten.

 
 

 30.11.2008, Orissa

 
Die Flut ist vorbei – die Not bleibt
 
Zerstörte Hütten und Häuser, vernichtete Schulen und verwüstete Felder – die Flut in Indien hat nichts als Chaos und Zerstörung hinterlassen. Mehr als 2.000 Menschen haben ihr Leben verloren, über drei Millionen wurden obdachlos.
 

Millionen Familien haben in den grausamen Fluten ihr Zuhause verloren.

Besonders die Kinder leiden. Viele besitzen nur noch das, was sie am Leib tragen.
 
Erst allmählich wird das ganze Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Die Flut, die durch einen Dammbruch des Flusses Kosi in Nepal und anhaltenden Monsunregen ausgelöst wurde, hat insgesamt in 16 Bundesstaaten Indiens gewütet.
 

In Zelten oder provisorischen Baracken hocken die Menschen oft dicht gedrängt auf dem kalten Boden. Den Familien fehlt es an allem: Essen, Trinkwasser, Medikamente, Decken.
Der Bezirk Kendrapada im Bundesstaat Orissa ist einer der am stärksten betroffenen. 90 Prozent der Fläche war bzw. ist immer noch überflutet. Unser Projektpartner NYSASDRI berichtet, dass die Menschen dort noch immer in Notunterkünften leben.
 
Besonders die Kinder leiden sehr darunter. In Zelten oder provisorischen Baracken hocken sie oft dicht gedrängt auf dem kalten Boden. Und es wird Monate dauern, bis sie wieder zurück in ihre Heimat können. Mehr als tausend Dörfer wurden durch die Wassermassen völlig dem Erdboden gleichgemacht. Reisfelder wurden überflutet und die Ernte zerstört. Unzählige Familien haben alles verloren – ihr Zuhause, ihre Ernte, ihre ganze Existenz.
 
Wir müssen den Flutopfern in Indien dringend beim Wiederaufbau helfen. Vielen Familien fehlt es an allem: Essen, Trinkwasser, Medikamente, Decken. Bitte helfen Sie den Flutopfern mit Ihrer Weihnachtsspende.

 
 

 03.11.2008, Orissa

 
Aktion „Bildung statt Kinderarbeit”
 

Auf dem Boden hockend plackern Kinder bis zu 14 Stunden in Fabriken.
 

Nur wenn Kinder zur Schule gehen können, haben sie eine Chance im Leben. Bitte helfen Sie mit.
 
Die Kluft zwischen Arm und Reich ist in Indien erschreckend groß geworden. In vielen Regionen des Subkontinents leben immer noch unzählige Menschen in bitterer Armut.
 
Familien haben selten genug zu essen und besonders die Kinder leiden darunter. Aufgrund jahrelanger Mangelernährung sind die Kleinen in ihrer Entwicklung zurückgeblieben. Außerdem sind viele der ohnehin geschwächten Mädchen und Jungen gezwungen zu arbeiten, um das Überleben der Familie zu sichern.
 
Sie quälen ihre Körper bei harter Feldarbeit oder in Haushalten. Oft schuften die Kinder bis zu 14 Stunden unter unwürdigen Bedingungen in Fabriken oder Steinbrüchen – für einen Hungerlohn! Die Plackerei raubt ihnen alles, was sie haben: ihre Gesundheit, ihre Kindheit, ihre Zukunft.
 
Doch Kinderarbeit schafft nur noch mehr Armut. Die meist schulpflichtigen Mädchen und Jungen lernen weder lesen, schreiben noch rechnen. Sie werden nie einen Beruf ergreifen und die Chance auf ein besseres Leben haben.
  Es gibt nur einen Weg, um diesen Teufelskreis der Armut zu durchbrechen: Bildung. Wenn die Kinder lernen können, haben sie später eine echte Chance im Leben. Doch viele Mädchen und Jungen haben gar keinen Zugang zu einer Schule, weil es einfach keine in ihrer Nähe gibt.
 
Unsere Partnerorganisation NYSASDRI hat deshalb in neun Bezirken in Orissa ein kleines Netzwerk von Schulen aufgebaut. Das DIK unterstützt dieses mit der Finanzierung von neun Schulen, die über die ländlichen Gebiete verteilt sind. Die Mädchen und Jungen der umliegenden Dörfer lernen dort nicht nur, sie werden auch den ganzen Tag über versorgt. Sie erhalten nahrhaftes, gesundes Essen und sauberes Wasser.
 
Um das Schul-Netzwerk auf eine solide Basis zu stellen und es noch weiter auszubauen, brauchen wir Ihre Hilfe. Unterstützen Sie unsere Aktion „Bildung statt Kinderarbeit” mit Ihrer Spende.

 
 

 10.10.2008, Orissa

 
+++ Flutkatastrophe in Ost-Indien +++
+++ Tausende Tote +++ Millionen auf der Flucht +++
 
Ende August 2008 wurde der Osten Indiens von einer verheerenden Flutkatastrophe heimgesucht. Durch den anhaltenden Monsunregen war im Nachbarstaat Nepal ein Damm des Flusses Kosi gebrochen. Das Wasser bahnte sich plötzlich einen Weg 120 Kilometer weiter ostwärts. Das wäre so, als würde der Rhein nicht mehr in Duisburg, sondern in Ostwestfalen fließen.
 
Die zerstörerischen Wassermassen haben alles mit sich gerissen: Häuser, Schulen, Straßen, Schienen. Tausende Menschen fanden in der Flut den Tod.
 
Die Menschen in den östlichen Gebieten trafen die unbarmherzigen Wassermassen völlig unvorbereitet. Ganze Dörfer wurden einfach weggespült. Mehr als zweitausend Menschen fanden in den Fluten schon den Tod. Millionen haben ihr Zuhause verloren und sind auf der Flucht. Viele besitzen nur noch das wenige, was sie am Leib tragen. Sie haben alles verloren. Besonders die Kinder leiden sehr.
 
+++ Flutopfer brauchen jetzt Ihre Hilfe! +++
 
Zwei unserer Projektpartner sind im Bundesstaat Orissa von der Katastrophe betroffen. In den Bezirken Khurdha, Kendrapara oder Cuttack, wo unsere Partner PECUC und NYSASDRI sich für die Ärmsten der Armen einsetzen, ist die Not unbeschreiblich groß.
 
Die Opfer der Flut brauchen Trinkwasser, Medikamente, Nahrung, Decken und Wiederaufbauhilfe. Bitte helfen Sie den Flutopfern mit Ihrer Spende!
 
Ganze Dörfer wurden von den gewaltigen Wassermassen überschwemmt. Seitdem sind Millionen Menschen auf der Flucht.
Viele Menschen sind vom Wasser eingeschlossen und kauern verzweifelt auf übrig gebliebenen Dämmen oder kleinen Hügeln.
Die Gefahr von Malaria- oder Cholera-Epidemien steigt. Die Menschen brauchen dringend lebensrettende Medikamente.
 

People's Cultural Centre (PECUC) Flood Update Report, 21st September 2008

 

 
 

 23.09.2008, Orissa

 
Schon die Kleinsten erkranken am Grauen Star. Nur medizinische Hilfe kann sie vor einem Leben in ewiger Dunkelheit bewahren.
 
Die Augenklinik hat als einzige Klinik eine spezielle Kinderstation. Gut ausgebildete Fachärtze befreien dort jeden Tag Mädchen und Jungen von Blindheit.
 

Die Ärzte behandeln die Ärmsten der Armen in der Klinik kostenlos.
 
Kinder vor Blindheit bewahren
 
Mehr als 400 Millionen Kinder leben in Indien, viele in Armut und großer Not. Gerade in den ländlichen Gebieten müssen Kinder immer noch hungern und dursten und werden als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Viele sind unter- oder fehlernährt, haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und wachsen in mangelhaften hygienischen Verhältnissen auf.
 
Orissa gehört zu den ärmsten Bundesstaaten in ganz Indien. Besonders Kinder leiden dort oft unter Mangelernährung und den üblen hygienischen Zuständen. Krankheiten und Hunger führen oft auch zu Entzündungen und Erkrankungen der empfindlichen Augen.
 
Vielen Menschen in Orissa droht Blindheit. Selbst die Kleinsten leiden schon am grauen Star, was an weißen Punkten in den Augäpfeln zu erkennen ist. Leider wissen viele Eltern nicht, dass dies ein erstes Anzeichen für drohende Blindheit ist, oder sie könnten sich ohnehin keine ärztliche Behandlung leisten. Deshalb unternehmen sie einfach nichts.
 
Mit verheerenden Folgen: Das Sehvermögen der Kinder wird immer schlechter, bis sie irgendwann ganz blind sind. Die Mädchen und Jungen können nicht mehr zu Schule gehen, sie werden isoliert und ausgestoßen. In Indien bedeutet blind zu sein, keine Chance auf Arbeit zu haben und ewig in bitterer Armut zu leben.
 
Um Kinder vor diesem schrecklichen Schicksal zu bewahren, wurde im Jahr 2002 die Kalinga Augenklinik gegründet. Seitdem spüren Außenteams der Klinik Mädchen und Jungen auch in entlegenen Dörfern auf. Die Mitarbeiter leisten Gesundheitsaufklärung und untersuchen regelmäßig die Augen der Menschen. Wenn nötig, bringen sie von Blindheit bedrohte Kinder in die Klinik, wo sie behandelt und versorgt werden.
 
Weit und breit ist die Kalinga Augenklinik die erste und einzige mit einer speziellen Kinderstation. Dank neuester Technik und gut ausgebildeter Ärzte retten die engagierten Mitarbeiter dort jeden Tag unzählige Kinderaugen vor Erblindung. Die Ärmsten der Armen, die sich keine ärztliche Behandlung leisten können, werden kostenlos versorgt. Sie werden – wenn nötig – operiert, erhalten Medikamente oder Sehhilfen.
 
Doch all dies ist nur möglich, wenn Menschen wie Sie die Arbeit der Klinik unterstützen. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!

 
 

 19.08.2008, Auroville

 
Den Ärmsten medizinische Versorgung sichern
 
Über 400 Millionen Kinder leben in Indien – viele in Armut und großer Not. Gerade in den ländlichen Gebieten müssen Kinder immer noch hungern und dursten und werden als billige Arbeitskräfte für wenige Cent am Tag ausgebeutet. Viele sind unter- oder fehlernährt, haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und wachsen in mangelhaften hygienischen Verhältnissen auf.
 
Gesundheitshelferinnen untersuchen regelmäßig Kinder. Sie behandeln gefährliche Krankheiten und verteilen Impfungen.
Jährlich sterben mehr als zwei Millionen Kinder an Infektionen wie Masern oder Lungenentzündungen, die durch Medikamente oder Impfungen verhindert werden könnten. Doch arme Familien haben oft keinen Zugang zu ärztlicher Hilfe oder sie können sich Impfungen und Medikamente nicht leisten. Meist werden gefährliche Krankheiten von den Eltern auch viel zu spät erkannt.
 
Um die medizinische Versorgung vor allem auf dem Land zu verbessern und so Leben zu retten, unterstützt das DIK seit vielen Jahren das Auroville Gesundheitszentrum im Süden Indiens. Jeden Monat versorgen die Ärzte und Schwestern dort etwa 850 Menschen. In den sieben kleinen Außenstationen des Zentrums sind es noch einmal monatlich 150 Patienten.
 
Jeden Tag werden lebensrettende Medikamente an kleine Patienten ausgegeben. Die Helferinnen behandeln Kinder, die durch unsauberes Wasser schweren Durchfall oder gefährliche Infektionen bekommen haben. Sie untersuchen regelmäßig die Kleinsten, um früh genug Krankheiten zu erkennen und sofort zu reagieren. In der Schwangerschaft betreuen die Mitarbeiter des Gesundheitszentrums die werdenden Mütter, geben ihnen Vitamin- und Aufbaupräparate gegen Mangelernährung, damit ihre Kinder später gesund das Licht der Welt erblicken.
 
Helfen Sie mit, armen Menschen auch weiterhin eine medizinische Versorgung zu ermöglichen. Bitte unterstützen Sie den Einsatz des Auroville Gesundheitszentrums mit Ihrer Spende.

 
 

 24.07.2008, Bellary

 
Viele Leprakranke werden ausgestoßen und müssen betteln, um zu überleben.
Lepra bedeutet lebenslanges Leid
 
In Indien herrschen immer noch der Aberglaube und die Unwissenheit über Lepra. Betroffene werden isoliert und von der Gesellschaft ausgegrenzt. Sie verlieren Arbeit und Freunde. Oft wendet sich sogar die Familie von ihnen ab.
 
Doch nur, wenn Lepra über lange Zeit nicht behandelt wird, entstehen grausame Entstellungen. Die Inkubationszeit liegt zwischen drei Monaten und 40 Jahren. Erste Anzeichen sind Taubheitsgefühle in Fingern oder Füßen, helle oder dunkle Hautflecken, später auch Gesichtslähmungen.
 
Viele verbinden mit Lepra „abgefaulte” Nasen und Extremitäten. Doch diese Krankheitsfolgen entstehen nur in seltenen Fällen. Durch den Verlust des Gefühls in Armen und Beinen verletzen sich die Menschen, ohne dies zu merken. Unversorgte Wunden führen dann zu Verkrüppelungen. Einige Leprakranke werden blind oder taub.
 
Leider wissen viele Menschen nicht, dass die schreckliche Krankheit mit Antibiotika längst heilbar ist. Ein Leprakranker ist schon nicht mehr ansteckend, nachdem er die erste Dosis Medikamente eingenommen hat. Die gesamte Behandlung eines Lepra-Patienten kostet nur 50 Euro. Doch besonders arme Familien haben oft nicht einmal Geld für etwas zu Essen, wie sollen sie da die Kosten für eine medizinische Behandlung aufbringen?
 
Zahlen und Fakten

  • In Indien ist die Zahl der Neuerkrankungen am höchsten: jährlich 300.000,
    das sind 64 Prozent aller weltweit registrierten Lepra-Fälle
     
  • Drei Millionen Menschen leben aufgrund von Lepra mit Behinderungen und werden wie Aussätzige behandelt (Lepra gilt als Strafe Gottes)
     
  • Jeder siebte Patient ist ein Kind und jünger als 14 Jahre
     
  • Die Behandlung kostet nur 50 Euro
     
  • 80 Prozent der Menschheit ist gegen Lepra immun
 

Im Leprazentrum in Bellary gibt es eine Krankenstation, ein Kinderheim und eine Schule.
Im Kinderheim in Bellary leben zurzeit 34 Mädchen und Jungen!
Das DIK setzt sich deshalb besonders für die Ärmsten der Armen ein und unterstützt Leprazentren in Südindien. Dort heilen wir nicht nur Infizierte und befreien sie aus ihrer Isolation – nein, wir schenken gebrochenen Seelen neue Hoffnung. Wie im Dasen Salomon Leprazentrum in Bellary.
 
Unser Lepraprojekt dort besteht aus einer Krankenstation, einer Schule und einem Kinderheim. In dem Heim leben derzeit insgesamt 34 Mädchen und Jungen, die entweder selbst an Lepra leiden oder deren Eltern mit Lepra infiziert sind.
 
Im Leprazentrum in Bellary haben die Kinder ein Dach über dem Kopf, sie erhalten Essen, Medikamente und alles Notwendige zum Leben.
 
Neben der medizinischen Versorgung unserer Patienten ist es uns sehr wichtig, den Mädchen und Jungen ihre Zukunft zu sichern. Deshalb wollen wir ihnen auch den Schulbesuch ermöglichen.
 
Bitte unterstützen Sie unser Lepra-Zentrum in Bellary mit einer Spende. Helfen Sie mit, das schreckliche Leid von Leprakranken zu lindern.

 
 

 02.06.2008, K?ln und Auroville

 
 

 08.05.2008, Orissa

 
Kalinga Augenklinik kämpft mit Platznot
 

Insgesamt gibt es weltweit 85 Millionen blinde Menschen. Jede Minute erblindet ein weiteres Kind. Allein in Indien haben zwölf Millionen Menschen ihr Augenlicht verloren.
 
Die meisten von ihnen leben in den ärmsten Gebieten des Landes, wie beispielsweise im Bundesstaat Orissa. Dort sind zwei Prozent der Menschen blind. Alle fünf Minuten erblindet einer mehr, denn in den bitterarmen Gebieten gibt es kaum Gesundheitsver-sorgung. Viele Familien haben oft nicht einmal genug zu essen!
 
Durch fehlende Nährstoffe im Essen und durch unzureichende Hygiene sowie nicht behandelte Verletzungen verlieren in den Armutsvierteln Indiens jeden Tag Kinder ihr Augenlicht, die ihr ganzes Leben noch vor sich haben. Doch wer blind ist, kann nicht lesen und schreiben lernen und kein Geld verdienen. Bittere Armut ist für diese Kinder alles, was bleibt.
 
Im Jahr 2002 wurde im zweitärmsten Staat des Landes, dem Bundesstaat Orissa, die Kalinga Augenklinik gegründet und wird seitdem vom DIK unterstützt. 80 Prozent der blinden Menschen kann leicht geholfen werden. Beim Grauen Star legt sich ein Schleier über die Linse und sie wird trüb. Durch eine nur halbstündige OP kann dieser leicht entfernt werden. Die Mitarbeiter der Klinik besuchen regelmäßig Dörfer im Umkreis von 130 Kilometern und führen vor Ort Augenuntersuchungen an Schulen durch. Sie spüren von Blindheit bedrohte Kinder auf und bringen sie in die Klinik.
 

In der Kalinga Augenklinik behandeln die Ärzte jeden Monat 4.000 Menschen und retten sie so vor Blindheit. Doch mittlerweile sind die Kapazitäten erschöpft. Die Klinik muss dringend erweitert werden.
Über 4.000 Untersuchungen führen die Ärzte jeden Monat durch. Viele Betroffene müssen in der Klinik behandelt werden. Sie platzt schon seit langem aus allen Nähten. Die Klinik muss jetzt dringend erweitert werden. Um die vielen Patienten zu betreuen, werden vor allem neue Operationssäle und Krankenzimmer benötigt.
 
Das DIK möchte sich gerne an der Finanzierung des Anbaus beteiligen. Für den Ausbau fehlen wichtige Baumaterialien. Außerdem müssen Verbandsmaterial und weitere Medikamente gekauft werden, um die vielen Menschen zu behandeln.
 
Bitte unterstützen Sie den Ausbau der Kalinga Augenklinik in Orissa. Helfen Sie dem DIK im Kampf gegen Blindheit.

 
 

 27.02.2008, Chennai

 
„Hilfe für die Hilflosen”
 
Indien ist ein Land mit vielen Gegensätzen: wenige Reiche besitzen sehr viel, während viele bettelarme Menschen nicht wissen, wie sie den nächsten Tag überstehen sollen!
 
Gerade in ländlichen Gebieten sind die Lebensbedingungen oft hart. Viele Familien haben keine Arbeit oder verdienen so wenig, dass der Lohn kaum für etwas zu Essen reicht. Für medizinische Versorgung oder den Schulbesuch der Kinder haben die Menschen kein Geld.
 
In dieser Armut ist eine helfende Hand unglaublich wichtig. DIK-Projektpartner Dr. Cherian Kurian setzt sich seit vielen Jahren im südindischen Tambaram für die Ärmsten der Armen ein.
 
Mary ging es vor ihrer Operation sehr schlecht. Dank Ihrer Hilfe konnte die Kleine am Herz operiert werden. Heute geht es ihr jeden Tag besser.
 
Chinnaponus Sohn war abgemagert. In der Klinik wurde er einen Monat lang gepflegt und wieder aufgebaut.
 
Er hat sein Projekt „Help for the Helpless” genannt, was auf deutsch „Hilfe für die Hilflosen” bedeutet. Und genau das leistet sein Einsatz. Gemeinsam mit dem DIK und treuen Förderern unterstützt Cherian Kurian arme Menschen in Notsituationen. Durch kleine Starthilfen ermöglicht er ihnen eine neue Existenz und damit den Weg in ein besseres Leben.
 
Erst kürzlich bat ihn die Mutter der kleinen Mary um Hilfe. Den Eltern fehlte das Geld, um die lebensrettende Herzoperation ihrer Tochter zu bezahlen. Dr. Kurian brachte Mary in das MIOT Krankenhaus in Chennai. Mit Hilfe von Spendengeldern konnte die Kleine dort operiert werden. Ohne eine OP wäre das Mädchen gestorben. Es war Rettung in letzter Sekunde.
 
Auch Shanthi und ihren fünf Kindern konnte geholfen werden. Die bitterarme Familie lebte in einer zerfallenen Baracke, ohne Strom und Wasser. Die Kinder waren wegen der schlechten hygienischen Bedingungen oft krank. Cherian Kurian nahm sich der Not an und half beim Bau einer einfachen, aber stabilen Hütte. Endlich haben die Kinder ein richtiges Zuhause.
 
Besonders für Not leidende Kinder setzt sich Dr. Kurian mit aller Kraft ein. Chinnaponus Sohn Anthony war ebenfalls sehr krank. Die arme Frau hatte kein Geld, ihren Sohn richtig zu ernähren. Anthony war stark abgemagert. Mit Hilfe von Spenden wurde er in der Klinik einen Monat lang gesund gepflegt.
 
Durch ein wenig Startkapital verhalf Dr. Kurian der bitterarmen Mallika zu einer neuen Existenz. Sie konnte von dem Geld einige Saris (traditionelle indische Frauengewänder) erwerben. Heute hat sie einen eigenen Marktstand und verdient sie mit dem Verkauf von Saris ihren Lebensunterhalt. Durch solch einfache Hilfen kann ein trauriges Leben zum Guten gewendet werden.
 
Seit die Mutter die Familie verließ, wusste Vater Dass nicht mehr, wie er seine Kinder versorgen sollte. Cherian Kurian half dem Mann und fand ein Heim für die Kleinen, wo sie jetzt in sauberen und ordentlichen Verhältnissen aufwachsen.
 
Fast täglich erreichen Cherian Kurian neue Hilferufe. Die Not der Menschen ist unsagbar groß. Aber er kann nur helfen, wenn ihn Förderer des DIK mit Spenden unterstützen.
 
Bitte spenden Sie für das Projekt „Hilfe für die Hilflosen” von Dr. Kurian. Ihre Hilfe ebnet bitterarmen Kindern und ihren Eltern den Weg in ein besseres Leben.

 
 

 19.12.2007, Bangalore

 
Zukunft von 500 Kindern in Gefahr
 

 
In der Schule in Yelahanka, nahe der Millionenstadt Bangalore, werden die ärmsten Kinder der Gegend kostenfrei unterrichtet. Weil die Schule ohne staatliche Zuschüsse auskommen muss, sind die Mittel für den Unterhalt – Gehälter der Lehrer, Lehrmaterialien, Essen und Schuluniformen für die Kinder – immer sehr knapp.
 
Doch in diesem Jahr hat sich die Lage dramatisch zugespitzt. Es gibt kein Geld mehr, um den Betrieb der Schule auch weiterhin zu finanzieren. Unser Projekt ist in großer Gefahr – und damit die Zukunft von 500 Jungen und Mädchen. Ohne Unterstützung von warmherzigen Spendern droht alles, was in 14-jähriger Arbeit mühsam aufgebaut wurde, verloren zu gehen.
 
Die S. Ramakrishna Schule wurde von vier engagierten Gründern ins Leben gerufen. Der Beginn war sehr bescheiden. Von anfänglich 20 Kindern, die in zwei kleinen angemieteten Räumen von zwei Lehrern unterrichtet wurden, konnte die Schule nach und nach wachsen.
 
Die Kinder haben Angst, ihre Chance auf ein besseres Leben zu verlieren!
Ein Grundstück wurde gekauft, auf dem eine neue Schule entstand. In den ersten Jahren lernten die Kinder bis zur fünften Klasse, später konnten sie in der siebten Klasse einen staatlichen Abschluss erlangen. Heute gibt es den landesüblichen Abschluss in der 12. Klasse. Die Schülerzahlen sind inzwischen auf insgesamt 500 Jungen und Mädchen angewachsen und 15 Lehrer bereiten sie auf ihre Zukunft vor.
 
Früher hatten die Kinder aus den ärmsten Familien keine Gelegenheit eine Schule zu besuchen. Ohne Bildung gab es für sie keine Chance, der Sackgasse der Armut jemals zu entkommen.
 
Noch immer können in Indien ein Drittel aller Mädchen und Jungen gar keine Schule besuchen. Anstatt lesen und schreiben zu lernen, müssen viele schon in jungen Jahren arbeiten, um zum Überleben der Familie beizutragen. Seit es den kostenfreien Unterricht in Yelahanka gibt, bleibt hier vielen Kindern dieses Schicksal erspart. Doch wie lange noch?
 
Helfen Sie mit Ihrer Spende, den Betrieb dieses Projektes aufrecht zu erhalten. Ihre Unterstützung bedeutet für 500 Mädchen und Jungen das wichtigste Geschenk, das Sie machen können. Nur Schulbildung ebnet Kindern den Weg in eine lebenswerte Zukunft. Helfen Sie mit!

 
 

 22.10.2007, Auroville

 
Vitaminmangel und Fehlernährung führen bei Kindern immer wieder zu gefährlichen Krankheiten.
 
Kinder lernen Schutz vor Krankheiten
 
In der Umgebung von Auroville leiden viele Kinder unter Mangelernährung und Krankheiten, die durch verschmutztes Trinkwasser ausgelöst werden. Noch immer sterben in Indien jedes Jahr 400.000 Kinder allein an Durchfall. Dies liegt daran, dass rund ein Fünftel der indischen Bevölkerung gar keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hat und nur 16 Prozent sanitäre Anlagen benutzen kann. Es ist wichtig, dass die Kinder über die todbringenden Gefahren ihres Alltags aufgeklärt werden. Sie müssen lernen, sich zu schützen. Deshalb unterstützt das DIK ein kleines, aber sehr wirkungsvolles Projekt des Auroville Gesundheitszentrums. Kinder aus insgesamt 18 Schulen der Umgebung lernen anhand von Theaterstücken, Liedern, Filmen oder Bildern, wie sie sich vor gefährlichen Krankheiten schützen können. Die Jungen und Mädchen erfahren, dass sie nur gesäubertes Wasser trinken dürfen und wie wichtig außerdem eine gesunde Ernährung ist. Sie spielen sogar selbst Kinder-Ärzte und untersuchen sich gegenseitig. Oft finden sie dabei Anzeichen von Blutarmut und Vitaminmangel bei ihren Schulkameraden.
 
Welche Nahrungsmittel brauche ich für eine gesunde Ernährung? Schulkinder bei Auroville lernen spielerisch nährstoffreiche Lebensmittel kennen, essen viel bewußter und vermeiden so weit verbreitete Mangelerkrankungen.
 
Dieses „aus der Not geborene” Gesundheitsprogramm zeigt große Wirkung! Seit der Einführung stellen die Ärzte des Gesundheitszentrums einen Rückgang vieler Krankheiten fest. Darüber hinaus ist oft eine frühzeitige medizinische Hilfe für die Kinder möglich. Das DIK setzt sich dafür ein, Impfstoffe und Medikamente für bereits erkrankte Kinder bereitzustellen und versorgt unterernährte Jungen und Mädchen mit vitaminreicher Aufbaunahrung.
 
Zila untersucht bei ihrer Freundin Aaruni, ob sie Spuren von Vitaminmangel oder Blutarmut zeigt.
Einfache Konzepte, wie das des Gesundheitszentrums, tragen entscheidend dazu bei, dass immer weniger Kinder an vermeidbaren Krankheiten wie Durchfall sterben.
 
Bitte helfen Sie uns, die laufenden Kosten des Projektes zu tragen und damit Kinderleben zu retten! Für die weiteren Behandlungen werden dringend Medikamente benötigt, zur Vorbeugung brauchen wir noch zusätzliche Impfstoffe.

 
 

 24.07.2007, Auroville

 
Wenn alles gut geht, hat Gomathi (links) ihre Tuberkulose in zwei Monaten besiegt. Zu verdanken hat sie das auch den Förderern des DIK, die mit ihren Spenden die Arbeit von Maniyammal (rechts) ermöglichen.
Ein Tag im Leben einer Gesundheitshelferin vom Auroville Gesundheitszentrum
 
Tuberkulosebekämpfung, Säuglingspflege, Krankenbetreuung, Gesundheitsaufklärung – begleiten Sie Maniyammal bei ihrer Arbeit
 
Maniyammal ist 30 Jahre alt. Sie lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern, ihrer Schwägerin (mit zwei Kindern) und ihrer Schwiegermutter in einer kleinen Hütte in Rayapuduppakkam. Das Dorf liegt etwa 27 Kilometer westlich von Auroville, wo das DIK die einzige größere medizinische Einrichtung fördert, die die gesamte Region versorgt.
 
Seit 13 Jahren arbeitet Maniyammal für das Auroville Gesundheitszentrum. Sie ist Gesundheitshelferin – in ihren Aufgabenbereich fallen vor allem Krankenbesuche, Krankenpflege, Erstversorgung, Schwangerschaftsbetreuung und Gesundheitsaufklärung. Sie kümmert sich um die 569 Bewohner ihres Heimatdorfes Rayapuduppakkam, die alle in sehr einfachen Verhältnissen leben.
 
Ihr Tag beginnt morgens um fünf Uhr mit Hausputz, Wasserholen (es gibt keinen direkten Wasseranschluss), danach macht sie Frühstück für die Kinder, die um 7.30 Uhr zur Schule gehen. Um 9.30 Uhr beginnt ihre Arbeit mit Hausvisiten. Ihr erster Besuch führt Maniyammal zu Gomathi, einer Tuberkulose-Patientin. Die hochansteckende Krankheit Tuberkulose ist in der Region um Auroville leider noch immer sehr verbreitet. Wird die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt, endet sie oft tödlich.
 
Erst fünf Tage alt ist das Baby, das Maniyammal auf dem Arm hält. Sie leistete Geburtshilfe und ist froh, dass es Mutter Purani und ihrem Kind gut geht.
 
Vor einigen Monaten bat Gomathis Mutter Maniyammal um Hilfe, weil ihre Tochter Fieber hatte, Blut hustete, sich sehr schwach fühlte und geschwollene Beine hatte. Maniyammal wies sie sofort ins Krankenhaus ein, wo die Tuberkulose längere Zeit behandelt wurde. Seit vier Monaten nimmt Gomathi nun Medikamente und muss die Arzneien noch zwei weitere Monate nehmen. Maniyammal besucht sie wöchentlich, um die gesundheitlichen Fortschritte bis zur endgültigen Heilung zu überwachen.
 
Die nächste Visite bringt uns zu Purani, die vor fünf Tagen zum zweiten Mal Mutter wurde. Zuvor war Purani regelmäßig bei Maniyammal zur Schwangerschaftsuntersuchung. Als die Wehen einsetzten, hatte es das Baby auf einmal sehr eilig. Mit Hilfe von Maniyammal kam es auf der Fahrt zum Krankenhaus im Ambulanzfahrzeug zur Welt. Mutter und Kind sind aber wohlauf, wovon sich Maniyammal bei der heutigen Untersuchung überzeugen kann.
 
Seit seinem Trümmerbruch der Hüfte leidet Venkateshan unter großen Schmerzen. Dass er kostenlos Schmerzmittel, Verbandszeug und medizinische Betreuung erhält, ermöglichen die Spender des DIK.
 
Der letzte Patient an diesem Morgen ist der 50-jährige Venkateshan, der beim Pflügen vom Traktor fiel und sich beim Sturz die Hüfte brach. Da es sich um einen Trümmerbruch handelte und auch eine Niere verletzt war, musste er ins Krankenhaus in Chennai, wo er drei Monate lang behandelt wurde. Trotz der langen Behandlungszeit ist das Gelenk noch immer nicht richtig fixiert und er klagt noch immer über heftige Schmerzen. Venkateshan braucht nun im Alltag ständig Hilfe und hofft auf eine baldige weitere Operation, damit endlich Besserung eintritt. Maniyammal gibt ihm Schmerzmittel und legt einen frischen Verband an.
 
Am Nachmittag trifft Maniyammal in der Schule von Rajapuduppakkam auf weitere Team-Mitglieder vom Gesundheitszentrum: Eine Ärztin, zwei andere Gesundheitshelferinnen und eine Krankenschwester sind schon vor Ort, als Maniyammal ankommt. Auf dem Programm steht die gründliche Untersuchung von 26 Schülern. Alle drei Monate besucht dieses Team vom Auro-ville Gesundheitszentrum sechs Schulen und untersucht die Kinder dort gründlich. Die Kinder werden auch über die Grundsätze der Gesundheit unterrichtet: Sie lernen alles Wichtige über Hygiene, Körperpflege, die Benutzung von Toiletten und gesunde Ernährung.
 
Bei der Untersuchung stellt die Ärztin fest, dass viele Kinder an Wurmbefall, Blutarmut und Zahnproblemen leiden. Es sind die Folgen von schlechter Ernährung, fehlender Wasserstellen und mangelnder Gesundheitserziehung. Bei der Besichtigung der Schultoiletten stellt Maniyammal fest, dass diese sehr schmutzig sind. Sie redet mit der Schulleiterin, die eine gründliche Säuberung mit Hilfe der Kinder verspricht.
 
Bei regelmäßigen medizinischen Untersuchungen an Schulen werden immer wieder Kinder mit Erkrankungen entdeckt, die auf mangelnde Hygiene und schlechte Ernährung zurückzuführen sind.
 
Ein typischer arbeitsreicher Tag im Leben einer Gesundheitshelferin neigt sich dem Ende zu. Maniyammal geht nach Hause und kümmert sich um ihre Kinder, hilft ihnen bei den Schulaufgaben, kocht, wäscht ab und legt sich bald schlafen. Morgen warten schließlich wieder Patienten auf ihre Hilfe.
 
Das DIK finanziert die Arbeit des Auroville Gesundheitszentrums, ohne die es für arme Menschen in der Region keine Krankenversorgung geben würde. Dank Ihrer Hilfe werden die Patienten kostenlos betreut und erhalten notwenige Medikamente. So erhalten Kindereinen gesunden Start ins Leben.
 
Bitte spenden Sie, damit diese Hilfe weitergehen kann. Vielen Dank!

 
 

 24.11.2006, Chennai

 
„Hilfe für die Hilflosen” – ein erfreuliches Beispiel
 

Wenn der indische Monsun kommt, dann versinkt alles in einem Regenmeer – es fallen bis zu 11.000 Liter pro Quadratmeter. Für viele Familien, die in einfachen Hütten leben, birgt dies große Gefahren. Ihre ärmlichen Behausungen aus Müll und Lumpen halten den Wassermassen nicht stand. Der Regen durchweicht alles und die Familien müssen in Pfützen schlafen. Die Kinder werden dadurch oft krank.
 
So erging es auch Khajamoideen und seinen sieben Kindern. Doch in diesem Jahr kann ihnen die Himmelsflut nichts anhaben. Seit Kurzem schläft die Familie unter einem dichten Dach aus geflochtenen Palmenzweigen. Unser Projektpartner „Help for the Helpless” verhalf der armen Familie zu dieser neuen schützenden Obhut.
 
Endlich können die sieben Kinder und ihre Eltern menschenwürdig leben. Hinter der Initiative „Hilfe für die Hilflosen” steht Dr. Cherian Kurian. Er und seine Mitarbeiter nehmen sich Menschen aus der Region bei Chennai an, die durch Unfall, Krankheit oder Naturkatastrophen unschuldig in Not geraten sind.
 
Dr. Kurian und seine Mitarbeiter packen an, um die größte Not zu lindern. Sie kümmern sich um Menschen, die die Gesellschaft vergessen hat. Um Alte, Kranke, um Kinder in den Elendsvierteln. Das DIK unterstützt diese Arbeit, die ausschließlich ehrenamtlich geleistet wird.
 
Unser Partner berichtet uns von einer Vielzahl von Fällen, in denen die Organisation helfen konnte. Zum Beispiel bei Babu, einem alten Mann, der mehr tot als lebendig auf einer Müllkippe gefunden wurde. Schnell wurde er ins Krankenhaus gebracht, wo er wieder zu Kräften kommt. Oder von fünf Mädchen, die aus sklavenähnlichen Umständen befreit wurden und denen nun der Schulbesuch finanziert wird. Oder von Menschen, die eine lebenswichtige Operation benötigen, sie aber nicht bezahlen können ...
 
Die Arbeit des DIK und „Help for the Helpless” erreicht zwar nur einen kleinen Teil der Menschen, die Hilfe nötig haben. Aber es ist dem Engagement unserer Förderer zu verdanken, wenn sich das Leben derer zum Besseren wendet. Wir freuen uns, wenn Sie die Initiative mit einer Online-Spende unterstützen.

 
 

 19.10.2006, Orissa

 
Schulen für das „Armenhaus Indiens”
 
Der Bundesstaat Orissa ist arm – so arm, dass die nordwestliche Region des indischen Subkontinents oft auch als „Armenhaus Indiens” bezeichnet wird. Der Grund für die bittere Armut ist ein Teufelskreis, der seit Generationen wirkt: Armut schafft Kinderarbeit – und Kinderarbeit schafft Armut.
 

Kinder arbeiten für Hungerlöhne

Schulbildung als Chance, der Armut zu entkommen
 
In keinem indischen Bundesstaat müssen mehr schulpflichtige Kinder arbeiten als in Orissa. Statistiken sprechen von 4,6 Millionen Mädchen und Jungen im Alter zwischen fünf und 14 Jahren. Die Kinder schuften auf Feldern oder in Haushalten – meist für einen Hungerlohn, nicht selten zehn bis 14 Stunden am Tag, bis zur totalen Erschöpfung. Manche arbeiten sogar in Bergwerken oder Steinbrüchen unter unsäglichen Bedingungen. Kindheit, Gesundheit und Zukunft werden ihnen brutal geraubt.
 
Es gibt nur einen Weg, diesen Teufelskreis zu durchbrechen: Jedes Kind braucht eine Schulbildung, die ihm eine Chance auf ein besseres Leben eröffnet. Doch in Orissa gibt es unzählige Kinder, die keinen Zugang zu einer Schule haben. Allein schon deshalb, weil es dort gar keine Schule gibt.
 
Zusammen mit unserer Partnerorganisation NYSASDRI hat das DIK in Orissa ein Netzwerk von einfachen Schulen aufgebaut. Gemeinsam haben wir es geschafft, in ländlichen Gebieten zehn Schulen und Kinderkrippen aufzubauen. Die Kinder, die hierher kommen, sind sehr glücklich darüber. Oft sind sie die Ersten in ihrer Familie, die Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Sie haben gute Aussichten, später einen Beruf zu erlernen. Damit bleibt ihnen das Schicksal vieler Altersgenossen erspart.
 
Meist wohnen die Kinder in den Schulen und kehren nur in den Ferien oder zu Feiertagen zu ihren Eltern zurück. In den Bildungsstätten werden sie rundum verpflegt und geraten nicht in die Gefahr, doch arbeiten zu müssen anstatt zu lernen.
 
Immer mehr Familien bitten darum, ihre Kinder aufzunehmen. Deshalb ist es unser Ziel, die bestehenden Schulen zu erweitern und neue in anderen Dörfern aufzubauen. Nur so können wir weiteren Kindern die Chance auf Bildung geben. Wir müssen helfen, aber für Baumaterial, Möbel, Lehrmaterial und die Verpflegung der Kinder ist unser Hilfswerk auf Unterstützung angewiesen.

 
 

 30.09.2006, Auroville

 
Hilfe für die Ärmsten – bevor Krankheiten Kinder bleibend schädigen
 
Shanta ist erst acht Jahre alt – und bereits für das ganze Leben gezeichnet. Das zierliche Mädchen und ihr Bruder müssen seit frühester Kindheit oft hungern. Das geringe Einkommen, das ihre Mutter als Hausmädchen verdient, reicht nicht aus. Der Vater starb, als die Kinder noch ganz klein waren.
 

Shanta und ihre Mutter Shanti mussten oft hungern. Die Folgen der schlechten Ernährung sind verheerend.
Das Mädchen ist stark unterernährt, leidet an Blutarmut und Wurmbefall. Als Folge von Vitaminmangel ist ihr linkes Auge bereits vollkommen erblindet, auf dem rechten ist nur noch ein Rest der Sehkraft verblieben.
 
Hoffnung kam in Shantas Leben durch das Auroville Gesundheitszentrums: Ohne den Einsatz der Mitarbeiter dort wäre sie vollkommen erblindet. Zum Glück kam es anders: Heute wird Shanta vom Auroville Gesundheitszentrum medizinisch versorgt. Mit Medikamenten kämpfen die Ärzte darum, das geringe Sehvermögen des rechten Auges zu retten. Außerdem wird sie mit Entwurmungsmitteln und Eisen und Folsäure gegen die Blutarmut behandelt und erhält Aufbaunahrung.
 
Viel zu viele Kinder in Indien wachsen wie Shanta in schlechten hygienischen Verhältnissen auf und haben nicht genug zu essen. Es gibt oft keine sanitären Anlagen oder sauberes Wasser.
 
Das Auroville Gesundheitszentrum hat mit Hilfe des DIK sieben Außenstationen in den Dörfern bei Auroville eingerichtet. Dort wurden verschiedene Programme gestartet, um Kindern aus sehr armen Familien zu helfen. So hat das Team zum Beispiel ein Programm zur Kindervorsorge und Früherkennung entwickelt. Die Mitarbeiter untersuchen dabei regelmäßig die unter Fünfjährigen. Sie wiegen die Kleinen und beraten ihre Mütter über gesunde Ernährung und Hygiene, impfen die kleinen Patienten und verhindern im Vorfeld den Ausbruch von Krankheiten.
 

Die Gewichtskontrolle: Jedes unterernährte Kind bekommt Aufbaunahrung.
An unterernährte Kinder wird „Sattu-Mavu” verteilt, ein preiswert herzustellendes, nahrhaftes Gemisch aus verschiedenen Kornsorten. In den Schulen rund um Auroville lernen die Kinder gemeinsam, wie sie Krankheiten und Mangelerscheinungen frühzeitig selbst erkennen können.
 
Der Einsatz ist sehr erfolgreich. Bei über 500 Kindern wurden frühzeitig Wachstumsstörungen und Unterernährung erkannt und gezielt behandelt. Andere werden kostenfrei ärztlich betreut und erhielten Arzneien, die sich ihre Eltern sonst nie leisten könnten.
 
Das DIK ist der Hauptfinanzierer des Gesundheitszentrums – und ohne unsere Hilfe können weder Medikamente und Impfstoffe gekauft, noch Untersuchungen durchgeführt oder Nahrung verteilt werden. Hilfe ist immer herzlich willkommen.

 
 

 03.08.2006, Venkatapuram

 

Viele Leprakranke leben wie Aussätzige mit ihren Familien in Slums zwischen Müll und Dreck.
 

Integration für die leprakranken Kinder: In der Gnanodaya Schule lernen kranke und „normale” Kinder gemeinsam.
Hoffnung für Leprakranke
 
Menschen werden ausgegrenzt, ausgestoßen und als Aussätzige betrachtet – Leprakranke leiden in Indien nicht nur unter ihrer Krankheit, sondern auch unter furchtbarer Isolation. Denn viele Menschen fürchten sich davor, sich mit Lepra anzustecken.
 
Die Krankheit, die bei uns längst als besiegt gilt, führt unbehandelt zu Taubheit und Verstümmelung.
 
Doch es gibt einen Ort in Indien, wo leprakranke Menschen und ihre Familien Zuflucht finden. Einen Ort, an dem sie frei von Vorurteilen leben können: das St. John's Projekt in Venkatapuram, das vom DIK von Anfang an finanziert wurde und wird.
 
Dort, ca. 50 Kilometer südlich von Chennai, werden rund 50 Lepra-Familien in einer kleinen Siedlung versorgt. Viele von ihnen sind durch die Lepra nicht mehr in der Lage zu arbeiten. Einige helfen aber auf den Feldern, um zum Lebensunterhalt beizutragen.
 
Im Jahr 2001 wurde die Gnanodaya Schule erbaut. Nur einen Katzensprung von der Siedlung entfernt, lernen die Kinder der Leprapatienten mittlerweile gemeinsam mit den Kindern aus den umliegenden Dörfern. Die anfänglichen Ängste und Bedenken der Dorfbewohner aus der Umgebung, in Kontakt mit den Bewohnern der Lepra-Siedlung zu treten, sind längst überwunden.
 
Für alle Lepra-Patienten und ihre Familien ist das St. John's Projekt die einzige Chance, wieder in das normale Leben integriert zu werden. Deshalb ist es von größter Wichtigkeit, dass wir das Projekt am Leben erhalten. Vor allem die ist dringend auf unsere Hilfe angewiesen.
 
In dieser Schule werden Dorfkinder aus „gesunden” armen Familien und die Siedlerkinder leprakranker Eltern gemeinsam unterrichtet. Während die Dorfkinder hier mittags zu essen bekommen und abends nach Hause zurückkehren, leben die Siedlerkinder wie Internatsschüler im Wohnheim und werden rundum versorgt. Alle Schüler erhalten kostenlos Bücher, Schreibhefte, Schultaschen und Kleidung.
 
Als nächstes wollen wir die Erweiterung der Schule bis zur zehnten Klasse ermöglichen, denn die Kinder brauchen eine gute Ausbildung, um den Teufelskreis der Armut und Isolation zu durchbrechen.

 
 

 19.04.2006, Peikulam

 
St. Luke's Leprosarium in Peikulam
 
Immer noch sind Hunderttausende von Menschen in Indien von Lepra betroffen. In Peikulam in der südindischen Region Tamil Nadu kümmert sich das Missionskrankenhaus St. Luke's um Leprakranke und ihre Angehörigen sowie um andere Kranke.
 
Der einheimische Arzt Dr. R. Vedabodakam gründete bereits 1937 eine Lepraklinik in Peikulam – zu einer Zeit, als Leprakranke normalerweise nicht behandelt, sondern weit entfernt von den Gesunden weggesperrt wurden. Bis heute werden Menschen mit Leprasymptomen aus der Gemeinschaft verstoßen. In St. Luke's werden die Bedürftigen kostenlos behandelt – auch nach Abklingen der Infektion, denn die Lepra verstümmelt Gliedmaßen und zerstört häufig auch das Augenlicht.
 
Auch mit deutscher Hilfe wurde St. Luke's Krankenhaus immer weiter ausgebaut. Heute hat es 100 Betten für stationäre Behandlung, weitere 1000 Patienten können ambulant behandelt werden. Seit 1971 ist ein Kinderheim für 200 Kinder aus Leprafamilien angeschlossen. Diese Kinder wären sonst chancenlos und müssten sich als Bettler durchschlagen. Hier bekommen sie ein Heim und eine Ausbildung.
 
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung von AIDS-Patienten. Die Immunschwäche-Krankheit breitet sich leider in Indien epidemieartig aus.
 
Neben der Behandlung kümmert sich das Team von St. Luke's auch um die Vorbeugung. Mit einem zum Schulungsraum umgebauten Transporter wird mobile Gesundheitserziehung in den umliegenden Dörfern betrieben. Die Aufklärungsarbeit verläuft äußerst erfolgreich. Allerdings ist der Transporter mittlerweile altersschwach und muss demnächst dringend gegen einen neuen Wagen ausgetauscht werden.

 
 

 11.03.2006, Orissa

 
Dorfgemeinschaften tragen Projekte für Bildung und Gesundheit
 
„Hilfe zur Selbsthilfe” im besten Sinne: Das DIK fördert eine Aktion des „National Youth Service Action & Social Development Research Institute” (NYSASDRI), eines Forschungsinstitutes zur Förderung von Jugend, Bildung und sozialer Entwicklung.
 
Insgesamt zehn Dörfer im Bundesstaat Orissa im Osten Indiens werden beim Aufbau und der Unterhaltung von eigenständigen Bildungszentren unterstützt. Zum einen werden dort Kinder auf den Besuch einer staatlichen Schule vorbereitet und erhalten eine Grundbildung. Zum anderen werden Kurse und Aktivitäten zur allgemeinen Gesundheitserziehung abgehalten.
 
Alle Projekte zielen darauf ab, von den dörflichen Stammesgemeinschaften selbst getragen zu werden. So sind es nach Möglichkeit Lehrkräfte aus der Gegend, die die Kinder in der Stammessprache unterrichten. Für die Versorgung der Schulen mit Lebensmitteln haben die Einheimischen Küchengärten angelegt, die gleichzeitig als Anschauung für gesunde Ernährung dienen.
 
Weitere Informationen über dieses Projekt enthält das folgende PDF-Dokument:

 

Physical performance report of education and health project in Gondia Block

Das äußerst erfolgreiche Projekt trägt sich bereits weitgehend selbst, was die Durchführung betrifft, ist jedoch auch in Zukunft auf finanzielle Hilfe angewiesen.

 
 

 28.01.2006, Auroville

 
Frauen-Selbsthilfegruppen im Tsunami-Katastrophengebiet
 
Auch der Süden Indiens war zum Jahreswechsel 2004/2005 von der Zerstörungswut der gigantischen Flutwelle betroffen. Das DIK und das Dorfentwicklungsprojekt Palmyra unterstützen Fischerdörfer im südindischen Anumandhai Kuppam im Distrikt Villupuram beim Wiederaufbau.
 

 
Anfang 2005 bildeten sich in den Dörfern zwei Frauen-Selbsthilfegruppen, die sich „Alaiyosai” (Wellenrauschen) und „Kadalparavai” (Seevögel) nennen. Die Gruppen machten zunächst eine Bestandsaufnahme, was an Booten und Netzen noch vorhanden war und was benötigt wurde.
 
Daraufhin wurden 40 neue Netze angeschafft, beschädigte Boote und Motoren wurden repariert. Um die gefangenen Fische auf den Märkten der Umgebung verkaufen zu können, erwarben die Gruppen drei landestypische dreirädrige Transporter.
 
Das Dorf Panchayath stellte den Selbsthilfegruppen ein Grundstück zur Verfügung, auf dem von Palmyra ein Haus als Buchhaltungs- und Versammlungszentrum für die Gruppen gebaut wurde. Das Haus ist so konzipiert, dass es stets den Bedürfnissen der Nutzer angepasst werden kann.
 
Weitere Informationen entnehmen finden sich in folgendem PDF-Dokument:

 

Palmyra's Approach of Assisting the Tsunami-hit Fisherman Community in Anumandhai Kuppam through formation of Women Self Help Groups

 
 

 05.12.2005, Auroville

 
Im Einsatz gegen Tuberkulose
 
Tuberkulose (kurz Tbc) ist in Indien auch heute noch ein riesiges Problem. Fast 250.000 Menschen sterben dort jedes Jahr an den Folgen der Infektionskrankheit, die die Lunge und andere Organe befällt. Tbc ist bei rechtzeitiger Behandlung durch Medikamente vollkommen heilbar.
 
Das Team des Auroville Gesundheitszentrums hat es sich zur Aufgabe gemacht, Erkrankte zu behandeln und die Ausbreitung von Tbc zu verhindern. Dafür hat das Gesundheitszentrum ein Netzwerk von 20 so genannten Gesundheitshelfern aufgebaut. Diese Frauen und Männer stammen aus den Dörfern rund um Auroville und besuchen regelmäßig Schulungen, bei denen sie mit den Zeichen und Symptomen von Tbc vertraut gemacht werden. Die ausgebildeten Gesundheitshelfer leben selbst in den Dörfern und kennen die einzelnen Bewohner. Das DIK bittet um Spenden, die das Auroville Gesundheitszentrum beim Einsatz gegen Tbc unterstützen.

 
 

 27.10.2005, Tirunelveli

 
Es ist geschafft – 60 Kinder beziehen Wohnheime!
 
Die beiden neuen Wohnheime des „Unity Home”, die das DIK für 30 Mädchen und 30 Jungen aus den ärmsten Familien gebaut hat, wurden rechtzeitig zu Beginn des indischen Schuljahres fertig gestellt. Unsere Schützlinge haben ihre neuen Heime in Tirunelveli inzwischen bezogen. Die Kinder werden hier in sauberen, ordentlichen Verhältnissen aufwachsen und zur Schule gehen.
 
30 Mädchen und 30 Jungen haben dank der Förderer des DIK ein neues Zuhause – nun müssen wir Sorge dafür tragen, dass der Betrieb des „Unity Home” abgesichert ist. Die laufenden Kosten des Heims für Verpflegung, Schulgeld, Personalkosten und vieles mehr müssen gedeckt werden. Können wir dabei auf Ihre Unterstützung zählen?

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